Finanzierung eines Projektes z.B. durch Spenden

Hi,

unter welchen Voraussetzungen kann man Gelder, Spenden, Geldgeschenke für eine Firma annehmen? Bedarf es bei Spenden / Sponsoren immer eines Vereines bzw. ist bei Sponsoren eine Bannerwerbung als Austausch zwingend nötig?

Unwissend grüßend,

Romana

unter welchen Voraussetzungen kann man Gelder, Spenden,
Geldgeschenke für eine Firma annehmen? Bedarf es bei Spenden /
Sponsoren immer eines Vereines bzw. ist bei Sponsoren eine
Bannerwerbung als Austausch zwingend nötig?

Hallo Romana,

Du solltest Näheres über die Art Deines Projektes berichten. Wenn es nicht der Gewinnerzielung dient, sondern z.B. mildtätige Ziele verfolgt, den Sport oder die Wissenschaften fördert, kann es als gemeinnützig anerkannt werden. Nur dann hast Du eine Chance, an Spenden zu kommen.

Gruß
Wolfgang

Hi Wolfgang,

das hatte ich schon mal im aktuellen Forum ein paar Postings vorher getan. Es handelt sich dabei um ein multifunktionales Branchenbuch für den Gesundheitsbereich, das diese Woche nun endlich begonnen wird zu programmieren.

Naja, die Tage war ich etwas geschockt als ich einen Link von einer Bekannten bekam. Jemand hatte einen Teil dessen was ich mir ausdachte schon erfolgreich mit 10 Euro pro Jahreseintrag realisiert. Dabei sind die ersten 14 Tage noch kostenlos dort. Naja, wenn jemand nur 2 Wochen vorher immer Inserate schaltet… Und 10 Euro sind ja auch nicht gerade viel… Tja, und das Problem mit dem Geldverdienen kennt ja auch hier so manch einer. :smile: Im Internet wird sich sicherlich die Mentalität noch wandeln, daß alles umsonst sein muß bzw. daß es fast … jedenfalls negativ ist, für etwas zu bezahlen, das man auch irgendwo kostenlos bekommt. Und so scheint es hier zu laufen, die Leute bieten was kostenlos an, hoffen, daß wenn sie über entsprechende Seitenzugriffe verfügen, dann endlich Geld verlangen können. Doch just dann, verschwinden die (meisten) User wieder und suchen sich einen anderen… Ich habe nicht die Zeit, bis der Wandel im Denken hier stattgefunden hat.

Hm. Darf man denn in keiner Weise Geldgeschenke annehmen, ohne daß es gleich ein Verein ist?

Ciao,
Romana

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Darf man denn in keiner Weise Geldgeschenke annehmen, ohne
daß es gleich ein Verein ist?

Hallo Romana,

was Du vorhast, ist klipp und klar eine gewerbliche Tätigkeit. Die Einnahmen daraus sind ordentlich als Umsatzerlöse zu buchen und die Umsatzsteuer mußt Du ans FA abführen. Was könnte wen auch immer veranlassen, Dir Geld zu schenken? Na gut, jeden Tag kommen irgendwo Irre an, aber auf solche vage Hoffnung kannst Du kein Projekt gründen.
Die einfache Umbenennung einer Einnahme, Du taufst das Geld also „Geschenk“, ändert nichts daran, daß es sich um ganz normale Umsatzerlöse aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit handelt.

Du kannst Dich der allgemein vorherrschenden Umsonst-Mentalität anfänglich nicht entziehen. Sobald Du sofort Geld verlangst, ist Dein Projekt mausetot. Das Internet ist voller Verzeichnisse für alles nur Denkbare. Die meisten Machwerke sind aber den Mouseklick nicht wert. Deshalb gibt es für kostenpflichtige Angebote nur einen einzigen Weg:

  1. Qualität vom Allerfeinsten. Kurze Ladezeiten, keine überfrachteten Seiten, nur wenige Cookies, sie dürfen niemals lästig werden, nicht viel Blinkerei, übersichtlich. Keine Nötigung - die Seite muß sich mit dem Beenden-Button problemlos schließen lassen.
  2. Immer noch Qualität. Ein Verzeichnis muß einen aussagekräftigen Querschnitt durch die Branche liefern. Für nur wenige Einträge zahlt kein Mensch.
  3. Wieder Qualität. Es muß ein kostenloser und absolut überzeugender Grundnutzen für den Besucher vorhanden sein.
    Nur den darüber hinaus gehenden und ebenso überzeugenden Nutzen kannst Du berechnen.
  4. Mit nennenswerten Werbeeinnahmen kannst Du nicht rechnen. Sei zufrieden, wenn andere auf dem Wege des Bannertausches einen Link auf Deine Seite schalten.
  5. Rechne vorsichtshalber in den ersten Jahren nur mit Kosten und keiner müden Mark Erlös. Vielleicht stimmts nicht ganz, aber diese Rechenweise wird der Wahrheit am nächsten kommen.
  6. Wette mit mir um 10 Kisten Mumm, daß die Sache bei Mißachtung vorgenannter Punkte den Bach runtergeht.

Gruß
Wolfgang

2 „Gefällt mir“

Hi Wolfgang,

ich kam auf die Idee, weil eine Bekannte von mir etwas Ähnliches wie ich macht, allerdings nur „offline“ und sie für ihr Projekt einen Unterverein gegründet hat. Und der darf dann Spenden annehmen. Wie genau das funktioniert… muß sie nochmal fragen. Ansonsten war ich mal in einer sozialen Einrichtung zu Besuch und da hing auch am Ausgang ein Spendenaufruf für die Institution. Rechtsform des Institutes war mir nicht bekannt. Allerdings… ich kam dort über Krankenschein hin. :smile:

Ciao,
Romana

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Hi Wolfgang,

ich kam auf die Idee, weil eine Bekannte von mir etwas
Ähnliches wie ich macht, allerdings nur „offline“ und sie für
ihr Projekt einen Unterverein gegründet hat. Und der darf dann
Spenden annehmen. Wie genau das funktioniert… muß sie
nochmal fragen.

I.d.R. sind es Fördervereine die etwas gemeinnütziges (kirchl, soziales,Sport…) fördern. Der sammelt das Geld und verteilt es weiter. Dies klappt nur zu bestimmten Zwecken: also die Werbung darf nicht bezahlt werden, aber (ich spinn mal) das Erfassen aller Blindenhilfsdienste (Verein kümmert sich um die Blinden)

Ansonsten war ich mal in einer sozialen
Einrichtung zu Besuch und da hing auch am Ausgang ein
Spendenaufruf für die Institution. Rechtsform des Institutes
war mir nicht bekannt.

Läuft ähnlich.

Allerdings… ich kam dort über
Krankenschein hin. :smile:

Darf man denn in keiner Weise Geldgeschenke annehmen, ohne
daß es gleich ein Verein ist?

nur eingetragene Vereine dürfen Spendenquittungen für Finanzamt ausstellen und dies macht Spenden ja in D überhaupt interessant

noch mal zum Ausgang: schätze mal den Konkurrenten nach den von Wolfgang genannten Kriterien ein:

  1. Qualität vom Allerfeinsten. Kurze Ladezeiten, keine
    überfrachteten Seiten, nur wenige Cookies, sie dürfen niemals
    lästig werden, nicht viel Blinkerei, übersichtlich. Keine
    Nötigung - die Seite muß sich mit dem Beenden-Button
    problemlos schließen lassen.
  2. Immer noch Qualität. Ein Verzeichnis muß einen
    aussagekräftigen Querschnitt durch die Branche liefern. Für
    nur wenige Einträge zahlt kein Mensch.
  3. Wieder Qualität. Es muß ein kostenloser und absolut
    überzeugender Grundnutzen für den Besucher vorhanden sein.
    Nur den darüber hinaus gehenden und ebenso überzeugenden
    Nutzen kannst Du berechnen.
  4. Mit nennenswerten Werbeeinnahmen kannst Du nicht rechnen.
    Sei zufrieden, wenn andere auf dem Wege des Bannertausches
    einen Link auf Deine Seite schalten.
  5. Rechne vorsichtshalber in den ersten Jahren nur mit Kosten
    und keiner müden Mark Erlös. Vielleicht stimmts nicht ganz,
    aber diese Rechenweise wird der Wahrheit am nächsten kommen.
  6. Wette mit mir um 10 Kisten Mumm, daß die Sache bei
    Mißachtung vorgenannter Punkte den Bach runtergeht.

Wie steht der Konkurrent da ? Was kanst du noch besser machen ? Wie lange dauert das ? Und wo wird dein Konkurrent dann sein ?
Der Preis 10 Euro ist gut, lohnt sich auch für kleine Firmen, so dass ich nicht glaube, da die Fluktation so gross sein wird. So wird die Seite gross (=viele Adressen) und dann auch mal teurer.
Das Geschäftsmodell könnte also aufgehen.
Und mit kostenlos