Hallo liebe WWWler,
Hallo Rasmus!
eine sehr gute Freundin von mir (Versicherungskauffrau, macht
derzeit ein Aufbaufernstudium) hat sich in den Kopf gesetzt
als nächsten Karriereschritt ein Trainee-Programm bei der
Debeka zu absolvieren, an deren Ende sie eine Filiale bei der
Debeka leiten soll.
Ich denke, dass ich als Trainee bei der Debeka etwas dazu sagen kann 
Das Trainee-Programm ist keine schlechter Schritt, relativ behutsam in den Außendienst zu starten. Die Zielvorgaben sind am Anfang relativ moderat und die Einarbeitung erfolg sehr ausführlich und ohne großen Druck und man ist im Angestelltenverhältnis (wie immer bei uns). Ich muss aber ganz klar sagen, dass mit der Dauer des Programms natürlich die Anforderungen steigen und man nicht automatisch eine Führungsposition bekommt, nur weil man Trainee ist/war. Mit Sicherheit achten wir vor allem auf die Qualität der Kandidaten, auch hinsichtlich ihrer Personalführungskompetenz. Generell ist zu sagen, das keine Trainee nach den 2 Jahren eine Geschäftsstelle (so heißen die Dinger bei uns) führen wird, da man nach 2 Jahren dazu vom Wissen und können her nicht in der Lage ist, das ist eine langfristiger Prozess.
Ich halte sie für fachlich ausgesprochen kompetent, mache mir
aber Sorgen, ob es nicht besser wäre im Innendienst bei der
Versicherung zu bleiben, bei der sie derzeit arbeitet.
Die Aufstiegschancen im Innendienst sind natürlich begrenzt und meines Erachtens sollte jeder, der im Versicherungsbereich tätig ist, Außendiensterfahrung haben. Es schadet also nicht.
Bedenklich stimmt mich, dass sie (sonst sehr gesprächig) auf
Fragen nach Festgehalt, erfolgsabhängiger Vergütung und
Verkaufsdruck zwar antwortet, die Antworten aber klingen, als
hätte sie nicht (voll) verstanden, wie das abläuft. Es klingt
für mich alles zu gut.
Es gibt eine Festgehalt, es gibt auch später eine Mindestgehalt, es gibt auch Provisionen, VL, BaV, Provisionsausgleiche, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Erfolgsbeteiligungen,… dies trete ich hier im Forum aber nicht breit 
Gerne würde ich wissen, wie das bei der Debeka so abläuft.
Untersteht sie da mit ihrer Filiale direkt der Konzernzentrale
oder gibt es da viele Ebenen die alle mitverdienen, wenn sie
erfolgreich beraten hat.
Mal ganz ehrlich, wie der Vertrieb strukturiert ist, ist für den Außendienstler eigentlich absolut egal, oder? Sie wird der Geschäftsstelle direkt unterstehen! Btw.: wir haben keine Konzernfiliale, weil wir kein Konzern sind 
Muss ich mir das so vorstellen, dass sie die gesamte
Produktpalette anbieten kann, ich meine kann ich erst meine
Scheune versichere, dann meine Berufsunfähigkeit, danach mein
Auto und dann meine Urlaubsreise?
Es werden alle gängigen Produkte im Privatkunden Geschäft angeboten und von den Mitarbeitern vertrieben, die Reiserücktrittsversicherungen (zum Glück) aber nicht
Sie ist überzeugt davon, dass die Debeka eine der besten
Versicherungsgesellschaften für die Kunden ist (sie hat sich
nur dort beworben). An welchen Kriterien kann man das
beurteilen und stimmt das überhaupt so pauschal?
Aus Befangenheit sag ich dazu nichts, fragen Sie die Kollegen.
Kann sie später wieder im Innendienst arbeiten, oder ist so
eine Entscheidung endgültig?
Das ist schwierig zu prognostizieren, aber ich kennen nur wenig Außendienstler, die freiwillig in den ID wollen!
Gibt es andere Karrierechancen (Innendienst) die man ihr etwas
näher bringen könnte?
Karriere im ID ist schwierig, da die möglichen Positionen limitiert sind und man wenig Möglichkeiten hat, erfolgreiche Arbeit zu beweißen.
Vielleicht gibt es unter Euch ja auch Leiter einer
Versicherungsfiliale.
Für ein Trainee-Programm ist die Debeka mit Sicherheit nicht die schlechteste Alternative. Abschließen kann ich anbieten, dass Sie Ihrer Freundin meine E-Mail-Adresse geben, sie kann sich gerne mit mir in Verbindung setzten um mehr über das Programm aus Sicht eine Trainees zu erfahren.
Grüße
Rasmus
Gruß
Cassiesmann
P.S.: Man muss nicht immer bei der Debeka um 5:30 aufstehen 