Finanzkrise oder Vertrauenskrise?

Hallo,

Die Großverdiener, die (nicht nur im Bankgewerbe) Billionen
der amerikanischen Hochfinanz in den Rachen geworfen haben,
mit denen sollte gemacht werden, was ich hier nicht sagen mag.

aus heutiger Sicht läßt sich das leicht sagen. Den Papieren waren von den großen Ratingagenturen beste Bonitätsnoten erteilt worden und die Rendite stimmte. Vor diesem Hintergrund: welchen Vorwurf machst Du den Leuten?

Interessiert

Christian

Hi Christian,

Du müßtest doch inzwischen wissen, dass Gitta da Bescheid weiß. Verwende doch lieber Deine Zeit darauf, ihr einen der freigewordenen Bankmanagerposten zu verschaffen.

Aber sag mir bitte, wo, und bei welcher Bank, damit ich da fernbleiben kann.

Die Franzi

Sagte ich bereits
Sie hätten mehr Bier trinken sollen, am Stammtisch zusammen mit alten Handwerkern.

LG

Gitta

Hi,

och langweilig, das ind ja die gleichen, die sich jetzt aufregen, weil die Tagesgeldzinsen so niedrig sind. und andere interessante sachen, an denen ich mir nicht mal die Finger beim Tippen schmutzig machen möchte.

Die Franzi

Tagesgeld
Das sehe ich anders.
Die biertrinkenden Stammtischbrüder (und -schwestern), von denen ich weiß, sind hauptsächlich in guten einheimischen Wohnimmobilien investiert.
Viele sind auch im niedrigverzinslichen Tagesgeld, ohne zu murren, manche beginnen, Bargeld zu horten.
Einige haben mit Aktien herumgespielt, einzelne haben damals sogar Gewinne am Neuen Markt gemacht, indem sie rechtzeitig verkauft haben. Niemand jedoch hat mit hohen Beträgen gezockt und allen waren die Rating-Agenturen von je her suspekt.

Das ist womöglich repräsentativ.

LG

Gitta

Hi,

das ist doch schön, dass sie ihr Geld gut angelegt haben (wobei ich die Matratze nicht empfehlen würde, und auch wohneigentum ist nicht billig. Aber man hat das Haus, und zumindest eins - oder ne Wohnung - braucht man, um drin zu leben.)

Aber dass die sich in der Finanzwelt auskennen *kicher* sry. Da werden ja bald einige Plätze frei, schick sie doch hin. Selbst wenn die Gehälter gedeckelt werden, dürfte sich das Jahreseinkommen vervielfachen, und es gäbe die Chance, die welt zu ver- ä - verändern.

Es tut mir leid, ich kann das nicht ernst nehmen. Ich kann auch Papierstaus in unserem Kopierer beseitigen - deswegen mache ich noch keine Wartungsfirma auf. Pkw-Führerschein habe ich ebenfalls, und melde mich trotzdem nciht für die Formel1.

Die Franzi,
die frei nach Platon weiß, dass sie nichts weiß

Nachtrag,

selbstverständlich haben deine Bekannten bei Banken angelegt, die ihre Kredite etc nicht weiterverkaufen, und die fürs Tagesgeld nur zinsen auf Höhe der Leitzinsen hergeben.

Die Franzi

Ach Franzi,

es sind doch gerade die, die sich in der Finanzwelt auskennen diejenigen, welche die großen Verluste machen. Es kursieren Witze im Internet über das überlegene Anlageverhalten der Bierdimpfl.

Hoffentlich hast Du Deine Schäfchen ins Trockene gebracht.

LG

Gitta

Ja,
niedrigverzinsliches Tagesgeld.

Kannste morgen bei der Bankfiliale anrufen, Bargeld bestellen und übermorgen ist abholbar. Auch hohe Beträge, kein Mensch mault rum.

Die niedrigen Zinsen sind ein Reflex der günstigen Bewertung des Ausfallsrisikos durch das Publikum.

LG

Gitta

Hi,

dur wer arbeitet, macht Fehler, und nicht jeder macht alle Fehler, und nicht jeder macht nur Fehler. Aber ausschließlich die, die nichts tun, machen keine Fehler - das wurde Dir hier schon mehrfach gesagt.

Schäfchen hab ich keine, weder tierische noch monetäre. Jedenfalls keine, die groß der Rede wert wären.
Meine fondsgebundene Altersrente kauft gerade zum Schnäppchenpreis Aktien etc.

Wir sprechen uns in 30 Jahren.

Die Franzi

Fehler
Liebe Franzi,

Fehler gibt es solche und solche. Man kann auch absichtlich Fehler machen, die nur aussehen wie Fehler, tatsächlich aber keine sind, das erwähnte ich bereits.

Ich habe es nicht gerne, wenn fremde Menschen Fehler machen und ich soll dafür zahlen.

Mein Aktionärs-Stammtisch, an dem etliche Derzeit-Nicht-Aktionäre biertrinken ist einhellig der Ansicht, wir haben noch lange keine Schnäppchen im Dax. Fonds sind sowieso unten durch.
Man wird sehen.

LG

Gitta

Sie hätten mehr Bier trinken sollen, am Stammtisch zusammen
mit alten Handwerkern.

Sind das die Genies, die hier Fragen nach Wertpapieren stellen, die sie gekauft haben aber nicht verstehen? Oder sind das die Experten, die hier nach dem letzten Fitzelchen Prozent bei der Tagesgeldverzinsung fragen, aber nicht mal einen Plan haben, ob das tägliche Guthaben verzinst wird oder doch nur das, was zum Quartalsende auf dem Konto ist?

Oder sind das gar die Typen, die zwar zu allem eine Meinung aber von nichts eine Ahnung haben. Von Subprime-Krediten hat doch der Stammtisch erst erfahren als die IKB taumelte.

Noch einmal zum Mitschreiben: die Papiere waren aus damaliger Sicht genauso risikolos wie eine Anleihe der USA oder Deutschlands. Aus heutiger Sicht weiß man immer alles besser.

Der entscheidende Fehler, der in der Vergangheit gemacht wurde, war, daß man sich ein zweites systematisches Risiko eingefangen hat.

Gruß
Christian

Risiko-Aversion
Ich sagte es bereits.
Den Stammtischlern ist es schon vor langer Zeit mulmig geworden.
Auch wenn der eine oder andere mit dem einen oder anderen Husarenstück prahlen kann und Verluste aus riskanten Anlagen kleiner Beträge gern verschweigt.
Keiner von unserem Stammtisch hat eine Billion, eine Milliarde, eine Million verzockt. Keiner kriegt Geld oder Bürgschaften vom Staat, weil er so blöd ist.
Zehn, zwanzigtausend Verlust schonmal, Spielgeld halt, um mit der Zockerei nicht die eigene wirtschaftliche Existenz zu gefährden. Hausverstand.

LG

Gitta

Hi,

Keiner von unserem Stammtisch hat eine Billion, eine Milliarde, eine
Million verzockt.

Eben, weil sie keine haben / hatten. Sonst wären die auch

Verluste aus riskanten Anlagen

die deine Stammtischrunde

gern verschweigt.

Danke für die Vorlage.

Zehn, zwanzigtausend Verlust schonmal, Spielgeld halt, um mit der :Zockerei nicht die eigene wirtschaftliche Existenz zu gefährden.

Das ist für mich kein Spielgeld mehr, das ist ne satte Anzahlung für ne hübsche Eigentumswohnung. Sagt mir mein

Hausverstand.

Ansonsten, alles im Leben ist mit einem Risiko verbunden. Alles. Und immer, wirklich immer, gibt es jemanden, der ein mulmiges GEfühl hat. Wenn s gut geht, sind die ghanz still und lernen ncihts, wenns schief geht, schreien sie und glauben plötzlich, sie wüßten alles

Keiner kriegt Geld oder Bürgschaften vom Staat, weil er so blöd ist.

*kommentarverkneif*

Die Franzi

Den Stammtischlern ist es schon vor langer Zeit mulmig
geworden.

Beeindruckend, zumal sie nicht wußten, was sich abspielte. Ich kannte auch mal jemanden, dem bei jedem neuen Kredit mulmig war. Bei jeder Pleite wies er darauf hin, daß er ja schon am Anfang ein mulmiges Gefühl gehabt hatte. So einfach kann man sich die Welt zurechtdenken.

Auch wenn der eine oder andere mit dem einen oder anderen
Husarenstück prahlen kann und Verluste aus riskanten Anlagen
kleiner Beträge gern verschweigt.

Aha.

Keiner von unserem Stammtisch hat eine Billion, eine
Milliarde, eine Million verzockt. Keiner kriegt Geld oder
Bürgschaften vom Staat, weil er so blöd ist.
Zehn, zwanzigtausend Verlust schonmal, Spielgeld halt, um mit
der Zockerei nicht die eigene wirtschaftliche Existenz zu
gefährden. Hausverstand.

Wow, Millionärsstammtisch.

C.

Wow, Millionärsstammtisch.

Ja, jeder hat bisher eine Anlagestrategie gefahren, die ihn vor der Sozialhilfebedürftigkeit bewahrt hat.

Ohne zu wissen, was sich abspielt, ganz recht, das aber wiederum selber wissend.

LG

Gitta

Hallo Franzi,

Million verzockt.

Eben, weil sie keine haben / hatten. Sonst wären die auch

Aber klar doch. Der untere einstellige Millionenbereich.

Zehn, zwanzigtausend Verlust schonmal, Spielgeld halt, um mit der :Zockerei nicht die eigene wirtschaftliche Existenz zu gefährden.

Das ist für mich kein Spielgeld mehr, das ist ne satte
Anzahlung für ne hübsche Eigentumswohnung. Sagt mir mein

Kommt drauf an. In Illinois oder MacPomm freilich schon, sicherlich.

lernen ncihts, wenns schief geht, schreien sie und glauben
plötzlich, sie wüßten alles

Ne, Ruhe und eine gesunde Risiko-Aversion bewahren (mal mit kleinem Spielgeld spielen, wenn mans denn hat), das ist vernünftig und macht Spaß.

Schreien tun ja wohl eher so Typen wie Frau Schäffler. Jämmerlich, obwohl sie Sachen weiß, die Du und ich nicht wissen…

LG

Gitta

Hi,

Zehntausend Euro Spielgeld nennen, ist die Art von Arroganz, die Du selbst den Banken, REgierungen etc vorwirfst. Du scheinst doch alt genug zu sein, um dich an die Schneider.Pleite zu erinnern und das Geschrei, das losging, als die Millionen Peanuts genannt wurden?
Und lesen … Anzahlung hab ich gesagt. Das, was man hingibt, um dann weniger Kredit aufnehmen und abstottern zu müssen. Und jo, für 80000 - 100000 gibt es hier bei mir , in ner sehr kleinen Kleinstadt, ansehnliche Wohnengen. Will ja hier auch nicht weg.
ICH fühle mich durch solche Arroganz und Herablassung auf den Schlips getreten. Wenn solche Herrren Handwerker zehntausend für Spielgeld halten, wie respektvoll gehen die denn dann mit meinem Eigentum um, wenn die für mich was arbeiten sollen? Oder ist das nur deine Wortwahl, die deren Verluste einschätzt…

Die Franzi

Handwerker-Vermögen
Liebe Miezi

Wenn die Handwerker nicht sorgsam mit dem Eigentum ihrer Kunden umgegangen wären, dann hätten sie kein Geld.

Lg

Gitta