Hallo Sebastian,
ich gratuliere Ihrer Bank, denn ich entnehme Ihrer Frage, daß Sie sich anscheinend dafür entschieden haben, die nächsten 25 - 30 Jahre für die Bank zu arbeiten.
Gibt es sonst noch Lebensziele ??
Meine Empfehlung, ist, keine unabsehbaren Risiken wie Finanzierungen auf lange Sicht einzugehen, (hier gewinnt nur der Verleiher), keine Dritten (Bank oder Versicherung) zu mästen, sich nicht zu verschulden sondern unter Umständen teilweise zu realisieren was man hat und den Ertrag evt. auf dem eigenen Grund und Boden zu veranlagen, somit
a das Grundstück insgesamt entweder auf Erbpacht an jemanden zu vergeben, der darauf baut
(braucht keine GmbH - keine Risiken - keine großen eigenen Aufwendungen - dafür kleiner Ertrag aber sicher) und 99 Jahre vergessen
b einen Teil des Gesamtgrundstückes abzugeben und für 80 % des Ertrages (Rest als Reservehaltung) eine Wohnung für sich (mit oder ohne Eigenleistung) mit zu errichten lassen, ohne zusätzlich einen cent aufzunehmen.
Ist die Wohnung zu klein, um sie selbst zu bewohnen, dann als schuldenfreies Eigentum vermieten.
Das minimiert das Risiko von Mietausfällen.
Es sollte sich aufgehen, was ausgegeben wird (inclusive Steuern) und was eingenommen wird - hier ist aber mit einem steuerlich versierten Berater (keine Versicherung und keine Bank) zu sprechen, der feststellt, welche steuerlichen Belastungen durch diese Transaktionen anfallen, damit man nachher nicht erstaunt ist, daß das Finanzamt mitnascht.
Was halten Sie denn davon, wenn die Bank die Euro 30.000,00 Mieteinnahmen jährlich einkassiert - DIE ERSTEN 10 JAHRE VERMUTLICH NUR FÜR ZINSEN !!! - und dann das Finanzamt daherkommt und nochmal Euro 15.000,00 für die Einkommenssteuer haben will ??
Das geliehene Geld kriegt die Bank, das Finanzamt die Steuern und der Eigentümer die Mietausfälle und die Instandhaltung und Reparaturen und Investitionen in die Zukunft - doch womit bezahlt man das bloß, wenn schon alles weg ist??
Also arbeiten wir für das Finanzamt? Oder doch die Bank ?
Große Pläne und große Risiken ohne spezielle Fachkenntnisse am Bau und in Finanzierung und Vermietung und Verwaltung und ohne mindestens Euro 400.000,00 bar in der Tasche würde ich das nicht anfassen.
Es wird genug „Berater“ geben, die die Grundstückswerte hoch setzen und die Baukosten verniedlichen und über Zusatzkosten und Nachträge nicht sprechen - was ist wenn Baubeteiligte Handwerker pleite gehen oder künftig Mietausfälle und Mietnomaden die schön gerechneten Einnahmen torpedieren ?
Muß dann die Familie herhalten ?
Das wäre ernüchternd und beschämend.
Ich rate zur Vorsicht und zu kleinen Brötchen - diese aber sicher und damit - gutes Gelingen.
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