Ich muß mich nun bald für ein Studienfach entscheiden und weiß nicht weiter…
Was wäre das Richtige, wenn man sich für die drei angegeben Gebiete interessiert??
Ist BWL das richtige und was sollten die Voraussetztungen sein, um in BWL erfolgreich zu sein…
Help
Hallo Anna,
für beruflichen Erfolg, vor allem im „Business“ ist neben den fachlichen Voraussetzungen auch die persönliche Eignung wichtig.
Ein Kaufmann, der sich nicht vor 20 Leute stellen kann und (wenn nötig auch improvisiert) eine kleine Präsentation halten kann, kann fachlich noch so gut sein, er wird (leider) nicht nach oben kommen.
Marketing kann man sich meiner Meinung nach auch noch im Job aneignen, da die Theorie des Marketing gut über Bücher angelesen werden kann.
Finanzen ist eine wichtige Sache, denn wer es nicht bereits im Studium / Ausbildung begriffen hat, der lernt’s hinterher kaum noch (oder nur mit viel Aufwand).
=> es gibt Gerüchte, dass die meißten BWL’er nicht rechnen können.
Wenn man später hoch hinaus will, sind Finanzen aber ein sehr wichtiges Thema und man sollte damit umgehen können.
Aber: es ist nicht unbedingt der einfachste Teil des Studiums.
Management ist im Job ganz wichtig, lohnt sich aber nur dann, wenn die persönlichen Fähigkeiten gegeben sind. Es nützt keinem etwas, Management studiert zu haben und hinterher lebenslang Sachbearbeiter zu sein, weil man menschlich nicht für’s Management geeignet ist. Man muß sich dann nämlich über die fachliche Schiene durchsetzen => Fachwissen ?
Das Wichtigste ist, dass Du erkennst, ob BWL überhaupt Dein Ding ist. Die meißten kriegen spätestens beim 1. Praxissemester die ersten Depressionen, da Theorie und Praxis in kaum einem anderen Beruf soweit auseinanderliegen.
=> mach vorher unbedingt ein Praktikum oder versuche für ein paar Monate in einem Betrieb (möglichst Industrie) zu arbeiten (zwischen Abitur und Studium ?). Evtl. würde ich auch eine kaufmännische Ausbildung vorschlagen (verkürzen auf 2 Jahre geht). Du hast dann auch eine hervorragende praxisnahe Basis für das Studium => viele, die noch nie in einer Firma gearbeitet haben, haben Probleme, den Sinn zu verstehen (errinnert Dich das an Mathe usw.?). Diese Ausbildung bleibt Dir auch dann erhalten, wenn Du merkst, dass die Fachrichtung nicht so ganz Dein Ding ist und Du doch lieber was anderes Studieren willst => Doppelqualifikation und nie wieder Probleme mit Papierkrieg.
Ausserdem hast Du dadurch 2 Jahre Zeit, Dich für Deine zukünftige „Laufbahn“ zu entscheiden.
Wenn du unbedingt sofort studieren willst (Motto: mir dauern die 2 Jahre zu lang), dann spezialisiere Dich nicht gleich von Anfang an => informieren über die Studiengänge und Wechselmöglichkeiten.
Grüsse
Sven
Moin!
Wenn Du Dich für BWL entscheidest solltest Du wissen, dass Du viel mit Zahlen bzw. Formeln zu tun haben wirst. Du solltest also gut in Mathe sein, dass macht es einfacher. Ansonsten kannst Du Dich für ein Schwerpunktfach entscheiden, dass Du dann vetiefst. Das könnte Marketing oder Finanzen sein. Also von den Interessen her liegst Du da schon richtig.
Hinterher kannst Du dann in der Industrie (nahezu weltweit) anfangen, in dem Bereich, der Dein Schwerpunkt ist. BWL ist also, gegenläufig zur allegemeinen Meinung sehr vielseitig. O.K., es studieren viele Menschen BWL, aber es gibt auch viele Jobs hinterher! Und so trocken ist BWL nun auch nicht, als dass man es nicht durchziehen könnte…
Du kannst auch an eine EBS (european business school) gehen, dort ist alles mehr international orientiert, auch nicht schlecht. Wenn Du hinterher sowie ins Ausland willst, ist das bestimmt auch nicht schlecht!
Bei meer Fragen ruhig mailen!
Manuel