Filme: Stil? Machart? Genre?

Hallo zusammen,

schaue ich mir die Filme an von:

Werner Herzog
Josef Vilsmeier
Krystof Kieslowski

dann haben diese Filme, abgesehen von einer gewissen Schwere, von der Optik und dem Musikalischen etwas ganz Spezielles.

Wie kann man das Klassifizieren, welche Schubladen tun sich da auf?
Stil? Machart? Genre?

Herzog wurde ja mal dem „Neuen deutschenFilm“ zugeordnet, das passt aber heute auch nicht mehr recht…

Hat da jemand ne Idee dazu?

Thkx!

Sorry mir sagen die Herrschaften leider gar nichts.

Hallo,

mir geht es zwar nicht so, aber ich antworte soweit ich kann:

Genre fällt schon mal weg, denn das ist ein fester Begriff und wäre so etwas wie Western, Thriller, Melodrama etc., also Filme, die denselben Mustern folgen.

Machart oder Stil kämen wohl in Frage, weil das etwas weiter gefasst ist und dann der Autor erklären kann, wie er das meint.

Gruß

Karin

Hallo,

also für mich ist das zweideutig - Machart als auch Stil kommen in Frage, wenngleich die beiden verknüpft sind, weil die Machart den Stil hervorbringt, bzw. ein bestimmter Stil eine bestimmte Machart erfordert.

Das Genre ist ganz klar: Filmdramatik. Das ist deutlich weiter gesteckt, als das, was Du meinst.

Was ich nicht verstehe - wofür brauchst Du solche Schubladen, die meist selbst in der Filmwissenschaft heftig umstritten sind?

Kunst (also auch und besonders Film) wirkt ästhetisch und damit erheblich auf das Unbewusste. Das kann der Regisseur (der auch großenteils unbewusst arbeitet) nicht unbedingt vorhersehen. Die Wirkung liegt immer auch in den Persönlichkeiten von Produzent (Regisseur) und Rezipient (Zuschauer).

Liebe Grüße

Thomas Görner

Hallo Thomas,

also um auf Deine Frage zu antworten: Die Filme die ich machen möchte/werde, mögen sicherlich einen Stil haben, der eine Melange aus dem sein wird, was mir filmisch gefällt. Filme im Stil des hmhmhm…(und da fehlt mir eben die Schublade, um es verbal erklären zu können…)

Dieser bestimmte fotografische Stil, die Musik, lange Bilder im Schnitt den z.B. Herzog verwendet, ist was ganz anderes als - z.B. die schnellen Schnitte,das Laute, die videolike Kamera der Trashoperas im TV…

Du siehst, ich bin dabei mich filmisch zu finden, ich möchte das aber tunlichst planvoll machen.

Ich bin lange Musiker und auch Maler - in dem Umfeld ist es einfacher: Sagt man: „Der macht Surrealismus“ oder der macht „Steampunk“ weiß der Empfänger direkt, wohin es geht.

Film erscheint mir dagegen als äußerst komplexe Hydra, schwer verständlich.

Sicher - Film hat oft eine Story. Nehmen wir an, diese ist jeztz mal lustig und comedish, aber im Stil von David Hamilton (dem Softfotograf) gedreht. Wäre das nu romatischer Film (wegen Fotografie) oder eher Klamauk (Story)?

VG!

Hallo Där Onkel,
Deine Frage ist sehr speziell und erfordert einiges an geistiger Leistung, wenn man sie genau beantworten will. Mein Tipp wäre folgender:
Nimm Dir von den Drein jeweils einen typischen Film heraus und suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Dann wirst Du sicherlich auf neue Kategorien stoßen.
Ansonsten schau mal in das Buch von Robert McKee „Story. Die Prinzipien des Drehbuchschreibens“. Da gibt es eine Einteilung von Story-Elementen (Setting, Genre, Figur,…) bzw. Aktdesign, Inciting Incident, Szenendesign,…) mit Beispielen und Einordnungen, die Du dann auf Deine Filme übertragen kannst.
Hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.
Gruss
Ertl67