Filzstiftlinien

Liebe Wissende,

ein Schüler fragte mich neulich Folgendes:
normalerweise machen Filzstifte, wenn man Flächen ausmalt, Strukturen, d.h. man sieht in welche Richtung man gemalt hat und wo sich Linien kreuzen und überschneiden.
Nun gibt es aber einen Stift, mit dem man Flächen ausmalen kann, ohne dass dieses passiert.
Woran liegt das? - Der Schüler meinte es hänge damit zusammen, dass dieser neue Stift auf Alkoholbasis produzierte Farbe nutze…
Kann mir jemand eine (möglichst verständliche) Erklärung liefern oder mir einen Tipp geben, an wen ich mich wenden kann?

Danke für alle Hinweise!
Gruß, Matuja

Das es an dem Alkohol liegt glaube ich nicht umbedingt, denn der ist ja eigentlich nur dazu da, schnell zu verdunsten damit die „Tinte“ schnell trocknet. Bei Filzstiften sieht man die Linien und Kreuzungen ja nur deswegen, weil z.B an der stelle wo sich 2 Linien kreuzen ist ja mehr Tinte vorhanden, dadurch erscheint die Farbe kräftiger. Und die Linen sieht man ganz einfach auch deswegen. Ok es kommt dann noch hinzu wie schnell man mit dem Stift malt.
Bei dem „neuen“ Stift liegt das denke ich daran, dass die Farbe ansich einfach viel wirkungsvoller ist. Also quasi besser deckt. Normale Filzstifte sind ja auch für Kinder gemacht und basieren deswegen auf natürlicher Basis (nehme ich mal an) und solche Farben sind eben meist nicht so deckend.

Ich weiss nicht ob das richtig ist, was ich gerade von mir gelassen habe, aber ich denke es hört sich recht plausibel an :smile:

Hallo Matuja: Der im Filzstift in einem Lösungsmittel (Ethanol, oder …) gelöste Farbstoff ist organisch synthetisch („künstlich“) hergestellt. Der besser deckende Filzstift könnte den Farbstoff in höherer Konzentration enthalten und/oder ein Lösungsmittel(-Gemisch) enthalten das geringer viskos ist und daher schneller ausfliesst und ev. sogar etwas "zerfliesst. Frag beim Hersteller nach! Gruss

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Das es an dem Alkohol liegt glaube ich nicht umbedingt, denn
der ist ja eigentlich nur dazu da, schnell zu verdunsten damit
die „Tinte“ schnell trocknet.

Ich würde sagen, so ein Filzstiftstrich ist ein Fleck mit Rand. Wie man bei anderen Flecken auch sehen kann, breitet sich die Farbe aus, und dort, wo das Lösungsmittel anfängt zu verdunsten, bildet sich der Rand, weil sich der Farbstoff dort staut.

Bei Filzstiften sieht man die
Linien und Kreuzungen ja nur deswegen, weil z.B an der stelle
wo sich 2 Linien kreuzen ist ja mehr Tinte vorhanden, dadurch
erscheint die Farbe kräftiger.

Wenn nun der neue Filzstift auf Alkoholbasis die Farbe beim drübermalen immer wieder ein wenig anlöst, würden die Ränder verschwinden, zumindest teilweise. Wenn die Vedunstung schneller geschieht als bei den anderen Filzstiften, würde diese Aufkonzentrierung der Farbe im Randbereich auch geringer ausfallen.

Bei dem „neuen“ Stift liegt das denke ich daran, dass die
Farbe ansich einfach viel wirkungsvoller ist. Also quasi
besser deckt.

Ich denke, sie verteilt sich einfach besser. Vergleich Aquarellmalerei: Bei den klassischen wasserlöslichen Farben kann man die Ränder auch beobachten. Malt man jedoch drüber, werden die Ränder wieder angelöst und verschwinden. Der Rand ist nur am Übergang zum Papier, das immer trocken war, zu sehen. Nimmt man Seidenmalfarben oder Airbrushfarben oder sonst etwas, das wasserlöslich auftrocknet, zum Aquarellieren, dann bleiben einem alle Ränder erhalten.

Normale Filzstifte sind ja auch für Kinder
gemacht und basieren deswegen auf natürlicher Basis (nehme ich
mal an) und solche Farben sind eben meist nicht so deckend.

Ob nun die Kids nach dem Kunstunterricht alle durch den Schulhof torkeln?
Malen als einschlaffördernde Aktivität?

Gruß, Claudia

1 „Gefällt mir“

Hallo Paul!

Danke für Deine Antwort! - Allerdings weiß ich nicht, was viskos ist… ? Sagst Du´s mir? fragt Matuja

Hallo Matuja: Der im Filzstift in einem Lösungsmittel
(Ethanol, oder …) gelöste Farbstoff ist organisch synthetisch
(„künstlich“) hergestellt. Der besser deckende Filzstift
könnte den Farbstoff in höherer Konzentration enthalten
und/oder ein Lösungsmittel(-Gemisch) enthalten das geringer
viskos ist und daher schneller ausfliesst und ev. sogar etwas
"zerfliesst. Frag beim Hersteller nach!

Hallo Claudia,

Deine Überlegungen klingen meiner Ansicht nach sehr logisch!
Dankeschön!

Gruß Matuja

Hallo!

Viskosität ist ein Maß für das Fließverhalten einer Flüssigkeit, quasi für die Zähigkeit dieser. Honig beispielsweise hat die Eigenschaft, dass es hochviskos (dickflüssig) ist. Wasser hingegen besitzt eine niedrige Viskosität, ist also dünnflüssig.

mfg Dirk

Danke !!! o.w.t.
.

Lackstift ?
Hallo,

zusätzlich zu den anderen Antworten, es kann auch sein dass der Stift mit einem Lack arbeitet, heisst nicht mit einem Farbstoff der gelösst ist, sondern mit einem pigmentierten System, da sind die farbgebenden Substanzen nicht in der Schreibflüssigkeit gelöst, sondern kleinste Partikel in einer Dispersion. Solche Stifte gibt es schon länger, z.B. von Edding, die muss man aber vorher schütteln dabei werden die Pigmente wieder gut verteilt im LAck.

Pigmentierte Systeme sind deckend, Farbstoffhaltige transparent.

Viele Grüsse

Mike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]