Hallo,
noch eine zweite Frage: Für analoge SLR waren Filter ja bei vielen Fotografen ein ausschlaggebendes Kriterium für gute Fotos (Ist zumindestens mein Eindruck wenn ich entsprechende Beiträge lese).
Aber sind diese spätestens seit dem es komplexe Programme wie Photoshop/Gimp & Co gibt überhaupt noch notwendig? Letztendlich können die Programme doch auch Alles was ein solcher Filter kann, oder gibt es Effekte die ein Programm nicht so hinbekommt wie ein Filter?
Gruss
Kommt drauf an, von welchen Filtern du sprichst. Viele Filter, insbesondere Farb- und Effektfilter kann man wirklich simulieren oder nachahmen. Aber ein Polfilter ist z.B. immer noch unersetzlich. Genauso wie ein Grau(verlaufs)filter.
Hallo!
Polfilter und Infrarotfilter sind nach wie vor nicht zu ersetzen.
Einen Aspekt den man vielleicht auch nicht unterschätzen sollte: es macht für mich wesentlich mehr Spass im Freien an einem Bild zu arbeiten als vor dem Computer zu sitzen. 
Tschüss
Matthias
Hallo fragewurm,
Es macht auch technisch einen Unterschied.
Der Dynamik-Bereich deine Pixel ist ja begrenzt und die Belichtung wird auf einen bestimmten Bereich abgestimmt, meist in der Art, dass die Pixel nicht überbelichtet werden.
Nehmen wir jetzt an, du hast eine starke grüne Lichtquelle und eine Schwache rote.
Ohne Filter wird die Belichtung so eingestellt, dass das Bild im grünen Bereich richtig belichtet ist. Die Pixel für rot haben dann Werte nahe bei schwarz.
Mit einem Rotfilter kannst du dann den grünen Anteil so stark verringern, dass nahe zu gleich viel Licht im roten und grünen auf den Sensor trifft.
Das bekommst du mit einer nachträglichen Bildbearbeitung nicht hin. Allerdings könnte das auch spannende Effekte ergeben.
Das ist jetzt ein theoretisches Beispiel, zeigt aber den Unterschied.
MfG Peter(TOO)
Hallo fragewurm,
…
Nehmen wir jetzt an, du hast eine starke grüne Lichtquelle und
eine Schwache rote.
Ohne Filter wird die Belichtung so eingestellt, dass das Bild
im grünen Bereich richtig belichtet ist. Die Pixel für rot
haben dann Werte nahe bei schwarz.
Mit einem Rotfilter kannst du dann den grünen Anteil so stark
verringern, dass nahe zu gleich viel Licht im roten und grünen
auf den Sensor trifft.
Das bekommst du mit einer nachträglichen Bildbearbeitung nicht
hin.
Hi Peter,
stimme dem nur bedingt zu. Mittels Belichtungsreihe und anschließendem DRI lässt sich das auch bewerkstelligen. Allerdings nur bei statischen Motiven
.
Gruß Jürgen
Allerdings könnte das auch spannende Effekte ergeben.
Das ist jetzt ein theoretisches Beispiel, zeigt aber den
Unterschied.
MfG Peter(TOO)
Hallo Jürgen,
stimme dem nur bedingt zu. Mittels Belichtungsreihe und
anschließendem DRI lässt sich das auch bewerkstelligen.
Wir hatten es ja von digitale Fotographie.
Damit du weist was ich meine, nehmen wir mal an, Pro Pixel können nur 10 unterschiedliche Helligkeitsstufen unterschieden werden.
Und die Grüne Lampe ist 10x heller als die Rote.
Wenn du jetzt so belichtest, dass die hellsten grünen Stellen gerade bis 10 aussteuern, dann bringens die hellsten Roten gerade mal bis 1.
Du kannst natürlich so belichten, dass Rot bis 5 geht, aber dann fehlt dir jede Menge an Informationen bei Grün …
(Grün würde bis 50 Aussteuern, aber bei 10 ist ja Schluss. Du kannst also nur die unteren 20% erfassen, was darüber liegt ist dann einfach Hell und hat keinerlei Zeichnung mehr)
Aus den roten Informationen kannst du da nichts mehr besser rechen, weil du vom Roten nur eine Strichzeichnung hast !!
Verwendest du ein Rotfilter, welches Grün um den Faktor 10 abschwächt, kannst du so belichten, dass beide Anteile bis 10 Aussteuern.
Willkommen in der Welt der digitalen Technik.
MfG Peter(TOO)
Hallo Jürgen,
stimme dem nur bedingt zu. Mittels Belichtungsreihe und
anschließendem DRI lässt sich das auch bewerkstelligen.
Wir hatten es ja von digitale Fotographie.
Ich habe auch nirgends von analog geschrieben.
Damit du weist was ich meine, nehmen wir mal an, Pro Pixel
können nur 10 unterschiedliche Helligkeitsstufen unterschieden
werden.
Und die Grüne Lampe ist 10x heller als die Rote.
Wenn du jetzt so belichtest, dass die hellsten grünen Stellen
gerade bis 10 aussteuern, dann bringens die hellsten Roten
gerade mal bis 1.
Du kannst natürlich so belichten, dass Rot bis 5 geht, aber
dann fehlt dir jede Menge an Informationen bei Grün …
(Grün würde bis 50 Aussteuern, aber bei 10 ist ja Schluss. Du
kannst also nur die unteren 20% erfassen, was darüber liegt
ist dann einfach Hell und hat keinerlei Zeichnung mehr)
Aus den roten Informationen kannst du da nichts mehr besser
rechen, weil du vom Roten nur eine Strichzeichnung hast !!
Verwendest du ein Rotfilter, welches Grün um den Faktor 10
abschwächt, kannst du so belichten, dass beide Anteile bis 10
Aussteuern.
Ist mir schon klar, was Du meinst. Und genau davon rede ich. Du machst eine Belichtungsreihe - sagen wir 5 Fotos. Dabei wird das Erste so unterblichtet, das Grün gerade noch zu erkennen ist. Beim nächsten Foto belichtest Du etwas länger, usw. Natürlich ist beim am längsten belichteten Foto grün total „ausgefressen“ aber dafür rot richtig belichtet.
Und diese 5 Bilder setzt Du im Photoshop mittels DRI-Technik zu einem ausgeglichen belichteten Foto zusammen.
Willkommen in der Welt der digitalen Technik.
Willkommen in der Welt der EBV.
MfG Peter(TOO)
Gruß Jürgen
Hallo Jürgen,
Ist mir schon klar, was Du meinst. Und genau davon rede ich.
Du machst eine Belichtungsreihe - sagen wir 5 Fotos. Dabei
wird das Erste so unterblichtet, das Grün gerade noch zu
erkennen ist. Beim nächsten Foto belichtest Du etwas länger,
usw. Natürlich ist beim am längsten belichteten Foto grün
total „ausgefressen“ aber dafür rot richtig belichtet.
Und diese 5 Bilder setzt Du im Photoshop mittels DRI-Technik
zu einem ausgeglichen belichteten Foto zusammen.
Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, das Bild im RAW-Format zu speichern. Andernfalls vernichtet die Komprimierung noch zusätzlich Informationen.
MfG Peter(TOO)