Finanzierung möglich?

Schönen guten Abend,

mein Mann und ich suchen zur Zeit ne neue Wohnung und sind zu der Überlegung gekommen ein Doppelhaus zusammen mit meinem Schwager zu bauen (da wir mit dem Schwager zusammen einen vollerschlossenen 1300 m² großen Bauplatz haben, Wert ca. 120.000,- € ) oder gegebenenfalls erst mal eine Eigentumswohnung kaufen.

Mein Mann verdient ohne Zuschläge und ohne Überstunden 1920,- € Netto. Ich bekomme 314,- € Elterngeld und 184,- € Kindergeld.
Macht zusammen 2418,- €.

Hat da jemand Erfahrung und weiß ob eine Finanzierung in dieser Konstelation möglich ist und wieviel man da ca. bekommen kann?

Für eure Hilfe jetzt schoneinmal besten Dank

gr Carmen

Eine Finanzierung ist möglich. Kein weiteres Eigenkapital vorausgesetzt schätze ich die mögliche Darlehenssumme auf ca. 160.000 Euro.
Nach einer Detailprüfung könnte es auch noch etwas mehr sein.
Was soll denn nach dem Elterngeld kommen?

Hallo Frau Carmen,

Ihre Anfrage ist recht dürftig, so dass ich die nicht beantworten kann. Ich müsste folgendes wissen:

Soll das Grundstück geteilt werden? 1.300 m², daraus könnten auch zwei Bauplätze werden. Müssten Sie bei der zuständigen Bauverwaltung klären, ob das Baurechtlich möglich wäre.

Die konkrete Bausumme müsste ich wissen, Ihr Eigenkapital und die evtl. zu verrichtende Eigenleistung um daraus eine zu finanzierende Summe errechnen zu können.

Soll/wird Ihr Schwager ebenfalls Eigentümer der Immobilie. Soll/wird er ebenfalls Darlehensnehmer?

Wie soll/wird Ihr Schwager auf den Grundstücksanteil verzichten oder müssen/sollen Sie den dann auszahlen?

Wie soll/wird die Grundbucheintragung lauten für die Bank? -Eheleute ??? und Herr-???

Bei Rückfragen einfach nochmal melden.

In welchem Bundesland soll das Bauvorhaben realisiert werden?

Gruß

Hallo Herr Hölker,

Danke für Ihre Schnelle Antwort.

Unser Eigenkapital ging für die Erschließung (ca. 20.000 €) des Bauplatztes drauf. Zudem wurde die Straße neu gemacht was uns auch nochmals 7500 € gekostet hat. 10.000 € Wären noch vorhanden, die wir aber für eventuelle Notfälle zurücklegen wollen.

Wir hatten vor ein Doppelhaus zu bauen dabei würde eine Hälfte mein Schwager die andere wir beziehen und somit müssten wir ihn nicht ausbezahlen.

Wir haben da an ein Massivfertighaus gedacht, das so rund 120.000€ kosten würde hinzu kommen da noch Eigenleistung und Kosten für die Bäder zu Fliesen und andere Bodenbeläge (EG Fliesen OG Laminat).

Grundbucheintrag Eheleute Grundstück sollte geteilt werden.

Bundesland Rheinland Pfalz

Gruß

Hallo und guten Tag.

Das Grundstück wird geteilt werden müssen, ansonsten werden Sie keine Baugenehmigung erhalten. Macht auch aus reinen Haftungsgründen Sinn.

An Eigenmitteln stehen Ihnen derzeit wie folgt zur Verfügung:
Grundstück = Wert ermitteln, kann man über den
Gutachterausschuß
Die Kosten der Erschließung gelten
ebenfalls als Eigenkapital.
Unter Erschließungskosten versteht man:
Straßenneubaukosten, Kanalanschluß,
Wasser, Strom und evt. Gas.
So ganz hab ich Ihre Antwort nicht verstanden. Wenn Sie also Eigenleistung erbringen, so kann das

  1. Eigenkapital
  2. Ein Grundstück
  3. „eigene Leistung“ statt Firmenkosten
    heißt: Beisp. Das Dach eindecken, nicht die Ziegel, würde über ein Firma 1.500 € kosten. Sie decken, mit den Nachbarn, das Dach selbst ein. Faktisch hat das fast kein Geld gekostet. Demnach kann man dann von 1.500€ Eigenleistung reden.
    Für Sie kommt zum Kauf von 120.000 € noch die Eigenleistung dazu und die Bodenbeläge sowie die Badeinrichtung ebenfalls. So zumindest verstehe ich Ihre Mitteilung.
    Nachfolgender Tip: Sie und Ihre Familie sehen banktechnisch recht gut aus. Machen Sie folgendes: Brechen Sie nichts übers Knie, sehen Sie sich bei „den unterschiedlichsten Firmen“ um. Sollten Sie weitaus mehr an Eigenleistung, wie genannt, bringen können, so sollte ein normales Stein auf Stein Haus wohl günstiger werden.
    Gleichzeitig würde ich mich beim örtlichen bauamt oder der zuständigen Kreisverwaltung nach sogenannter „öffentlicher Förderung“ im Wohnungsbau informieren. Sie haben die Möglichkeit dort „verlorene Zuschüsse“ zu erhalten. Das können Sie über das Netz auch unter „K F W“ -Kreditanstalt für Wiederaufbau-
    Gleichzeitig sollten Sie über eine Pfotovoltaikanlage nachdenken. Die kostet zwar richtiges Geld, aber,
    Beispiel: Anlagekosten ca 30.000 €. Zins und Tilgung dafür mtl. rd. 100 €
    E I N N A H M E aus dem Stromverkauf
    mtl. rd. 150 €
    Sie machen also trotz höherer Verschuldung einen Gewinn.
    Also, zunächst weiter informieren, nicht nervös werden und die „Eigenleistung“ überprüfen, insbesondere die Möglichkeiten insgesamt.
    Bei Rüchfragen einfach nochmal melden.
    W. Hölker

Hallo Carmen,

die meisten Banken rechnen folgendermassen: Von eurem mtl. Gesamteinkommen wird ein Pauschalbetrag für die Lebenshaltungskosten abgezogen (Essen, Kleidung, Strom, Heizung, Auto, etc.). Ausserdem werden bisher bestehende Kreditraten berücksichtigt und abgezogen.
Auf euch bezogen würde das folgendermassen aussehen:
Einnahmen: 1920 + 184 Kindergeld = 2104 € (Elterngeld wird nicht berücksichtigt da die Zahlung irgendwann aufhört).
Ausgaben: 3 Personen Haushalt = ca. 1.500 € Lebenshaltungskosten (Betrag kann je nach Bank abweichen). Das bedeutet ohne sonstige Ausgaben bleiben euch 600 € mtl. übrig für die Darlehensrate.
Im Moment verlangen die meisten Banken bei dem niedrigen Zinsniveau 2 % Tilgung. Der Zins liegt bei ca. 3,50 %. Das bedeutet Ihr habt eine Annuitätsrate von 5,50 % (Zins + Tilgung). Bei einer Rate von 600 € mtl. könntet Ihr somit ein Darlehen über 130 T€ bekommen (600 x 12 Monate geteilt durch 5,5 x 100).
Euer Teil des Bauplatzes wird von der Bank als Eigenkapital angerechnet, das ist schonmal sehr gut. Dadurch hat die Bank eine gute Absicherung und Ihr bekommt sicherlich dadurch einen günstigen Darlehenszins. Wenn weitere Fragen bestehen helfe ich gerne weiter.
Beste Grüße und viel Erfolg.

Hallo Carmen ,

also folgendes, bin zwar kein Banker oder sonstiger Finanzer, habe vor einigen Jahren aber auch gebaut.

Ihr müsst mal schauen was ihr momentan zu leben braucht,
bzw. was ihr zum leben braucht wenn ihr in euer neues Heim eingezogen sind + etwaige Rücklagen für
Urlaub, reparaturen, etc.

d.h.
2300 Euro - Auto, Strom, Gas/Öl , Wasser, Essen, Trinken, Rauchen, Müll, Telefon, Klamotten, etc, Rücklagen für Urlaub, Sport, etc.

Dann könnte das so aussehen

2300 - 1400= 900 Euro, vielleicht mehr, vielleicht weniger !!

für 900Euro (Zins + Tilgung) - Rate bekommt ihr bei
60 % Beleihungsgrenze
z.B 155000 Euro mit (5% Zins + 2 % Tilgung)
z.B. 180000 Euro mit ( 4 % Zins + 2 % Tilgung
beim heutigen niedrigen Zinsniveau möglichst lange festschreiben lassen, mind. 10 Jahr besser 15 Jahre
und sich ein Sondertilgungsrecht, z.B für Eigenheimzulage einräumen lassen und auch nutzen.
ich würde euch raten die tilgung auch nicht unter 2 % zu machen, man bekommt zwar mehr Geld, aber die Rückzahlung des Kredits dauert sehr lange.

Schaut mal auch diese Homepage , dort gibt es einen Finanzierungsrechner, mit dem ihr verschiedene
Pläne durchspielen könnt.
www. interhyp.de , dann auch Rechner und Budgetrechner

Und ganz wichtig - geht zu euer Hausbank lasst euch beraten, noch nicht abschliessen - dann mind. 1-2 weitere Gespräche führen und die Angebote vergleichen und bewerten.
Zum Schluß führt ihr dann nochmal ein Gespräch mit eurer Hausbank -die wird euch dann sicher, nochmal etwas entgegenkommen.

Rolf

Ich denke da wäre schon was zu machen. Kommt aber darauf an ob ihr schon Belastungen aus Ratenkrediten oder ähnlichem habt. Ist der Bauplatz abbezahlt? Sind Eigenmittel vorhanden?
Die Banken setzen i.d.R. für Lebenshaltungskosten für einen 3 Personenhaushalt ca. 1200 € pro Monat an. Das was ihr mehr habt könnt ihr für die Bedientung der Darlehensraten verwenden. Eine Finanzierung von 250 - 300 T€ sollte möglich sein.

Viel Glück

das wird so nicht gehen