Hallo liebes Forum,
brauche dringend Eure Hilfe!!
werde demnächst, nach 9 Jahren, wohl Insolvenz anmelden müssen.
Meiner Firma geht es zwar nicht schlechter als vor Jahren, ich kam aber nie
so richtig von meinem überzogenen Kontostand, trotz guter Auftragslage,
runter, bedingt durch:
- wenig Gewinn, da Preise am Markt kaputt
- allgemeine schlechte Zahlungsmoral
- bereits Forderungsverluste von 50.000.-€, die ich nicht mehr erhalten werde,
da einige meiner Kunden insolvent wurden. - zudem vierteljährliche Abbuchungen aus Existenzgründungs-Darlehen und aus Kauf des Betriebsgeländes,
von ca. 16.000.-€.
Dadurch konnte ich nur wenig Eigenkapital aufbauen, habe aber, trotz der hohen vierteljährlichen Abbuchungen für Existenzgründung usw., meinen Kontostand zwischenzeitlich immer wieder zurückführen können.
Jetzt, wohl durch Basel II bedingt, wollte meine Bank prüfen, ob sich alles noch lohnt.
Die Bank vermutete, dass eine Überschuldung vorliegt.
Also musste mein Steuerberater innerhalb einer ca. Woche zwei Bilanzen nebst zusätzlicher Unterlagen, wie positive Prognose, Vermögensübersicht, Überschuldungsbilanz, Auftragsbestand, Debitoren-Kreditoren usw. erstellen.
Dies wurde meiner Bank vorgelegt und es sollte innerhalb einer Woche darüber entschieden werden, ob meine Bank noch mitspielt oder nicht.
Eine Überschuldung, seitens der Zahlen meines Steuerberaters, lag nicht vor.
Kurzform:
Erst auf meiner Anfrage hin, nach ca. 2 Wochen, wurde mir telef. vorab mitgeteilt, dass die Bank wohl nicht mehr
mitspielt, da sie einige Zahlen anders sehen und eine Überschuldung vorliegt.
Daraufhin wartete ich auf dass offizielle Schreiben, wonach ich dann 3 Wochen Zeit habe, Insolvenz anzumelden.
Zwischenzeitlich habe ich, wie gehabt viele Aufträge entgegengenommen, jedoch weiter vergeben, damit ich selbst kein Material einkaufen musste, da ich in dieser Phase in der Luft hing und ich keinen meiner Lieferanten mit reinreißen wollte.
Die Auftragslage ist weiterhin sehr gut, nur habe ich jetzt eine geringere Handelsspanne, als wenn ich selbst
produziert hätte.
Habe zu diesem Zweck ein anderes Konto eröffnet, um Handelsware gegenüber meinen Lieferanten auch pünktlich bezahlen zu können.
Jetzt, nach 4 Wochen, hat mir meine Bank nun offiziell die Kredite gekündigt.
Was mache ich jetzt??
Zusätzliches Problem:
Durch die vielen Arbeiten meines Steuerberaters, ist dessen Honorarforderung nun erheblich.
Er will sein Geld, welches sich, wegen der Forderung durch die Bank, auf ca. 9.000.- € beläuft.
Ihm war aber auch immer bewusst, dass ich soviel Geld auf einmal nicht bezahlen konnte.
Da ich zwar Außenstände habe, die aufgrund der schlechten Zahlungsmoral, nur schleppend reinkommen, ich
aber andererseits mein Geschäftskonto nicht weiter überziehen kann, konnte ich nur teilweise a.Kto.
Zahlungen, in Höhe von bislang ca. 3000.- €, leisten.
Da meine Kunden mich immer wieder vertrösteten, musste ich dies gegenüber meinem Steuerberater und auch anderer Lieferanten ebenfalls so handhaben. Habe immer mit offenen Karten gespielt.
Vor 2 Wochen hat mein Steuerberater dann per Fax sein Mandat niedergelegt.
(Er wollte wohl Druck ausüben, das es Ihm wirtschaftlich ebenfalls sehr schlecht geht.)
Das Finanzamt mahnt auch schon die Umsatzsteuerabgabe usw. an, da mein Steuerberater seit ca. 3 Monaten
Die Bücher nicht mehr bearbeitet bzw. gebucht hat.
Was soll ich jetzt machen?
Frage:
- Mein Steuerberater macht nichts mehr, (kann ich verstehen…)
- Aber das Finanzamt mahnt Beträge und Versäumniszuschläge an…, droht mit Eintreibung…
- Es werden keine monatlichen Buchungen getätigt bzw. keine UST-Erklärungen abgegeben…
- Wann muss ich Insolvenz anmelden…
- Was passiert mit den noch laufenden Aufträgen, die ich weiterhin erfüllen und auch bezahlen kann…
- Was mache ich gegenüber dem Finanzamt, kann oder muss ich selbst die Bücher weiterführen…
- Was muss ich gegenüber dem Finanzamt erklären, damit ich erst Ruhe habe…
Auch wenn dieser Text vielleicht zu lang und trotzdem unvollständig ist, bitte ich dringend um Eure Hilfe!
Vielen Dank.
Asandre