Finanzkrise: bürgschaft=geld weg?

hi,

ich habe wenig ahnung von globalem finanzgeschäft und daher eine simple frage an euch:

ich möchte wissen, ob die in den nachrichten genannten milliarden des staates, die da mobilisiert werden, um die banken zu retten, geld ist, das nach bereitstellung weg ist und dann fehlt (so als wenn ich mein auto schrotte und ein freund kauft und schenkt mir aus nettigkeit ein neues).

ist es so, dass der staat geld hat, die banken bekommen es und dieser betrag geht dem steuerzahler und dem staat verloren?

oder ist es eher ein kredit, der den banken verkauft wird?

ich will wissen, ob der genannte milliardenbetrag für die banken ein geldhaufen ist, der durch ehrliche arbeit verdient wurde, um nun ein für alle male denen geschenkt zu werden, die es verbockt haben. kann man das so sagen?

Hallo,

ist es so, dass der staat geld hat, die banken bekommen es und
dieser betrag geht dem steuerzahler und dem staat verloren?

noch handelt es sich im wesentlichen um Bürgschaften, die gegeben werden sollen, d.h. der Bund zahlt erst, wenn ein verbürgter Kredit ausfällt.

Derzeit bestehen die Probleme darin, daß sich Kreditinstitute untereinander kein Geld mehr leihen und dadurch in Schwierigkeiten kommen. Durch die Bürgschaft soll das Vertrauen wieder hergestellt werden, so daß der Interbankenhandel wieder in Schwung kommt und weitere Liquiditätsengpässe vermieden werden. Damit wird es dann letztlich auch nicht zu einer Inanspruchnahme der Bürgschaft kommen.

Wenn der Plan aufgeht, wird er also weder den Bund noch die Steuerzahler belasten.

ich will wissen, ob der genannte milliardenbetrag für die
banken ein geldhaufen ist, der durch ehrliche arbeit verdient
wurde, um nun ein für alle male denen geschenkt zu werden, die
es verbockt haben. kann man das so sagen?

Selbst wenn die Bürgschaft in Anspruch genommen würde , hätte der Bund eine Forderung gegenüber dem betreffenden KI (vgl. § 774 BGB). Von geschenkt kann also keine Rede sein. Darüber hinaus ist es so, daß die KI, die in letzter Zeit in Deutschland in Schwierigkeiten kamen, nicht allzu viel verbockt haben (im Sinne von Kreditvergabe in den USA) sondern schlicht und ergreifend Opfer der Liquiditätsklemme wurden. Sicherlich wird niemand behaupten, ein Arbeitnehmer hätte etwas verbockt, wenn er seine Miete nicht zahlen kann, weil sein Arbeitgeber keinen Bock hatte, das ihm zustehende Gehalt auszuzahlen.

Gruß
Christian

P.S.
Hier noch ein Schaubild zu der ganzen Veranstaltung:
[http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_4312/DE/Wir…](http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_4312/DE/Wirtschaft und Verwaltung/Finanz und Wirtschaftspolitik/Finanzpolitik/schaubild/schaubild.html)