Hallo!
Das es an dem Alkohol liegt glaube ich nicht umbedingt, denn
der ist ja eigentlich nur dazu da, schnell zu verdunsten damit
die „Tinte“ schnell trocknet.
Ich würde sagen, so ein Filzstiftstrich ist ein Fleck mit Rand. Wie man bei anderen Flecken auch sehen kann, breitet sich die Farbe aus, und dort, wo das Lösungsmittel anfängt zu verdunsten, bildet sich der Rand, weil sich der Farbstoff dort staut.
Bei Filzstiften sieht man die
Linien und Kreuzungen ja nur deswegen, weil z.B an der stelle
wo sich 2 Linien kreuzen ist ja mehr Tinte vorhanden, dadurch
erscheint die Farbe kräftiger.
Wenn nun der neue Filzstift auf Alkoholbasis die Farbe beim drübermalen immer wieder ein wenig anlöst, würden die Ränder verschwinden, zumindest teilweise. Wenn die Vedunstung schneller geschieht als bei den anderen Filzstiften, würde diese Aufkonzentrierung der Farbe im Randbereich auch geringer ausfallen.
Bei dem „neuen“ Stift liegt das denke ich daran, dass die
Farbe ansich einfach viel wirkungsvoller ist. Also quasi
besser deckt.
Ich denke, sie verteilt sich einfach besser. Vergleich Aquarellmalerei: Bei den klassischen wasserlöslichen Farben kann man die Ränder auch beobachten. Malt man jedoch drüber, werden die Ränder wieder angelöst und verschwinden. Der Rand ist nur am Übergang zum Papier, das immer trocken war, zu sehen. Nimmt man Seidenmalfarben oder Airbrushfarben oder sonst etwas, das wasserlöslich auftrocknet, zum Aquarellieren, dann bleiben einem alle Ränder erhalten.
Normale Filzstifte sind ja auch für Kinder
gemacht und basieren deswegen auf natürlicher Basis (nehme ich
mal an) und solche Farben sind eben meist nicht so deckend.
Ob nun die Kids nach dem Kunstunterricht alle durch den Schulhof torkeln?
Malen als einschlaffördernde Aktivität?
Gruß, Claudia