Hallo, wir haben grade in BRC folgende Aufgabe an der ich ein wenig hänge:
Erläutern Sie, welche Schritte notwenig sind, um von den Zahlen der Finanzbuchhaltung (Gewinn- und Verlustrechnung) zu den Zuschlagssätzen der Kalkulation zu gelangen.
In der Theorie ganz einfach. Die GuV stellt Aufwand und Ertrag gegenüber, die KLR die Kosten und Leistungen. Das heißt, aus der GuV dürfen nur die Aufwendungen und Erträge genommen werden, die auf den eigentlichen Betrieb entfallen. Typisch für ausserordentliche oder betriebsfremde Erträge wären z. B. Spekulationsgewinne aus Aktien. Danach werden die kalkulatorischen Anderskosten bzw. Zusatzkosten hinzugenommen.
Um dann auf die Zuschlagssätze zu kommen benötigt man den BAB (Betriebs-Abrechnungs-Bogen). Dieser verteilt die Gemeinkosten auf die Kostenstellen Material, Fertigung, Vertrieb und Verwaltung. Die verteilten Gemeinkosten werden mit den jeweiligen zurechenbaren Einzelkosten ins Verhältnis gesetzt. Das ergibt dann die Zuschlagssätze. In den Aufgaben ist meistens der Materialgemeinkostenzuschlagsatz zwischen 10 und 30 %, der Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz zwischen 100 und 150 %.
Noch ein wenig genauer. Die Gemeinkosten werden z. B. anhand der beöntigten Fläche, der verbrauchten Energie oder sonstigen Verhältnissen umgelegt. Sind Hilfskostenstellen mit im Spiel, werden diese mithilfe von der Anbaumethode, Stufenleitermethode oder mithilfe der linearen Gleichung auf die Hauptkostenstellen umgelegt.
So mal der ganz grobe Überblick. Wenn du noch fragen hast, einfach melden.^^