ist es vorteilhafter eine Eigentumswohnung (zur Vermietung) zu finanzieren, um die Zinskosten abschreiben zu können? Oder sollte man den Kaufpreis bar bezahlen, weil die Einnahmen aus dem Zinsguthaben niedriger sind als der eff. Zins für die Imobilie?
Werte/r Anfragende/r
ich setze voraus, dass Sie im Rahmen des Ankaufs liquide sind, um die ETW voll bezahlen zu können, so sugeriert zumindest Ihre Frage.
Zunächst weise ich darauf hin, dass nicht jede ETW, die zum Verkauf angeboten wird, ihren Preis auch wert ist. Des weiteren stellt sich die Frage, wer denn Verkäufer der ETW ist. Sollte es eine Immobilienfirma sein, so sollten Sie vorab den Wert der Immobilie einschätzen lassen. Hier könnte, zumindest auf den kalkulierten Bodenpreis, der für Ihre Region zuständige Gutachterausschuß behilflich sein, evtl. sogar bezogen auf die Gesamtbewertung. Zu finden ist der in der jeweiligen Kreisverwaltung.
So, zur eigentlichen Frage: Eine ETW kann auch Ärger bzgl. der Vermietung mit sich bringen. Auch darüber sollten Sie sich im Klaren sein.
Da ich keinerlei Kentniss über Ihre Liquidität habe, sollten Sie das Thema mit Ihrem Steuerberater des Vertrauens erörtern. Nicht mit einem, den evtl. ein Immobilienverkäufer im Schlepptau hat. Steuerliche Aspekte spielen bei Ihrer Frage die ausschlaggebende Rolle. Bedenken Sie bei all Ihren Überlegungen auch an das Mietausfallwagnis. Bei einer sicheren Kapitalanlage würde Ihnen zumindest der Kapitalertrag bleiben.
Bei weiteren Fragen sollten Sie sich einfach nochmal melden.
Gruß
W. Hölker
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Guten Morgen Herr Höcker,
vielen Dank für Ihre Antwort!
Abgesehen von der Immobilie, interessiert mich, ob es günstiger ist ein Objekt zu finanzieren oder bar zu bezahlen, vorausgesetzt natürlich Kapital ist genug vorhanden (auch ohne sich zu verausgaben).
Wenn die Zinsen, die man bei einer Bank bekommt bei z.B. 4% liegen und der eff. Bankzins für die Immobilie auch bei 4% liegt, dann ist es m. E. günstiger das vorhandene Kapital in die Immobilie zu stecken, denn von den 4% geht die Hälfte ans Finanzamt und soviel macht die Steuerersparnis bei einer Finanzierung doch gar nicht aus. Würde mich freuen, wenn Sie mir da zustimmen oder vom Gegenteil überzeugen, was die Bank natürlich versucht 
Viele Grüsse
Hallo, konkret dass hatte ich damit gemeint, bzgl. des Mietausfallwagnisses.
Da ich Ihre steuerlichen Möglichkeiten nicht kenne, kann ich dazu recht wenig sagen. Es sollte Ihr Steuerberater jedoch können.
Also, man finanziert eine ETW zu 100%. Legt gleichzeitig das Kapital bei der Bank an. Beispiel: Summe 100.000 € Zins 4 % = 333,33 €, die auch steuerlich nutzbar sind.
Tilgung 2 % mtl. = 166,66 €.
Mithin eine „Belastung“ von mtl. 500,00 €
Dagegen kann man natürlich die Mieteinnahmen setzen. Bei gleichen Zinseinkünften geht die Rechnung auf.
A B E R!!! Es gibt „k e i n e“ Eigentumswohnung, wo die Eigentümer nicht auch noch in den Rücklagentopf zahlen müssen!!! Diese Kosten sind ebenfalls „n i c h t“ steuerlich absetzbar!!!
Es wird aus der Sicht nicht funktionieren. Allerdings stellt sich folgende Frage: Was verbleibt bei der Kapitalanlage nach Abzug der Steuern? Hat man genügend „gesichert“ angelegt? Besteht die Gefahr des totalen Geldverlustes bei der Anlageform?
So, und da wäre „mein ganz persönlicher Ansatz“.
Wenn ETW oder Immobilie, dann eine, die, nach Lage, Umfeld, Infrastruktur, der Gegend, Alter und ganz ganz wichtig, dem derzeitigen Preis, eine Wertsteigerung möglich macht.
Die Immobilie würde ich allerdings „unter keinen Umständen“ über oder durch: eine Bank, einen Immobilienersteller noch weniger von einer Fondsgesellschaft erwerben!!!
Es käme für mich ausschließlich eine von privat oder durch eine Versteigerung in Frage.
Bei Versteigerung Vorsicht!!! Immer zunächst „deutlich“ klären, ob das Rücklagenkonto ausgeglichen ist und wer die Verwaltung der Immobilie inne hat.
Zu Ihrer Info und der möglichen Wertsteigerung. Würden Sie ein 50 m² ETW „in Berlin“ für 35.000 € kaufen?
Falls ja, nenne ich Ihnen im Nachgang eine Möglichkeit, diese erwerben zu können.
Viel Erfolg bei Ihrer Meinungsfindung.
Bei Rückfragen einfach nochmal melden.
W. Hölker
PS.: www. dga-ag.de
bei den finanziellen Möglichkeiten die Sie
haben, zeigen sich ganz andere Einstiegswege.
Hallo zusammen,
also tut mir leid da kann ich nicht helfen, ausser
das ich mir nie im leben eine Immobilie zum vermieten
kaufen würde - ich kenne einige aus meiner bekanntschaft die haben damit nur schlechte Erfahrungen gemacht -
hab ich dauerhaft einen solventen und ordentlichen Mieter ?
Wird mein Mieter mal arbeitslos - kann nicht mehr zahlen? - wie schnell krieg ich ihn raus ?
das deutsche Mietrecht kennt eigentlich nur Verpflichtungen für den vermieter, der Mieter hat freie Hand ?
das würde ich mir gut überlegen !!!
Rolf
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