Finanzierungsfrage

Hallo,

wir möchten uns gerne ein Haus kaufen.
Nun ist die Frage, ob es möglich ist, bei der Bank mehr zu finanzieren als die Immobilie kostet, da wir kein Eigenkapital haben.
Als Beispiel die Immobilie kostet 120.000 €, wäre es also hier möglich 150.000 zu finanzieren?
Kurz unsere Situation: Bin verh, habe 2 kinder, mein Verdienst liegt bei ca. 60.000 € p.a.

Kann mir hier jemand weiterhelfen bzw. Links im Internet sagen?

Danke!!!

gruss

Hallo Olli,

üblicherweise finanziert eine Bank ungern über 80 % des Kaufpreises bzw. des Marktwertes, der manchmal durch ein (z.T. teures) Gutachten ermittelt wird.

Eine Vollfinanzierung (= 100 % des Kaufpreises) wird, wenn überhaupt nur über z.T. deutlich höhere Zinsen gewährt.

Wenn Du nun z.B. 115 % der Kaufsumme haben willst und Du keine seeehr gute Argumente bringst (sehr guter, langjähriger Kunde etc.) sehe ich eher schwarz, aber einen Versuch ist es sicher wert.
Warum willst Du denn das Geld so aufnehmen? Um die Nebenkosten aufzufangen, oder eine andere Anschaffung zu finanzieren?
Das wird Dich der/die MitarbeiterIn der Bank auch fragen und Du solltest eine gute Antwort darauf haben.

Gandalf

hi,
danke für die schnelle info.
ich möchte deswegen mehr aufnehmen, weil ich zu diesem preis wahrscheinlich kein haus finde, das nicht kleine macken hat.also sprich in erster linie für renovierungsarbeiten.
ich hatte allerdings vorher vergessen zu sagen, dass das haus meiner mutter auf mich überschrieben ist, ich dachte das könnte als sicherheit reichen.

gruss
olli

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hi Olli,

ich möchte deswegen mehr aufnehmen, weil ich zu diesem preis
wahrscheinlich kein haus finde, das nicht kleine macken
hat.also sprich in erster linie für renovierungsarbeiten.

das könnte auch ein Argument sein/werden. Bei uns hat das so geklappt, weil wir von unserem Eigenkapital eine Heizung ins Haus gebaut haben und deshalb über die 80%-Grenze gerutscht sind. Die Bank hat die Wertsteigerung des Hauses eingerechnet und wir haben die Konditionen für einen 80%-Kredit gekriegt. Andere Banken wolltes das allerdings nicht. Also rumfragen und zäh(!) verhandeln.

ich hatte allerdings vorher vergessen zu sagen, dass das haus
meiner mutter auf mich überschrieben ist, ich dachte das
könnte als sicherheit reichen.

Wenn das Haus ohne Belastung ist und eine erstrangige Belastung darauf eingetragen werden kann, sollte das kein Problem sein.

Gandalf

gruss
olli

Hallo Olli,

üblicherweise finanziert eine Bank ungern über 80 % des
Kaufpreises bzw. des Marktwertes, der manchmal durch ein (z.T.
teures) Gutachten ermittelt wird.

Eine Vollfinanzierung (= 100 % des Kaufpreises) wird, wenn
überhaupt nur über z.T. deutlich höhere Zinsen gewährt.

Wenn Du nun z.B. 115 % der Kaufsumme haben willst und Du keine
seeehr gute Argumente bringst (sehr guter, langjähriger Kunde
etc.) sehe ich eher schwarz, aber einen Versuch ist es sicher
wert.
Warum willst Du denn das Geld so aufnehmen? Um die Nebenkosten
aufzufangen, oder eine andere Anschaffung zu finanzieren?
Das wird Dich der/die MitarbeiterIn der Bank auch fragen und
Du solltest eine gute Antwort darauf haben.

Gandalf

Hallo Olli,

wir möchten uns gerne ein Haus kaufen.

insbesondere bei Eigenbedarf keine schlechte Sache.

Nun ist die Frage, ob es möglich ist, bei der Bank mehr zu
finanzieren als die Immobilie kostet, da wir kein Eigenkapital
haben.

Banken haben das in der Vergangenheit (bis Mitte 90er) insbesondere bei Kapitalanlagen sehr gerne gemacht und ordentlich Lehrgeld dafür bezahlt, denn es gab nicht gerade wenige Zwangsversteigerungen.

Sehen wir es doch mal aus der Sicht der Bank:
Da kommt jemand mit einem guten Gehalt daher und möchte eine >100% Finanzierung, da er bisher kein Eigenkapital hat. Als Banker würde ich mich zuerst fragen, wie Dein Lebensstil ist, denn bei dem Einkommen müsste normalerweise etwas übrig bleiben. Des weiteren würde ich mir überlegen, wie sicher die Rückzahlung des Kredits ist, da ich aufgrund des mangelnden Eigenkapitals davon ausgehen muß, dass Du bisher das Sparen nicht als Stärke hattest. In Verbindung mit einem Aussendienstler-Job (provisionsabhängiges Gehalt ?) wäre ich dann als Banker schon sehr vorsichtig.

Ziel muß es daher sein, der Bank klarzumachen, dass Dein Gehalt ausreichend ist, um davon etwas für die Kreditrückzahlung abzugeben. Weiterhin würde ich mir eine gute Erklärung einfallen lassen, warum Du kein Eigenkapital hast und drittens würde ich Argumente sammeln, warum Dein Gehalt auch zukünftig so hoch sein wird (bzw. dass Du die Immobilie immer noch finanzieren kannst, wenn die Provisionen wegbrechen).

Hast Du vielleicht irgendwelche Verwandte, die für Dich bürgen würden (z.B. durch deren Haus usw.) ?
(Kleiner Hinweis am Rande: ich würde niemals für jemanden bürgen und rate jedem auch davon ab.)

Übrigens: online-Banken gehen mit solchen Finanzierungen wesentlich knausriger um als Filialbanken.

Als Beispiel die Immobilie kostet 120.000 €, wäre es also hier
möglich 150.000 zu finanzieren?

Kurz unsere Situation: Bin verh, habe 2 kinder, mein Verdienst
liegt bei ca. 60.000 € p.a.

Bitte rechne nach, welche monatliche Belastung (einschl. Nebenkosten als Eigentümer und Instandhaltungsrücklage!) auf Dich zukommen. Die sichere Finanzierbarkeit ist die Basis für die mögliche Kredithöhe. Bitte beachte dabei auch die Kosten für die alte Wohnung, die Du während dem Kauf / Umbau auch noch bezahlen mußt.

Vor dem Kauf würde ich mich bzgl. der anfallenden Renovierungskosten absichern (z.B. durch Angebote von Handwerkern oder Aussagen von Bausachverständigen => hilft auch beim Preisdrücken).

Kann mir hier jemand weiterhelfen bzw. Links im Internet
sagen?

http://www.baugeld-vergleich.de

Dort tummeln sich aber überwiegend online-Anbieter, die keine 100%-Finanzierung machen. Geh mal davon aus, dass der Aufschlag (sofern es eine Bank macht) sicherlich bei 1% liegen dürfte.

Grüsse

Sven

Hallo
Habe mir auch ein Haus gekauft gebe dir mal ein Beispiel,ohne Eigekapital liegt der Zins bei 5%-5,2%
150000 mal 5,15%= 7725Euro
1% Tilgung 1500Euro
= 9225Euro : 12
Monatsbelastung = 768,75 Euro + Nebenkosten (250Euro)
Frage deine Bank nach Förderprogramme :Altbausanierung,C02 Minderung…auf diese Programme gibt es Zinsgünstige Kredite
Du musst aber dieses Jahr noch kaufen sonst geht Dir die Eigenheimzulage verlohren,und die Bank möchte die als Sicherheit in einen Bausparvertrag haben.

Viel Glück
Gruß Jens

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Hallo,

Habe mir auch ein Haus gekauft gebe dir mal ein Beispiel,ohne
Eigekapital liegt der Zins bei 5%-5,2%
150000 mal 5,15%= 7725Euro
1% Tilgung 1500Euro
= 9225Euro : 12
Monatsbelastung = 768,75 Euro + Nebenkosten (250Euro)

1% Tilgung halte ich bei den aktuellen Zinssätzen für Unfug, man sollte schon mit mind. 2% einsteigen.

Frage deine Bank nach Förderprogramme :Altbausanierung,C02
Minderung…auf diese Programme gibt es Zinsgünstige
Kredite

Guter Tipp.

Du musst aber dieses Jahr noch kaufen sonst geht Dir die
Eigenheimzulage verlohren,und die Bank möchte die als
Sicherheit in einen Bausparvertrag haben.

Bei BSV als „Sicherheit“ habe ich so meine Zweifel. Denn Sicherheiten hat man, wenn man einen Gegenwert als Absicherung bieten kann. Das kann man bei einem neuen BSV nun absolut nicht. Hier handelt es sich eher um das typische Cross-Selling bei Banken.

Grüsse

Sven