Finanzierung 'Betreutes Wohnen' - machen wir nicht

Hallo, ihr lieben Wissenden,

ein guter Bekannter erzählte ziemlich ratlos, dass seine Hausbank prinzipiell
abgelehnt hatte, die ETW zu finanzieren, die er für seine Mutter erwerben will.
(Betreutes Wohnen.) Das sei nicht mal eine Bonitätsfrage, hieß es, denn der
Bekannte ist nicht unvermögend. Sicherheiten wären genügend da. Er muss quasi
nur zwischenfinanzieren, bis das elterliche Haus verkauft ist.

Die generelle Weigerung hinge damit zusammen, dass es bei diesen Betreutes-
Wohnen-Wohnungen am Wiederverkaufswert hapere, hätte der Herr auf der Bank
gesagt. (Was eigentlich nicht das Problem der Bank sein sollte, wenn der Kunde
genügend andere Sicherheiten hat, oder? Dass er zahlen kann, ist keine Frage.)

Mein Bekannter ist verunsichert und fragt sich, ob mit „Betreutes Wohnen“
generell was nicht koscher ist, weil die Bank sich so ziert. Denn es ist doch
ungewöhnlich, dass die Bank unabhängig von der Bonität des Kunden für ein
bestimmtes Vorhaben einen Kredit verweigert.

Im Moment verhandelt er mit anderen Banken, die zugänglicher zu sein scheinen.

Weiß jemand, was es, außer der Bonität des Bankkunden, noch für Kriterien für
eine Kreditvergabe gibt? Das Lebensalter des Kreditnehmers - Ende 50 -
vielleicht?

Schon jetzt vielen Dank
LG
Edith

Hallo Edith,

wenn die eine Bank nicht will, dann geh zu einer anderen.
Nur wenn alle Banken sich ziehren, gibts ein Problem.
Einige Sachbearbeiter haben bei bestimmten Konstellationen Probleme, ein anderer, selbst bei der gleichen Bank, nicht.

Wenn die Bonität stimmt und andere Sicherheiten da sind, sollte es prinzipiell keine Probleme geben.

Banken gibt genug.

Gandalf

Hi,

wenn die eine Bank nicht will, dann geh zu einer anderen.
Nur wenn alle Banken sich ziehren, gibts ein Problem.
Einige Sachbearbeiter haben bei bestimmten Konstellationen
Probleme, ein anderer, selbst bei der gleichen Bank, nicht.

das könnte daran liegen, daß da Menschen arbeiten und keine Maschinen. Wenn es doch mal Maschinen sind, dann tritt der Artikel „Kreditablehnungsgründe“ weiter unten in Kraft.

Wenn die Bonität stimmt und andere Sicherheiten da sind,
sollte es prinzipiell keine Probleme geben.

Prinzipiell sind Sicherheiten nur das wert, was im Ernstfall für sie von Dritten dafür bezahlt wird. Der Liquidationswert liegt erfahrungsgemäß bei unter 50% dessen, was ursprünglich veranschlagt wurde. Insofern gibt es bei jedem Kredit genug Gründe, ihn abzulehnen, wobei das schon der falsche Ansatz ist. Eigentlich sollte es überhaupt erst einmal Gründe geben, ihn zu machen und da tun sich viele Vertriebsleute sehr schwer. Daß das Geld unter die Leute gebracht werden muß, ist jedenfalls kein Grund, obwohl es komischerweise der Grund ist, der am häufigsten vorgebracht wird :wink:

Banken gibt genug.

Zuviele und das führt erstaunlicherweise dazu, daß immer mehr Kunden feststellen werden, daß sie den gewünschten Kredite nicht mehr bzw. zu schlechteren Konditionen erhalten werden. Das liegt und ergreifend daran, daß sich die Kreditinstitute in der Vergangenheit das Geschäft mit Kampfkonditionen abgegraben haben und zu wenig verdienen (und jetzt komme bitte niemand mit Ackermann und seinen Hirngespinsten).

Ganz groß in diesem Preiskampf waren bisher die Sparkasten, weil hinter diesen die Gewährträger (also Gemeinden und Kreise) standen. Diese Gewährträgerhaftung ist Mitte des Jahres ausgelaufen, so daß die Institute zukünftig für ihre Risiken selbst vorsorgen müssen, was die Kredite verteuern wird.

Gruß,
Christian

Vielen Dank für euren Input!
Merci, ihr lieben Wissenden,

mein Bekannter kriegt das jetzt mit Hilfe einer anderen Bank geregelt. Waren
wohl doch nur hauseigene Vorschriften oder individuelle Zickigkeiten und kein
prinzipielles Problem.

LG
Edith