Finanzierung halbes Haus

Hallo,
durch die ganzen Fragen zum Bauen oder kaufen eines Hauses in Bezug auf Finanzierung ohne Eigenkapital stellt sich mir eine Frage.
Wie sieht es denn aus wenn ein Haus einen Wert von sagen wir mal 200.000€ hat man aber nur 100.000€ bezahlen muss.
Zählt die Differenz dann als Sicherheit oder interessiert das niemanden?

mfg

Bert

Hallo,
durch die ganzen Fragen zum Bauen oder kaufen eines Hauses in
Bezug auf Finanzierung ohne Eigenkapital stellt sich mir eine
Frage.
Wie sieht es denn aus wenn ein Haus einen Wert von sagen wir
mal 200.000€ hat man aber nur 100.000€ bezahlen muss.
Zählt die Differenz dann als Sicherheit oder interessiert das
niemanden?

Hi Bert,

dann beleiht man nur 50%, was das Darlehen entsprechend günstig macht. Auch ist dann einKauf ohne Eigenkapital möglich. Die Sicherheit ist immer das gesamte Haus, aber das Risiko für die Bank wird kleiner.
Die Frage ist aber, wie der Hauswert ermittelt wurde. Der Wert einer Immobilie ist ja der Verkaufspreis, der zum Zeitpunkt der Bewertung erzielt werden könnte, oder der Preis, der bei einem Verkauf real erzielt wurde.

Gruß Stefan

Hallo Bert,

i.d.R. ist der von den Banken akzeptierte Verkehrswert maximal so hoch wie der zu zahlende Kaufpreis. Wenn in dem von Dir dargestellten Fall also 100.000,-- € finanziert werden müssten, wäre das eine 100%-Finanzierung. Ausnahmen werden höchstens bei einem Verkauf innerhalb der Verwandtschaft gemacht.

Freundliche Grüße

wolle

Hallo,
aber was soll das denn?
Sagen wir mal jemand hat das Haus und das Geld nicht mehr nötig und sagt das man das für die Hälfte des Wertes bekommt.
Wo liegt denn da das Problem der Bank?

mfg
Bert

Hi,

aber was soll das denn?
Sagen wir mal jemand hat das Haus und das Geld nicht mehr
nötig und sagt das man das für die Hälfte des Wertes bekommt.
Wo liegt denn da das Problem der Bank?

weil es so etwas nur gibt, wenn Käufer und Verkäufer eine besondere Beziehung zueinander haben. Fehlt diese Beziehung, geht die Bank berechtigterweise davon aus, daß der Kaufpreis den derzeitigen Wert widerspiegelt.
Wenn Du der Bank aber den realen Wert glaubhaft machen kannst, bekommst Du auch bessere Konditionen. Und da liegt halt der Knackpunkt: die Bank muß vom höheren Wert überzeugt sein.

Gruß Stefan

Hallo Bert,

ich hatte vor etlichen Jahren aus persönlichen Gründen ein großes
Haus weit unter dem Verkehrswert kaufen können. Die finanzierende
Bank hatte damals stur nach Vorschrift 80 % der Kaufpreises
finanziert. Da es sich um ein Mietshaus handelte, deren Mieten ich
kurzfristig erhöhen konnte, wurde mir die restlichen 20 % ein Jahr
später ohne weiteres finanziert.

Heute hat sich da schon einiges geändert. In der Regel lassen die
Banken/Sparkassen die zu finanzierenden Objekte selbst begutachten.
Wenn Du der Bank den Sachverhalt schilderst, warum Du das Objekt zu
dem geringen Preis erwerben konntest, ist in der Regel auch eine
100%-Finanzierung möglich. Voraussetzung: gute Bonität

Gruß GerdHH

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Hallo Bert,

neben dem schon gesagten (und richtigen) solltest Du allerdings audch wissen, dass es eigens Wertgutachter für Immobilien gibt.
Diese Fachleute erstellen für Deine Immobilie ein Exposé und bewerten dann den Verkehrs- und Ertragswert.

Solche Gutachten werden i.d.R. nach Erbsachen und Trennungen benötigt, wenn das Gebäude eben nicht verkauft, sondern eben nur „bewertet“ werden soll, aber für Deinen Zweck kann man das Dokument ja auch verwenden.

Mit diesem Wertgutachten (nach WertR, der Wertermittlunsrichtlinie) kannst Du dann zur Bank gehen und über die Kredithöhe verhandeln.

Gruß

Tim

P.S.: und wenn Du dann noch die Biographie des berühmt gewordenen Dr. Jürgen Schneider liest … aber andererseits wurde er ja auch irgendwann erwischt.

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