H wie Hola.
Leben in den USA ist teuer - das nimmt sich nichts mit Deutschland.
Vielleicht hättet ihr klären sollen, inwieweit es auch ein oder zwei Groschen für das Praktikum gibt.
Ansonsten: Auslands-BaföG muß mind. ein halbes Jahr vorher vollständig beantragt werden. Da natürlich die Einkommensbescheide aus der Zukunft nicht vorliegen, muß eine Schätzung angesetzt werden. Fällt diese zu hoch aus, gibt es nachher Geld raus; wird zu niedrig geschätzt, muß nachgezahlt werden.
Wie sich die detaillierten Voraussetzungen darstellen, weiß ich gar nicht - man sollte aber mit den vom normalen BAföG bekannten Spielregeln aus dem Inland rechnen, mindestens.
Sich an diverse Organisationen zu wenden, wäre auch keine schlechte Idee gewesen, bspw. ein Austausch im Rahmen universitärer Kooperation.
Hinzu kommt: Schaut euch vorher ganz genau an, was dort in dem Praktikum abgeht und sprecht euch VORHER mit dem Prüfungsamt ab, ob dieses oder jenes (im Groben!) denn dann als das klassische diplomrelevante Praxissemester anerkannt wird. Nicht daß ihr dann dasteht, und die superenthusiastischen
Damen und Herren hinter ihrem allmächtigen Schreibtisch sagen „Gibts nicht - erkennen wir nicht an aus blablablablablablablablablabla…“.
Kenne genügend Fälle, wo sich teilweise unglaublich genau an die Praktikumsordnung des Studienganges gehalten wurde und in Konsequenz dann viele Wochen Arbeit als „unzureichend“, „fachfremd“ oder weiß der Geier was abgelehnt worden sind.
Wenn dort also steht „wissenschaftliche Bearbeitung einer typischen Aufgabenstellung eines Diplombiologen“ (oder so ein Geblubber), achtet wenigstens (!!) darauf, daß euch euer Arbeitgeber irgendwas BRAUCHBARES in diese Richtung später in euren Nachweis einträgt, auch wenn ihr desöfteren was anderes gemacht habt.

Als USA-Einheimischer noch ein paar kleine Ecken und Kanten, die gerne übersehen werden:
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Achtet auf den Paß! Er muß mind. noch ein halbes Jahr gültig sein - ohne biometrischen geht eigentlich gar nichts mehr. Laßt euch also rechtzeitig einen neuen Reisepaß ausstellen.
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Kümmert euch rechtzeitig um die nötigen Visa. Was ihr konkret für welche braucht, entzieht sich meiner Kenntnis (ich habe das Problem ja nicht *gg*), doch bewegt euch möglichst früh. Man sollte es nicht auf die letzte Sekunde ankommen lassen, wenn es um Behörenangelegenheiten geht.
Auch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten (eher: begrenzte Unmöglichkeiten) hat eine vielfältige und vortreffliche Bürokratie im Angebot…
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Tauscht nur wenig Geld bei euch in Deutschland.
Entgegen der verbreiteten Meinung, gibt es hier durchaus Wechselstuben. Und die Tauschen nach tagesaktuellem Börsenkurs (zumindest die, die ich kenne). Banken nutzen grundsätzlich über längere Zeiträume gemittelte Kurse und behalten davon immer noch so dies und das ein. Jedoch vorher unbedingt erkundigen (irgendwie),
ob in eurem Einzugsgebiet eine solche Wechselstube vorhanden ist.
In NYC sieht man sie auf jeden Fall.
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Besorgt euch dringend eine Kreditkarte. Vorzugsweise VISA.
Für Studenten gibt es immer Angebote ohne Stolperfallen und
für gute Konditionen. Das Stück Plaste erleichtert euer Leben
dort ungemein. Es ist auch eine echte Alternative zu dem Spiel
mit den Wechselstuben. Auch beim Geldholen per Kreditkarte
gibts den aktuellen Börsenkurs, nur die Gebühren fallen eben an.
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Haltet die Augen offen nach Nebenjobs. Auch wenn der Herr Bush sich rege Mühe gegeben hat, so konnte er den funktionierenden Arbeitsmarkt noch nicht völlig zerstören…
Nachhilfe sollte für euch eigentlich das naheliegendste sein.
Im Grund leichtverdientes, gutes Geld.
Ansonsten findet man immer irgendwas in irgendwelchen Küchen oder Restaurants oder weiß der Teufel was.
Bleibt am Ball. Auch dieses Geld hilft Haushalten.
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Seht euch unbedingt ein paar Tage New York an. 
MfG