Finanzierung Lebensunterhalt -> Studium

Hallo!

Also, ich werde ab Oktober studieren und muss ins Wohnheim ziehen. Das Problem ist, dass ich pro Monat 254€ zu Verfügung habe und davon 134€ Miete zahlen muss. Das macht dann ca. 5€ pro Tag und wenn ich die Ausgaben für Mensa, I-Net- und Studiengebühren noch abziehe…bleibt so gut wie gar nix mehr übrig.

Meine Ellis wollen mir nicht mehr an Unterstützung zahlen, verdienen aber so gut, dass ich kein BaFög bekomme und auch kein ALG II. Naja, ich will ja auch nicht vor Gericht oder so um mir „mein“ Geld einzuklagen…

Vielleich hat ja jemand von euch noch eine Idee, wo ich Unterstützung beantragen könnte? Mir gehen nämlich langsam die Ideen aus und von den Ämtern kriegt man ja meistens eh nur ne Absage, wenn man was beantragen will. Ich hab auch gehört, dass man sich von der GEZ befreien lassen kann…aber angeblich geht das nur, wenn man BaFög bekommt!?

Danke schon mal im Voraus!
Lg

Hallo Tini,

Vielleich hat ja jemand von euch noch eine Idee,

joh, die hab ich, wird Dir aber nicht schecken!
Geh jobben; Du wärst nicht die erste die das tut und wirst auch nicht die letzte sein.
Und komm mir nicht mit „zuviel Streß im Studium“, den haben die anderen, die Jobben gehen auch. Ich hab ein naturwissenschaftliches Studium absolviert und nebenbei gejobbt und hatte sogar noch Zeit, für die Fachschaft aktiv zu sein. Alles eine Frage der Zeiteinteilung. Damit lernst Du viele Sachen fürs Leben.

  • ein kleines A…loch zu sein, den alle rumkomandieren (ist eine üble Erfahrung, aber langfristig gut fürs Leben)

  • Etwas für sein Geld getan zu haben; ist zwar momentan auch kein gutes Gefühl, aber langfristig auch befriedigend.

  • Man lernt immer! etwas, auch das ist langfristig gut

  • Selbstdiziplin kommt auch nicht zu kurz

und noch einige Punkte mehr.

Also das Gesäß erhoben und los.

Gandalf

Hallo Tini,

Vielleich hat ja jemand von euch noch eine Idee,

joh, die hab ich, wird Dir aber nicht schecken!
Geh jobben; Du wärst nicht die erste die das tut und wirst
auch nicht die letzte sein.

Ich hab ma irgendwo ne Statistik gesehn, dass 84% der Studenten jobben. Also, pass dich dem Mainstream an und mach was. Ein „bisschen“ Geld ist schnell verdient.

Nurmal die Jobs von mir oder Freunden,

  • Nachhilfe (privat od. im Institut) für Kinder od. Erwachsene, schulisch od. EDV
  • Bäcker (Verkauf)
  • Promotion (irgendwo rumstehn und Zeug aufschwatzen)
  • Lagerist (In Lagern zeug einräumen. Die verdienen in einigen Monat weit üb. 1000€. Dafür machen sie in anderen nix. (wegen 400€-Grenze))
  • Babysitten
  • Rasenmähen bei Nachbarn
  • nebenber. Trainer im Verein
  • HiWi an der Uni, wobei das im ersten Semester schwierig sein könnte zu bekommen

Es gibt immer was zu tun. Solang du auf max 400€/Monat kommen willst. (btw.: ich hab von Leuten gehört, die für private Arbeiten keine Rechnungen nehmen…)

Also Kopf hoch
viel Spass beim Studium

Xabbu

Hallo Tini,

das sieht mir ganz so aus, als müsstest du in den Semesterferien arbeiten. In einer Großstadt wie Hannover dürfte das auch kein allzu großes Problem sein.

Kannst du im 10-Finger-System tippen und gut Englisch? (Wenn nicht, solltest du beides lernen.) Dann kannst du dich von einer Zeitarbeitsfirma als Sekretärin vermitteln lassen. Vielleicht geht es sogar während des Semesters. Anwaltskanzleien beschäftigen oft „Abendsekretärinnen“. Ich habe das mal für drei Monate gemacht (den Job habe ich mehr zufällig bekommen), und es war ganz ok. Die Sekretärinnen arbeiten deshalb abends, weil manche Mandanten es nicht auf die Reihe kriegen, rechtzeitig vor einem Termin zu ihrem Anwalt zu gehen, und der Anwalt dann oft nach 21:00 h noch an einem Schriftsatz diktiert, um die Frist (Mitternacht) zu wahren. Das kommt dann rechtzeitig aufs Fax und die Frist ist gewahrt. Der Klient ist zufrieden, der Anwalt weniger, weil er schon seit 9:00 h morgens im Büro ist :wink: und eine Sekretärin hat was zu tun. Ich erzähle das nur, damit du nicht meinst, das wäre eine zwielichtige Sache.

Übrigens: Wenn wenig los war, konnte ich auch mal im Büro lernen. Vielleicht findest du ja auch einen Job irgendwo am Empfang, da hättest du wahrscheinlich noch viel mehr Zeit zum Lernen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

ich nehme an, du bist schon fest an einer Uni. Wenn nicht, dann habe ich ein paar Tipps (kommen vielleicht auch in Frage, wenn du den Studienplatz wechseln kannst):

Was die anderen zum Arbeiten schreiben ist schön und gut, aber das funktioniert nicht an jeder Uni. Bei uns z.B. sind die Prüfungen (oder Praktika) in den Ferien, also ist dort nicht viel mit arbeiten. Schau also, ob deine Uni viele Pflichtsachen in den Ferien hat, dann kannst du da schonmal arbeiten.
Genau das gleiche gilt für die Stundenzahl unter dem Semester: Wir hatten (wenn man Hausaufgaben daheim etc. mit einrechnet) in den ersten beiden Semestern eine Wochenstundenzahl von ca. 70 Stunden (bei manchen auch mehr), während andere mit dem gleichen Fach an anderen Unis weniger Pflichtveranstaltungen hatten und auch geringere Arbeitsbelastung insgesamt.

Für solche Fragen sind im Allgemeinen auch die Fachschaften gut, die haben oft mit solchen Fragen zu tun. Also schreib denen am besten eine Mail, dann können sie dir vielleicht helfen.

Dann noch allgemeine Tipps:

  • Kannst du vielleicht ein Stipendium beantragen? Bei vielen muss man gar nicht soo der Überflieger sein, wenn man etwas soziale Kompetenz aufweisen kann- schau dir einfach mal an, was es so gibt.
    Eine kleine Liste von einigen Stipendien:
    http://www.e-fellows.net/show/detail.php/5789

  • Gibt es an eurer Uni einen Bildungsfond? Da kann man oft eine Art Kredit aufnehmen, den man dann später nur abbezahlt, wenn man einen Job bekommt.

Viele Grüße
Kati

Nach ein paar Semestern kannst du evtl auch an der Uni eine Hiwijob bekommen (je nach Anforderungen dort, reicht von Proflakei/Bücherschlepper bis hin zu echter Wissenschaftlicher Arbeit)
das gibt Lebenserfahrung, wissenschaftliche Erfahrung, Beziehungen und nebenbei auch Geld.
Außerdem würde ich mich nochmal über das Wohnheim informieren, in vielen gibts kostenlosen Zugang zum Internet über das Hochschulnetz (also auch noch über eine HochschulIP, die dir zB. ermöglicht Onlinepublikationen aus der UniBib zu lesen, an die man mit einem käuflichen Zugang nicht rankommt)
Und ja, es soll noch Studiengebührenfreie Unis geben…also vielleicht suchst du dir auch eine andere Uni, Studienortwechsel sollen ja durchaus förderlich für den Charakter sein.
Gruß Susanne