am Wochenende habe ich mal unsere Dachrinne nach 5 Jahren erstmalig von Schmutz befreit.
Was ich vorfand war nicht viel, etwas Vogelkot und ein klein wenig Moos.
Da es meine ‚Erstbesteigung‘ war, ist mir aufgefallen, dass im Ablauf keinerlei Sieb oder Filter war, der Schmutz abhält, d.h., dass das ganze Zeug direkt in die Zisterne wandert.
Hier meine Frage, muss man hier nicht Vorkehrungen treffen?
Ich frage auch deshalb, weil ich gesehen habe, dass das Dach Moos ansetzt und das nicht ganz knapp. Und das wird sich voraussichtlich mit der Zeit auch durch Starkregen und Hagel lösen und irgendwann Richtung Zisterne alles abdichten.
Vielelicht bin ich aber auch ein wenig überängstlich…?
Vor der Zisterne sollte sich ein besser zugänglicher Grobfilter befinden, für den man nicht immer erst aufs Dach steigen muss.
Wenn nicht, dann sollte man das nachrüsten. Baulich sollte das jederzeit möglich sein.
Filter (Siebkorb) im Rinnenablauf direkt ist eine zweischneidige Sache. Es beugt sicher Verstopfung des Fallrohres und Grundleitung vor.
Sorgt aber auch schneller für Rinnenüberlauf und damit Durchfeuchtung der Fassade (das wollte man mit Rinne gerade vermeiden).
Man muss also Rinne viel öfter warten wenn man Siebeinsätze verwenden will. Mindestens im Herbst bei Beginn und Ende des Blattfalls muss man die Rinne prüfen und säubern.
Bei sehr viel Moosansatz (Nordseite,Schatten von hohen Bäumen) wäre zu überlegen,ob man das Gröbste an Moos nicht mit harten Besen abkratzt oder gar eine Hochdruckreinigung vornimmt. Das Moos drückt die Pfannenfälze auf und sorgt für Undichtigkeit. Sehr langfristig kann es die Pfannen zerstören.
Am besten macht man die mechanische Reinigung bei langer Trockenheit, dann sind die Moosbatzen nämlich fast schon lose und gehen leicht abzufegen.
Ob man es selbst machen kann, hängt von Höhe, Dachneigung und eigenem Geschick ab.
Du hast recht, die Gefahr, dass die Dachrinne überläuft ist wahrscheinlich größer
und wahrscheinlicher.
Ob es unten einen Filter gibt, muss ich prüfen.
Den müsste man ja sicher auch ab und an reinigen, sonst läuft das Wasser direkt in den Kanal bilde ich mir ein.
Mal sehen, ob ich noch jemanden vom Verkäufer finde, der mir dazu etwas sagen kann…
Ein Grobfilter vor der Zisterne hat nicht zwangsläufig etwas mit einem Notüberlauf zu tun.
Kann aber so sein. Wenn Filter dicht, dann steigt das ankommende Regenwasser vom Dach an und läuft seitlich ins Siel weg.
Solche Filter sind z.B. in einem extra Schacht vor der Zisterne untergebracht, natürlich viel kleiner und niedriger. Es müsste dann einen weiteren Zugangsdeckel geben. Da ist dann ein herausnehmbarer Fangeimer drin.
Es kann auch in der Hauptkammer einen hängenden Fangkorb geben, der vor dem Zulaufrohr sitzt und an Kette/Seil über den Zisternendeckel herausgenommen werden kann.
d.h., dass das ganze Zeug direkt in die Zisterne wandert.
Nur wenn kein Filter im Zulauf zur Zisterne eingebaut wurde.
Hier meine Frage, muss man hier nicht Vorkehrungen treffen?
Es empfiehlt sich, in Abhängigkeit davon, wozu das Zisternenwasser genutzt wird.
Ich frage auch deshalb, weil ich gesehen habe, dass das Dach
Moos ansetzt und das nicht ganz knapp. Und das wird sich
voraussichtlich mit der Zeit auch durch Starkregen und Hagel
lösen und irgendwann Richtung Zisterne alles abdichten.
Es gehört ein Gitter oder Lochblech als Abdeckung auf gesamter Länge auf die Rinne (und nicht erst als Korb in den Einlauf des Fallrohrs):
Feinteile gehen mit dem Wasser durch (und werden im Zisternenfilter abgeschieden), Blätter, tote Vögel etc. bleiben auf dem Gitter liegen und werden spätestens beim nächsten Sturm verweht.