Hallo zusammen,
schaue ich mir die Filme an von:
Werner Herzog
Josef Vilsmeier
Krystof Kieslowski
dann haben diese Filme, abgesehen von einer gewissen Schwere, von der Optik und dem Musikalischen etwas ganz Spezielles.
Wie kann man das Klassifizieren, welche Schubladen tun sich da auf?
Stil? Machart? Genre?
Herzog wurde ja mal dem „Neuen deutschenFilm“ zugeordnet, das passt aber heute auch nicht mehr recht…
Hat da jemand ne Idee dazu?
Thkx!
„Neuer deutscher Film“ wird ja meist mit den 60er-Jahren verbunden, im wesentlichen auf den „Filmverlag der Autoren“. Da es ja immer wieder einen „neuen deutschen Film“ gibt, ist das natürlich ungünstig als Definition.
Man kann es sich einfacher machen, wenn man von Autorenfilmer der 60er Generation spricht (oder von den „jungen Wilden der 60er“). Im Zuge dessen auch vom Autorenfilm. Denn meist hat man in der Zeit das Konzept der Teilung vom Autor und Filmemacher in Frage gestellt und sich, auch mit Literaturvorlage, ganz erheblich als (Drehbuch-)Autor und Filmemacher in Personalunion verstanden. Trifft natürlich nicht immer zu, aber zur heutigen „Berliner Schule“ werden ja auch Leute gezählt, die damit überhaupt nicht in Verbindung gebracht werden wollen.
Vilsmaier würde ich aber nicht so sehr dazu zählen. Abgesehen von Schlafes Bruder hat er künstlerisch nicht sonderlich viel für den deutschen Film getan…wenn man mal von sehr süffigen, überkandidelten Bildepen mal absieht. Auf jeden Fall würde ich ihn im Treppenhaus einige Geschosse niedriger Stellen, als Kieslowski oder Herzog (der ja gerade erst seine besten Filme zu machen scheint).