Finanzielle Unterstützung nach Studium

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich der finanziellen Unterstützung nach dem Studium.

Ich werde im März 2009 meinen Magisterabschluss machen und im folgenden Monat 28 Jahre alt sein.

Ich wohne derzeit noch bei meinen Eltern, die beide arbeiten (ich bin Einzelkind), mich jedoch aufgrund ihrer eigenen finanziellen Sitation nicht unterstützen können (ich habe nebenbei immer gejobbt).

Ich bin seit ich 25 Jahre alt bin nicht mehr familienversichert, sondern muss meinen Anteil selbst zahlen.

Nun würde mich interessieren, wie die Sachlage aussieht, wenn ich nach dem Studium keine feste Anstellung haben, evtl. ein Praktikum machen sollte - habe ich dann Anspruch auf finanzielle Unterstsützung und falls ja, welcher Art? Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus?

Wann müsste ich mich beim Arbeitsamt melden - nach und bereits vor der Exmatrikulation?

Über Antworten und Tipps würde ich mich sehr freuen.
Melissa

Hallo,

Nun würde mich interessieren, wie die Sachlage aussieht, wenn
ich nach dem Studium keine feste Anstellung haben, evtl. ein
Praktikum machen sollte - habe ich dann Anspruch auf
finanzielle Unterstsützung und falls ja, welcher Art?

Praktika werden häufig durch die Arbeitsagentur gefördert - frag mal nach. Ebenso übernehmen sie teilweise Bewerbungskosten (Porto, Anfahrt - falls nicht vom potentiellen Arbeitgeber gezahlt, etc.).

Die Arbeitsagentur ist auch dein Ansprechpartner, wenn es um die finanzielle Unterstützung mangels Arbeit geht. (Früher wäre das Sozialamt zuständig gewesen).

Wann müsste ich mich beim Arbeitsamt melden - nach und bereits
vor der Exmatrikulation?

Wenn Arbeitslosigkeit droht, soll man sich bereits drei Monate VOR deren eintreten melden. So weißt du dann auch schon, welche Unterlagen du benötigst etc. für die Antragsstellung, bis das erste Geld kommt, dauert es sonst vielleicht auch zu lange für dich.

Meine Erfahrung, als ich vor diesem „nichts“ nach dem Abschluss stand: Das Amt hatte eine Kooperation mit einer Leiharbeitsfirma, ein Anruf, keine 15 Minuten später hatten die für mich einen Vorstellungstermin ausgehandelt - für einen Job zu miserablen Konditionen. Sinnvolle Bewerbungen, wichtige Vorstellungsgespräche wären kaum möglich gewesen… Kümmere dich also auch selbst um deinen Unterhalt (z.B. nicht nur das „normale“ Arbeitsamt, sondern auch die Jobvermittlung etc.)
(Ämter abklappern sollte man aber, einfach nur, um den Nachweis für Rente, Steuern, etc. zu haben.)

Überlege dir auch, ob es nach dem Studium sinnvoll wäre, dich für ein weiteres Fach zu immatrikulieren… Würde dir dieses Vorgehen Vorteile bringen? Bessere Berufsaussichten, Nutzung der studentischen Jobvermittlung, …

Hallo Melissa,

wenn du in den letzten 2 Jahren versicherungspflichtiger Arbeit nachgegangen bist (neben dem Studium), hast du ganz regulär Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dafür meldest du dich am besten schon vor der Exmatrikulation beim zuständigen Arbeitsamt.
Solltest du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben (also vorher weniger gearbeitet haben, z.B. nur auf 400€-Basis), dann kannst du ALG2 beantragen (beim Sozialamt, Arge, oder wie es bei dir auch heißt). Krankenversicherung übernimmt in beiden Fällen das Amt. Wenn du eine Praktikumsstelle findest, kannst du das mit deinem Sachbearbeiter (neudeutsch auch ‚Fallmanager‘) absprechen und bekommst u.U. auch in der Zeit Leistungen vom Amt.

In beiden Fällen ist es sinnvoll einen Antrag schon vor der Exmatrikulation zu stellen, denn die Bearbeitung dauert schon mal gerne 4 bis 8 Wochen.

LG,
Sasy… die im Moment ALG2 bekommt, im Bewerbungsmarathon steckt und nebenbei auf ihr Magisterzeugnis wartet :smile: