Finanzkrise oder Vertrauenskrise?

Nachdem der Dow Jones am Freitag (20.02.2009) zu Handelsschluss einen neuen Tiefstand auf Schlusskursbasis seit Ende November 2008 erreichte, lässt sich der DAX zur Stunde nicht lumpen und nähert sich inzwischen bedrohlich der 4.000-Punkte-Marke. Wird diese unterschritten, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Abwärtswelle Richtung 3.500 Punkte losgetreten werden. Dies hat nicht nur charttechnische Gründe, sondern liegt auch an den anhaltend schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft und von Unternehmensseite. Zudem dürften viele Anleger die Reißleine ziehen, um weitere oder gar ähnliche Verluste wie im Jahr 2008 oder in der Zeit von März 2000 bis März 2003 zu vermeiden. Auch im Zeitraum bis März 2003 endete der Abwärtstrend mit einem finalen Ausverkauf, und kaum jemand rechnete zu dieser Zeit mit einer Trendwende. So sehe ich zumindest ein Fünkchen Hoffnung, dass wir auch dieses Mal wieder eine Trendwende im März bekommen. Dazu bedarf es einer Nachricht, die Hoffnungen auf eine Trendwende nährt und neues Vertrauen schafft. Und genau das dürfte zurzeit das größte Problem sein: Mangel an Vertrauen. In den vergangenen Wochen gab es nicht nur wiederholt zu positive Aussagen von so mancher Unternehmensseite, die sich teilweise schon nach kurzer Zeit als Irrtum oder falsch herausstellten. Das aktuelle Reizthema: Bonuszahlungen. Viele Banken, die inzwischen Staatshilfen in Milliardenhöhe erhalten haben, zahlen einigen Ihrer Mitarbeiter nach wie vor Bonuszahlungen, wenn auch teilweise gekürzt. Vertrauen könnte dadurch wiederhergestellt werden, indem alle Mitarbeiter von Unternehmen aus der Finanzbranche freiwillig und vollständig auf Ihre Bonuszahlungen verzichten, solange die wirtschaftliche Lage so schlecht ist und diese Unternehmen Verluste schreiben. Leider ist das nicht der Fall. Inzwischen sollte jeder wissen, dass es am vernünftigsten ist, durch einen gewissen Verzicht an einem schnellen Ende der Krise mitzuwirken. Die Mitarbeiter von Opel zum Beispiel sind dazu bereit, in Form von Kurzarbeit oder in welcher Form auch immer. Und deren Einkommen bewegen sich im Vergleich zu den Einnahmen der Banker, die Bonuszahlungen erhalten sollen, auf einem niedrigen Niveau. Es wäre schön, wenn der Begriff „Bonuszahlungen“ am Ende nicht das Unwort des Jahres 2009 wird.

Hallo,

Banken, die inzwischen Staatshilfen in Milliardenhöhe erhalten
haben, zahlen einigen Ihrer Mitarbeiter nach wie vor
Bonuszahlungen, wenn auch teilweise gekürzt. Vertrauen könnte
dadurch wiederhergestellt werden, indem alle Mitarbeiter von
Unternehmen aus der Finanzbranche freiwillig und vollständig
auf Ihre Bonuszahlungen verzichten,

hm, interessanter Ansatz. Was aber können die Mitarbeiter dafür, wenn durch Entscheidungen der Vergangenheit Verluste anfallen? Unterstellend, daß es bei den Kreditinstituten auch Mitarbeiter gibt, die nicht nur Unsinn veranstalten und Verluste produzieren, wäre es m.E. hilfreich, gerade diese Leute zu halten. Die Streichung von Boni ist da nicht unbedingt förderlich.

Man sollte bei dem Thema auch nicht vergessen, daß ein ausgefallener Bonus ein rückläufiges Jahresgehalt bedeutet. Du kannst ja mal überlegen, was Du davon halten würdest, wenn man Dein Gehalt reduziert, nur weil an ganz anderer Stelle etwas schiefgelaufen ist.

mitzuwirken. Die Mitarbeiter von Opel zum Beispiel sind dazu
bereit, in Form von Kurzarbeit oder in welcher Form auch
immer. Und deren Einkommen bewegen sich im Vergleich zu den
Einnahmen der Banker, die Bonuszahlungen erhalten sollen, auf
einem niedrigen Niveau.

Du bist Dir schon darüber im Klaren, daß bei einer Bank auch Menschen in der Kantine, in der Post oder im Pförtnerdienst arbeiten, die im unteren tariflichen Bereich bezahlt werden. Diesen Leuten fehlt jetzt ein halbes bis ein ganzes Monatsgehalt, also nicht weniger als 5-10% des Jahreseinkommens.

Es wäre schön, wenn der Begriff
„Bonuszahlungen“ am Ende nicht das Unwort des Jahres 2009
wird.

Und ich fände schön, wenn sich diejenigen, die derartige Forderungen in den Raum stellen, darüber Gedanken machten, wer damit vor allem bestraft wird.

Gruß
Christian

Du verteidigst obszön hohe Gehälter mit dem Argument, der Parkwächter hat doch ein Recht auf seine 400 Euros im Monat.
Natürlich hat er das, er hat ja auch die ganze Zeit erfolgreich aufgepaßt, daß die Autos nicht kaputtgehen.
Die sind aber doch kaputtgegangen, weil die Außerirdischen sie mit ihren Phaserstrahlen beschossen haben.

Aber wer waren wohl die Außerirdischen? Und was ist ihr Gehaltsniveau? Und warum ist es gerecht, Ihnen irrwitzig hohe Gehälter (z.B. aus meinem persönlichen Geldvermögen) auszuzahlen?
Das kann ich auch: Schaden anrichten und dann Honorar dafür fordern. Ich mache es aber nicht, weil ich eine Ehre im Leib habe.

An anderer Stelle sagte ich bereits, manche Leute haben halt Glück oder sind supergut und kriegen wahnsinnig viel Geld. Die sollen durch Prunkentfaltung und Mildtätigkeit die anderen teilhaben lassen. Solches ist kaum erkennbar.
Du sagst, die müssen ja die Hälfte ans Finanzamt abgeben. Ja, aber erstens ist die Hälfte von ein paar Milliönchen jährlich immer noch erklecklich und zweitens fordern sie es jetzt vom Finanzamt zurück, weil sie oder ihresgleichen die ganze Zeit Scheiße gebaut haben.
Ich wenn dem Finanzamt mit sowas käme, würdense mich einweisen lassen in die Psychiatrie.

LG

Gitta

Du verteidigst obszön hohe Gehälter mit dem Argument, der
Parkwächter hat doch ein Recht auf seine 400 Euros im Monat.

Ich verteidige gar nichts. Ich sage nur, daß die komplette Streichung der Boni bei Kreditinstituten dazu führt, daß Menschen betroffen sind, die weder für die Situation verantwortlich sind, noch über ein so großes Einkommen/Vermögen verfügen, daß es ihnen nichts ausmacht, wenn der Bonus ausfällt.

Vor ungefähr zehn Jahren war es im Bankgewerbe en vogue, die tariflich festgelegten Sonderzahlungen im Frühjahr in einen erfolgsabhängigen Bonus einzubringen. Wer da nicht so für war, dem wurde relativ eindeutig mitgeteilt, daß er dann mit Gehaltserhöhung in den nächsten hundert Jahren nicht mehr zu rechnen brauchte. Außerdem wurde das damals eingebrachte halbe oder ganze Monatsgehalt als Mindestbonus mehr oder weniger festgeschrieben.

Das gilt aber nur, wenn überhaupt ein Bonus gezahlt wird. Wird gar keiner gezahlt, fehlt auf einmal das früher tariflich vereinbarte halbe oder ganze Gehalt der Frühjahrssonderzahlung.

Da spreche ich auch nicht von 400 Euro, die sich ein Rentner/Pensionär/eine Hausfrau auf 400 Euro-Basis reinzieht, sondern von den 2300 oder 2500 Euro, mit denen jemand sich und seine Familie ernährt. Ein Betrag, der (natürlich sanft steigend) u.U. über Jahrzehnte fester Gehaltsbestandteil war aber - wie erwähnt - vor ein paar Jahren - mit der Zusage, immer gezahlt zu werden - in ein Bestandteil der leistungsabhängigen Vergütung umgewandelt wurde.

Als wenn das noch nicht witzig genug wäre, hat man den Mitarbeitern in einigen Häusern die Umwandlung damals mit dem Sahnehäubchen schmackhaft gemacht, daß man mit einem Bonus auch ganz tolle Sachen bezahlen kann (steuer- und sozialabgabenfrei!). Z.B. eine Direktversicherung (brutto für netto), einen Firmenwagen (als Leasingkonstruktion, bei der aus dem Bruttobonus die jährliche Leasingrate bezahlt wird) uv.a.m. Alles kein Problem, weil ja der Bonus quasi zugesichert war.

Kommt der Bonus allerdings nicht, werden aus 2.500 brutto, die abgebucht werden, auf einmal 4000 netto. Mit anderen Worten: nicht nur der Bonus fällt aus, sondern auch das komplette April- oder Maigehalt. Alternativ kann man natürlich auch sein Auto abgeben, aber das ist unter gewissen Umständen unpraktisch.

Aber Du wirst sicherlich eine Argumentation zusammenbasteln können, warum ein Koch, ein Pförtner, ein Hauspostbriefträger oder der Betriebsarzt an der ganzen Situation eine Mitschuld tragen.

Gruß
Christian

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Hallo,

was bezeichnest Du denn als obszön hoch?
Eine Tantiemenkürzung trifft doch alle Angestellte, nicht nur die paar Idioten, die den Karren an die Wand gefahren haben und sich tatsächlich keine Tantieme verdient haben - eher ne Tracht Prügel.

Das Ganze trifft hauptsächlich den kleinen Kundenberater, die EDV, Haus- und Technikpersonal genauso, mit anderen Worten den durchschnittlichen Mitarbeiter, der die überwiegende Mehrheit unter den Angestellten eines Kreditistitutes ist.

Diese Leute haben schon vor Jahren Ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld in eine Tantieme umgewandelt bekommen, sprich, das, was ihnen vorher tariflich zustand wurde ihnen weggenommen und in form einer tantieme zurückgegeben, da war von Freiwilligkeit keine rede.

Das Durchschnittsgehalt eines Bankangestellten in Deutschland liegt bei ca. 3000 EUR pro Monat. Hier mal ein paar Daten: http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Bankangestell…
http://www.gehalt-tipps.de/Gehaltsvergleich/Gehalt/B…)

Du findest also ein Jahresgehalt von Brutto 30-40 T € obszön?

Nur zur Erinnerung aus 3.000 EUR brutto monatlich bleiben netto bei einem Single noch 1.750 EUR übrig.
Jetzt miete Dir mal mit 1750 EUR ne Wohnung in Frankfurt/München/Hamburg/Stuttgart und lebe vom Rest in obszönem Reichtum - das wird eng.

Findest Du das wirklich obszön viel Geld?

Finde ich irgendweie nicht.

Grüße

Uwe

Hallo Gitta,

Deine Darstellung gibt wohl die allgemeine Meinung wieder, wie sie auch durch die Darstellung in den Medien geschaffen wurde.
Schwachpunkt ist aber, dass hier sehr stark emotionalisert wird und z.B. alle Banker über den berühmten gleichen Kamm geschoren werden.

Da wir hier aber in einem EXPERTEN-Forum sind, möchte ich den Versuch machen, mich diesem Thema einmal etwas nüchterner zu nähern:

  1. Des Übels Wurzel:
    Angefangen hat doch so ziemlich alles damit, dass zur Bekämpfung der letzten Wirtschaftsflaute ab 2000 extrem viel Geld in die Märkte gepumpt wurde. Besonders der hoch gelobte Herr Greenspan hat zur Ankurbelung der Wirtschaft viel sehr billiges Geld in Umlauf gebracht.
    Dieses Geld sucht sich seinen Weg und fand ihn diesmal in Form von Immobilienkrediten auf die Konten der „normalen“ Amerikaner.
    An sich noch kein Problem. Dann wwurde das ganze aber immer mehr übertrieben und das Übel begann. Unsere amerikanischen Freunde dachten wohl: Wenn es schon nicht die Internetaktien Ende der 90er waren, dann sind es eben jetzt unsere Holzhäuser, die auf immer und ewig im Wert steigen werden und uns alle reich machen…! Es wurde sich das Geld geliehen (und ausgegeben), dass die eigene Hütte vielleicht in 20 Jahren man wert sein könnte.
    Davon wurde übrigens auch unser Aufschwung zum Teil bezahlt… .

Bis hierher sind die bösen Banker noch recht unschuldig. Hr. Greenspan und John Dow stehen am Pranger.

  1. Der Virus frisst sich voran.
    Es ist in den USA vollkommen normal, dass Hypotheken „verbrieft“, also am Kapitalmarkt weiterverkauft, werden.
    Was dann nicht mehr normal war, war das immer stärkere verschachteln und kombinieren dieser und anderer Finanzprodukte, bis keiner mehr wusste, was tatsächlich drin war.
    Hier finden sich die ersten schuldigen Banker. Wir sind aber immer noch auf der anderen Seite des Atlantiks.

  2. Der Virus wird getarnt
    Die an sich als allwissend geltenden Ratingagenturen (Moody´s, S&amp:stuck_out_tongue_winking_eye: usw.) verstehehn die oben genannten Konstrukte auch nicht. Merken das aber nicht oder wollen es nicht zugeben.
    Aber irgendwie finden sie die Sachen toll und kleben eine „TÜV-Plakette“ drauf.

Schuldig? Die Ratingagenturen.

  1. Die Branche ist nicht geimpft
    Weil man als Investmentbanker die Vielzahl der Konstrukte unmöglich genau kennen und prüfgen kann, verlässt man sich auf den „TÜV“ der Ratingagenturen. Dafür sind sie ja da und das hat jahrelang gut funktioniert.
    Also kauft man z.B. ABS-Papiere mit AAA Rating und geht von geringstem Risiko aus.

Schuld: Jeder und keiner in dieser Branche. Im Nachhinein hätte man das sich ja denken können. Aber zu diesem Zeitpunkt im Alltag?

  1. Noch ein Virus: Die Gier
    Alle Welt ist gierig, wenn sie nicht Angst hat. Von März 2003 bis Mitte 2007 war eindeutig eine wachsende Gier vorherrschend.
    Als Manager von Kapitalanlagen wuchs zunehmend der Druck der Anleger irgendwo immer noch ein paar Basispunkte mehr herauszukitzeln.
    In solchen Phasen werden Risiken von den Anlegern immer stärker ignoriert, also muss sie auch derjenige ignorieren, der die Gelder der Anleger verwaltet.

Schuldig: Wir alle, die wir nach Rendite jagen. Klar hätten Kapitalanlageprofis wissen müssen, dass ein mehr an Rendite nur mit viel mehr Risiko zu erzielen ist. Aber die, die sich daran gehalten haben, haben entweder Gelder verloren und mussten viele lange Diskussionen mit Ihren Kunden führen.

  1. Blackout in den USA
    Alles wäre nicht so schlimm gewesen, hätten die Amis nicht aus Eitelkeit die Lehmann-Brüder pleite gehen lassen.
    Das hat letztlich dazu geführt, dass das Fundament der Finanzbranche zusammen gebrochen ist, das Vertrauen untereinander. Damit haben an sich solide Anlagen über Nacht ihren Wert verloren und das Drama ging so richtig los.

Schuldig? Irgendwer in den USA, dem die Lehmann-Brüde wohl auf den Schlips getreten haben. Und natürlich die Lehmann-Brüder himself.

Also sind die Banker unschuldig? Nein! Nicht alle. Einige haben sicher einen schlechten Job gemacht und waren ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Viele sicher unbewusst. Die verdienen sicher keine Bonifikation für besondere Leistungen. Ein paar wohl bewusst. Die gehören verbannt.

Aber es ist falsch, alle über den berühmten Kamm zu scheren.

Zum Thema Bonifikation:
Das wird bei uns meist missverstanden. Im angelsächsischen Umfeld, das die Finanzszene nun mal prägt, sind die Gehaltsstrukturen anders aufgebaut als beim Opel-Mitarbeiter. Dort machen sog. Boni einen fixen vertraglichen Anteil am Einkommen aus. So wie bei uns Urlaubs- oder Weihnachtsgeld (wo es das noch gibt). Das ist nicht zwingend eine Belohnung für tolle Arbeit, wie das bei uns oft verstanden wird, sondern die vereinbarte Vergütung für das Erreichen bestimmter Ziele.

Für die Bankenlandschaft in D ist das aus meiner Erfahrung anders zu sehen. In manchen Bereichen ist das, was früher mal das 13. Gehalt war heute der Bonus. Nur, dass er jetzt an bestimmte Leistungsziele gekoppelt ist und nicht mehr automatisch gezahlt wird.
In anderen Bereichen ist es wirklich eine Entlohnung für besonders gute Ergebnisse. Hier kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die Zeiten, in denen man damit Neid erregt hat, vorbei sind. Und mein Arbeitgeber nimmt definitiv keine Staatshilfen in Anspruch … .

Ob die Höhe der Einkommen anderer Menschen gerechtfertigt ist, kann ich nur beurteilen, wenn ich diese Gehälter zu verantworten habe und weiss, welchen Ertrag sie für das Unternehmen erwirtschaften.
Deswegen halte ich mich aus dieser Diskussion raus.

Hellau! Der Money-Schorsch

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Hm, ich denke die allerwenigsten haben ein Problem damit, wenn der Geschäftsstellenleiter der örtlichen Sparkasse, der Personalchef der Städtischen HVB, oder sonst ein „normaler“ Bänker weiterhin seine Bonuszahlungen bekommt.

Dem Volke gehts doch um die „ganz Großen“, Manager mit Jahresgehältern über 250.000 €, meinetwegen auch über 500.000, die allesamt Entscheidungen treffen, von einer Größenordnung, dass die Weltwirtschaft ins Wanken geraten lässt.

In meiner Firma wird ein Bonus nur dann gezahlt, wenn man die im Vorfeld vereinbarten Ziele erreicht hat, sicher nicht, wenn man Mist gebaut hat. Eben ein Anreiz für gute Arbeit. Bei Nichterreichung der Ziele muss man damit rechnen, keinen oder einen geringeren Bonus zu erhalten.

Mit ist natürlich bewusst, dass sich due Schuldigen der Krise nicht so einfach feststellen und beim Namen nennen lassen. Aber fällt z. B. die Bilanz einer Bank in einem Jahr entsprechend schlechter aus, oder vereinbarte Ziele werden nicht erreicht, aber die Bonuszahlungen bleiben gleich - DAS versteht und akzepiert der gewöhnliche Bürger nicht. Medien hin oder her.

Hallo,

Dem Volke gehts doch um die „ganz Großen“, Manager mit
Jahresgehältern über 250.000 €, meinetwegen auch über 500.000,
die allesamt Entscheidungen treffen, von einer Größenordnung,
dass die Weltwirtschaft ins Wanken geraten lässt.

dann sollte das Volk mal darüber nachdenken, daß die zuständigen Geschäftsleiter der stark betroffenen Institute schon lange vor die Tür gesetzt wurden und dementsprechend in diesem Jahr auch keinen Bonus erhalten.

Gruß
Christian

Hi,

Dem Volke gehts doch um die „ganz Großen“, Manager mit Jahresgehältern :über 250.000 €, meinetwegen auch über 500.000, die allesamt :Entscheidungen treffen, von einer Größenordnung, dass die :Weltwirtschaft ins Wanken geraten lässt.

Wenn alle Entscheidungen der GRoßen die Weltwirtshaft ins Wanken bringen, warum kracht es dann erst jetzt? Weil der Geschäftsstellenleiter der örtlichen Sparkasse sich rechtschaffen dagegengestemmt hat?

Auf, auf und davon,

Die Franzi

Hallo Christian

dann sollte das Volk mal darüber nachdenken, daß die
zuständigen Geschäftsleiter der stark betroffenen Institute
schon lange vor die Tür gesetzt wurden und dementsprechend in
diesem Jahr auch keinen Bonus erhalten.

Die Jungs, die das bei der Sachsen LB in Irland vergeigt haben, haben einen Beratungsgesellschaft gegründet, die gegen normales 7 stelliges Beratungshonorar, die LB jetzt davor schützen soll, den gleichen Mist nochmal zu fabrizieren…:smile:

Gruß
Christian

Wallflower

Der Vertrag liegt im Hochsicherheitstresor der Landesregierung :smile:

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Die Jungs, die das bei der Sachsen LB in Irland vergeigt
haben, haben einen Beratungsgesellschaft gegründet, die gegen
normales 7 stelliges Beratungshonorar, die LB jetzt davor
schützen soll, den gleichen Mist nochmal zu fabrizieren…:smile:

Davon weiß ich nichts. Hast Du dazu eine Quelle?

C.

Hallo,

Zitat :
Vor ungefähr zehn Jahren war es im Bankgewerbe en vogue, die tariflich festgelegten Sonderzahlungen im Frühjahr in einen erfolgsabhängigen Bonus einzubringen. Wer da nicht so für war, dem wurde relativ eindeutig mitgeteilt, daß er dann mit Gehaltserhöhung in den nächsten hundert Jahren nicht mehr zu rechnen brauchte. Außerdem wurde das damals eingebrachte halbe oder ganze Monatsgehalt als Mindestbonus mehr oder weniger festgeschrieben.

Anmerkung :
–> Dann haben die (Deine) Bosse schon damals gewusst, was heute auf uns zu kommt.
–> Unter Gehaltserhöhungen meinst Du wohl nicht tarifliche, oder ? Die gab es in jedem Falle weiter, auch wenn Du (und Dein Pförtner und Dein Koch) nicht unterschrieben hatten.
–> Für 9 Jahre mehr, im 10. Jahr halt weniger. Und wo ist es genau festgeschieben ?

Zitat :
Das gilt aber nur, wenn überhaupt ein Bonus gezahlt wird. Wird gar keiner gezahlt, fehlt auf einmal das früher tariflich vereinbarte halbe oder ganze Gehalt der Frühjahrssonderzahlung.

Anmerkung :
–> War es jetzt festgeschrieben, oder nicht ?
–> War es nun aussertariflich, oder nicht ? Unklare Angaben

Zitat :
Als wenn das noch nicht witzig genug wäre, hat man den Mitarbeitern in einigen Häusern die Umwandlung damals mit dem Sahnehäubchen schmackhaft gemacht, daß man mit einem Bonus auch ganz tolle Sachen bezahlen kann (steuer- und sozialabgabenfrei!). Z.B. eine Direktversicherung (brutto für netto), einen Firmenwagen (als Leasingkonstruktion, bei der aus dem Bruttobonus die jährliche Leasingrate bezahlt wird) uv.a.m. Alles kein Problem, weil ja der Bonus quasi zugesichert war.

Anmerkung :
–> „kann“ lese ich da, nicht „muss“, also wohl Dein eigener Zwang (inzwischen)
–> Einmal zugesagt, einmal zugesichert, was denn nun genau ?

Zitat:
Kommt der Bonus allerdings nicht, werden aus 2.500 brutto, die abgebucht werden, auf einmal 4000 netto. Mit anderen Worten: nicht nur der Bonus fällt aus, sondern auch das komplette April- oder Maigehalt. Alternativ kann man natürlich auch sein Auto abgeben, aber das ist unter gewissen Umständen unpraktisch.

Anmerkung :
–> Wie kann der Bonus nicht kommen, wenn er zugesichert war ?
–> Willst Du aus diesen 3 Sätzen einen Anspruch ableiten ?

Zitat :
Aber Du wirst sicherlich eine Argumentation zusammenbasteln können, warum ein Koch, ein Pförtner, ein Hauspostbriefträger oder der Betriebsarzt an der ganzen Situation eine Mitschuld tragen.

Anmerkung :
–> Er musste ja nicht unterschreiben, dann hätte er nur die tarifliche Lohnerhöhung bekommen, und hätte sich als Pförtner, Koch oder Hauspostbriefträger ( Deiner Argumentation nach) keinen Firmenwagen leisten können …

Gruß
Uwe P.

P.S. Du hasst doch bestimmt unter ein Dokument seinerzeit Deinen Namen gesetzt, mit dem Du bekundet hast.
Und genau so geht es vielen Eurer Kunden. Genau so, wie Du jetzt nichts in der Hand hast, haben viele Eurer Kunden etwas unterschieben mit dem Vertrauen zu der Person, die beim Hauskauf gegenüber sass. Ich eingeschlossen. Heute hatte ich noch den Kreditvertrag in der Hand und stellte fest :
–> Die Bank kann den Kredit weiter geben.
–> Die Bank kann in „aussergewöhnlichen“ Situationen die Kreditsumme zurück fordern ( per normalem (noch nicht mal eingeschriebenem) Brief)
–> Die Bank kann in „aussergewöhnlichen“ Situationen den festgeschriebenen Zinssatz ändern.

Wenn Du Deinem Arbeitgeber nicht trauen kannst, wie sollten es dann Kreditnehmer können ? Ich denke, genau dass ist hier die Frage, die eigentlich gestellt wurde :
Finanzkriese oder Vertrauenskriese ?

Natürlich bekommst Du von mir ein Sternchen, da Du mir Einblick gewährt hast in Euer „Innenverhältniss“

Hallo,

Zitat :
Diese Leute haben schon vor Jahren Ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld in eine Tantieme umgewandelt bekommen, sprich, das, was ihnen vorher tariflich zustand wurde ihnen weggenommen und in form einer tantieme zurückgegeben, da war von Freiwilligkeit keine rede.

Anmerkung :
Das bedeutet wohl, dass sie auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld verzicht sollen. Und das in einer Zeit, in der die Banken selbst 18.000.000.000.000.000 Euro, sprich 18 billionen Euro faule Kredite ihr eigen nennen (44% ihrer gesamten Kredite) laut EU-internen Papieren. In der Wirtschaft keine guten Vorraussetzungen für eine Boni.

Das Durchschnittsgehalt eines Bankangestellten in Deutschland liegt bei ca. 3000 EUR pro Monat. Hier mal ein paar Daten: http://www.gehaltsvergleich.com/gehal
http://www.gehalt-tipps.de/Gehaltsver…)

Zitat :
Du findest also ein Jahresgehalt von Brutto 30-40 T € obszön?

Anmerkung :
–> Das wurde nie behauptet.

Zitat :
Nur zur Erinnerung aus 3.000 EUR brutto monatlich bleiben netto bei einem Single noch 1.750 EUR übrig.
Jetzt miete Dir mal mit 1750 EUR ne Wohnung in Frankfurt/München/Hamburg/Stuttgart und lebe vom Rest in obszönem Reichtum - das wird eng.

Anmerkung :
–> Reines Anspruchsdenken. Eure Kunden tun das, aber für Euch ist das nicht vorstellbar, mal weiter ausserhalb zu wohnen.

Zitat :
Findest Du das wirklich obszön viel Geld?

Anmerkung :
–> Wirklich geniale Argumentation : Erst verallgemeinert und dann den armen Single rausgekehrt.

Zitat :
Finde ich irgendweie nicht.

Anmerkung :
Kann ich nachvollziehen.

Grüße

Uwe P.

P.S. Mich würde einmal interessieren : Wenn ich einen Kredit für einen Hauskauf beantrage, für den ich mit meinem Hab und Gut gerade stehe, wieviel Prozent von dieser Summe „erfindet“ meine Bank gerade mal so, und schreibt ihn in den Vertrag und leitet ihn auf das Konto des Hausverkäufers ? Kann mir da mal jemand eine Antwort drauf geben ?

Dieser Artikel wurde von einem/-r Moderator/-in verändert.

Ist mir schon klar.
Die ahnungslosen Heinis in der Filiale, die je nach Kontostand des Kunden ihre Umgangsform von unfreundlich auf freundlich und scheißfreundlich wechseln müssen, über zuviel Arbeit in der Bank klagen und dann plötzlich im Back-Shop des Supermarkts einen neuen Job finden… Die kriegen keine obszönen Gehälter, hat ja niemand behauptet.

Aber vom Kopf her stinkt die Forelle. Das weiß doch jeder.

LG

Gitta

Guten morgen,

vorab: Deine Artikel sind extrem schlecht zu lesen, weil Du die eigenhändig zitierst und damit die von wer-weiss-was eingefügten Zitierhilfen (Doppelpunkte entfernst). Bei der nächsten Antwort bitte die Doppelpunkte stehen lassen.

Anmerkung :
–> Dann haben die (Deine) Bosse schon damals gewusst, was
heute auf uns zu kommt.

Nein, haben sie nicht. Und überhaupt: was hat das mit mir zu tun?

–> Unter Gehaltserhöhungen meinst Du wohl nicht
tarifliche, oder ? Die gab es in jedem Falle weiter, auch wenn
Du (und Dein Pförtner und Dein Koch) nicht unterschrieben
hatten.

Weder mein Koch noch mein Pförtner und: wer gibt sich mit tariflichen Gehaltserhöhungen zufrieden. Und noch ein und: Auch ein tarifliches Gehalt enthält oftmals außertarifliche Elemente, die durchaus gestrichen werden können. Oder aber tarifliche Erhöhungen werden mit außertariflichen Bestandteilen verrechnet.

–> Für 9 Jahre mehr, im 10. Jahr halt weniger. Und wo ist
es genau festgeschieben ?

9 Jahre, 10 Jahre? Worauf beziehst Du Dich?

Zitat :
Das gilt aber nur, wenn überhaupt ein Bonus gezahlt wird. Wird
gar keiner gezahlt, fehlt auf einmal das früher tariflich
vereinbarte halbe oder ganze Gehalt der
Frühjahrssonderzahlung.

Anmerkung :
–> War es jetzt festgeschrieben, oder nicht ?

Was war festgeschrieben? Vernünftiges Zitieren ist hilfreich.

–> War es nun aussertariflich, oder nicht ? Unklare
Angaben

Was war außertariflich. Vernünftiges Zitieren ist hilfreich.

Zitat :
Als wenn das noch nicht witzig genug wäre, hat man den
Mitarbeitern in einigen Häusern die Umwandlung damals mit dem
Sahnehäubchen schmackhaft gemacht, daß man mit einem Bonus
auch ganz tolle Sachen bezahlen kann (steuer- und
sozialabgabenfrei!). Z.B. eine Direktversicherung (brutto für
netto), einen Firmenwagen (als Leasingkonstruktion, bei der
aus dem Bruttobonus die jährliche Leasingrate bezahlt wird)
uv.a.m. Alles kein Problem, weil ja der Bonus quasi
zugesichert war.

Anmerkung :
–> „kann“ lese ich da, nicht „muss“, also wohl Dein
eigener Zwang (inzwischen)

Welches „kann“ meinst Du? Vernünftiges Zitieren ist hilfreich. Und: was hat das mit mir zu tun?

–> Einmal zugesagt, einmal zugesichert, was denn nun genau
?

Ganz einfach: die Einbringung der Frühjahrssonderzahlung in die leistungsabhängige Vergütung wurde den Mitarbeitern so verkauft, als sei zumindest ein Bonus in Höhe des bisherigen halben oder ganzen Gehaltes fast ganz sicher. Das verstehe ich unter Zusicherung.

Zitat:
Kommt der Bonus allerdings nicht, werden aus 2.500 brutto, die
abgebucht werden, auf einmal 4000 netto. Mit anderen Worten:
nicht nur der Bonus fällt aus, sondern auch das komplette
April- oder Maigehalt. Alternativ kann man natürlich auch sein
Auto abgeben, aber das ist unter gewissen Umständen
unpraktisch.

Anmerkung :
–> Wie kann der Bonus nicht kommen, wenn er zugesichert
war ?

Siehe oben.

–> Willst Du aus diesen 3 Sätzen einen Anspruch ableiten ?

Was hat das mit mir zu tun?

Zitat :
Aber Du wirst sicherlich eine Argumentation zusammenbasteln
können, warum ein Koch, ein Pförtner, ein Hauspostbriefträger
oder der Betriebsarzt an der ganzen Situation eine Mitschuld
tragen.

Anmerkung :
–> Er musste ja nicht unterschreiben, dann hätte er nur
die tarifliche Lohnerhöhung bekommen,

Die ggfls. mit außertariflichen Gehaltsbestandteilen verrechnet worden wäre.

und hätte sich als
Pförtner, Koch oder Hauspostbriefträger ( Deiner Argumentation
nach) keinen Firmenwagen leisten können …

Bei Firmenwagen gibt es eher nach oben als nach unten eine Grenze.

P.S. Du hasst doch bestimmt unter ein Dokument seinerzeit
Deinen Namen gesetzt, mit dem Du bekundet hast.

Was hat das mit mir zu tun?

Und genau so geht es vielen Eurer Kunden. Genau so, wie Du
jetzt nichts in der Hand hast, haben viele Eurer Kunden etwas

Was hat das mit mir und meinen Kunden zu tun?

unterschieben mit dem Vertrauen zu der Person, die beim
Hauskauf gegenüber sass. Ich eingeschlossen. Heute hatte ich
noch den Kreditvertrag in der Hand und stellte fest :
–> Die Bank kann den Kredit weiter geben.

Was hat das mit dem Thema zu tun?

–> Die Bank kann in „aussergewöhnlichen“ Situationen die
Kreditsumme zurück fordern ( per normalem (noch nicht mal
eingeschriebenem) Brief)

„Noch nicht mal“? Jetzt wird es irgendwie ziemlich schräg und zu Deinem Vertrag kann ich ohnehin nichts sagen.

–> Die Bank kann in „aussergewöhnlichen“ Situationen den
festgeschriebenen Zinssatz ändern.

Das dürfte wohl auch im Vertrag geregelt sein.

Wenn Du Deinem Arbeitgeber nicht trauen kannst,

Ich verstehe immer noch nicht, was das ganze mit mir zu tun haben soll.

wie sollten es
dann Kreditnehmer können ?

Eigentlich ist es regelmäßig der Kreditgeber, der auf etwas vertraut - nämlich auf die Rückzahlung.

Natürlich bekommst Du von mir ein Sternchen, da Du mir
Einblick gewährt hast in Euer „Innenverhältniss“

Mit mir hat das ganze nun wirklich gar nichts zu tun.

Gruß
C.

Ist mir schon klar.
Die ahnungslosen Heinis in der Filiale, die je nach Kontostand
des Kunden ihre Umgangsform von unfreundlich auf freundlich
und scheißfreundlich wechseln müssen,

Sind diese Bemerkungen für den Sachverhalt von Bedeutung?

über zuviel Arbeit in
der Bank klagen und dann plötzlich im Back-Shop des
Supermarkts einen neuen Job finden…

Sind diese Bemerkungen für den Sachverhalt von Bedeutung?

Die kriegen keine
obszönen Gehälter, hat ja niemand behauptet.

Ich darf zitieren:
„Du verteidigst obszön hohe Gehälter mit dem Argument, der Parkwächter hat doch ein Recht auf seine 400 Euros im Monat.“

Versuch mal, eine saubere Linie in Deine Argumentation zu bekommen.

Nebenbei: der Ausgangspunkt war die Forderung, daß „alle Mitarbeiter von Unternehmen aus der Finanzbranche freiwillig und vollständig auf ihre Bonuszahlungen“ verzichten sollen.

Aber vom Kopf her stinkt die Forelle. Das weiß doch jeder.

Ich habe in meinem ganze Leben genauso wenig in einer Filiale gearbeitet wie ich es mit stinkenden Fischen zu tun hatte. Für diese Fragestellungen mußt Du Dir also jemand anderen suchen.

C.

Das bedeutet wohl, dass sie auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld

verzicht sollen. Und das in einer Zeit, in der die Banken
selbst 18.000.000.000.000.000 Euro, sprich 18 billionen Euro
faule Kredite ihr eigen nennen (44% ihrer gesamten Kredite)
laut EU-internen Papieren. In der Wirtschaft keine guten
Vorraussetzungen für eine Boni.

Hallo,

jetzt geht´s aber drunter und drüber.
Diese „EU-internen Papiere“ sind wahrscheinlich von den Büros „Grimm und Andersen“ erstellt?

Zur Erinnerung:
Die faulen Kredite liegen in den USA und nicht bei den europäischen Banken.
Sollten europäische Banken betroffen sein, dann handelt es sich um Wertpapiere, die z.B. in Form von ABS-Papieren in den Depots liegen.

Dort haben wir das Problem, dass der ganze Anleihemarkt komplett aus den Fugen geraten ist und schnell mal ein Papier, das gestern noch Top war, heute als Pfui angesehen wird und morgen wieder top ist.

Politische Quellen (z.B. „EU-intern“) und größtenteils auch die Presse sind derzeit oft nicht zwingend als kompetent anzusehen.

Also dieses Argument ist zwar prima geeignet, um weiter irgendwelche Emotionen zu schüren, ansonsten aber eher vernachlässigbar.

Der Money-Schorsch

Hallo,

Das bedeutet wohl, dass sie auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld
verzicht sollen. Und das in einer Zeit, in der die Banken
selbst 18.000.000.000.000.000 Euro, sprich 18 billionen Euro
faule Kredite ihr eigen nennen (44% ihrer gesamten Kredite)
laut EU-internen Papieren.

das wäre in der Tat beachtlich, belaufen sich die konsolidierten Aktiva des europäischen Finanzsystems nur auf knapp 25 Bio. Euro.

P.S. Mich würde einmal interessieren : Wenn ich einen Kredit
für einen Hauskauf beantrage, für den ich mit meinem Hab und
Gut gerade stehe, wieviel Prozent von dieser Summe „erfindet“
meine Bank gerade mal so, und schreibt ihn in den Vertrag und
leitet ihn auf das Konto des Hausverkäufers ? Kann mir da mal
jemand eine Antwort drauf geben ?

Schwer möglich, weil die Frage unverständlich ist.

C.

Hallo,

Anmerkung :
Das bedeutet wohl, dass sie auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld
verzicht sollen.

Stimmt. Genau das bedeutet es. Meinst Du das hilft die Krise zu mildern?
Wenn der normale Bankangestellte also auf 15% seines Jahreseinkommens verzichten soll, obwohl er nicht für die Krise verantwortlich ist, weil er nett Überweisungen bearbeitet, Sparverträge anlegt, den Reinigungsdienst überwacht, usw. dann doch bitte auch der Verkäufer bei Lidl, der kann genau so viel für die Krise.
Wenn morgen in der Autoindustrie 15 % Arbeitsplätze (oder Löhne, das kommt auf das gleiche raus) wegfielen wäre der Aufschrei groß.

Ich denke, es dürfte mittlerweile klar sein, dass der kleine Angestellte nun wirklich keine Schuld an der Sache hat, oder?

Und das in einer Zeit, in der die Banken
selbst 18.000.000.000.000.000 Euro, sprich 18 billionen Euro
faule Kredite ihr eigen nennen (44% ihrer gesamten Kredite)

Gibst Du mir dafür noch die Quelle? Die Studie habe ich noch nirgendwo veröffentlicht gesehen.

laut EU-internen Papieren.

Du hast da Einblick? Arbeitest Du bei der EU?

In der Wirtschaft keine guten
Vorraussetzungen für eine Boni.

Nochmal, wir reden hier von Weihnachts- und Urlaubsgeldern für Durchschnittsverdiener, die nach Tarif bezahlt werden.

Wenn Du einem Vorstand mit 5 Mio Jahresgehalt den Bonus absprichst, kann ich Dir da zustimmen. Der wird aussertariflich bezahlt und ist mit seinen Entscheidungen tatsächlich in weitaus größerer Verantwortung als der Sachbearbeiter Schmidt aus der 3. Etage.

Zitat :
Nur zur Erinnerung aus 3.000 EUR brutto monatlich bleiben
netto bei einem Single noch 1.750 EUR übrig.
Jetzt miete Dir mal mit 1750 EUR ne Wohnung in
Frankfurt/München/Hamburg/Stuttgart und lebe vom Rest in
obszönem Reichtum - das wird eng.

Anmerkung :
–> Reines Anspruchsdenken. Eure Kunden tun das, aber für
Euch ist das nicht vorstellbar, mal weiter ausserhalb zu
wohnen.

Für Euch?
Ich hab mal bei meinen Kollegen gefragt (10 Stück), weil ich mit einer einfachen Entfernung von 130 km (75 min), die ich täglich zu meinem Arbeitsplatz pendle vielleicht nicht repräsentativ bin.
Wir haben alle zwischen 50 und 120 min Anfahrtszeit (einfach) täglich-verallgemeinern würde ich das also nicht.

Diese Anfahrten hat der kleine Sparkässler vor Ort nicht, aber der würde am meisten unter der vorgeschlagenen Bonuskürzung leiden ( und nochmal: Bonus ist in der Bankenwelt in der Regel keine Belohnung für tolle Taten, sondern das, was früher Weihnachts- und Urlaubsgeld war.)

Anmerkung :
–> Wirklich geniale Argumentation : Erst verallgemeinert
und dann den armen Single rausgekehrt.

Wieso nicht, immerhin ist die Hälfte der arbeitnehmenden Bevölkerung in D nicht verheiratet. Die Anzahl an Singlehaushalten nimmt in D übrigens rapide zu.

(Ich hab übrigens auch ne Quelle. Reicht Dir das statistische Bundesamt aus?
https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/onlin…

https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/onlin…
)

Grüße

Uwe

Grüße

Uwe P.

P.S. Mich würde einmal interessieren : Wenn ich einen Kredit
für einen Hauskauf beantrage, für den ich mit meinem Hab und
Gut gerade stehe, wieviel Prozent von dieser Summe „erfindet“
meine Bank gerade mal so, und schreibt ihn in den Vertrag und
leitet ihn auf das Konto des Hausverkäufers ? Kann mir da mal
jemand eine Antwort drauf geben ?

PS. Was meinst Du?
Geldschöpfung?

Anmerkung:

ich hab gerade gesehen, dass die Session für die Abfrage bei destatis abgelaufen ist, aber ich hab die Tabelle noch mal kopiert:

GENESIS-Tabelle: Temporär
Bevölkerung: Deutschland, Stichtag, Altersjahre,
Nationalität/Geschlecht/Familienstand
Fortschreibung des Bevölkerungsstandes
Deutschland
Bevölkerungsstand (Anzahl)
Familienstand
verheiratet Insgesamt
31.12.2007
18-Jährige 2769 960142
19-Jährige 8550 994435
20-Jährige 17744 982931
21-Jährige 30963 976593
22-Jährige 48971 955596
23-Jährige 72869 962301
24-Jährige 103548 978079
25-Jährige 142916 1009292
26-Jährige 183756 1009423
27-Jährige 228852 1020405
28-Jährige 263488 974244
29-Jährige 303661 963366
30-Jährige 341360 955863
31-Jährige 372472 943930
32-Jährige 393342 920945
33-Jährige 427458 935674
34-Jährige 454102 947002
35-Jährige 520713 1040387
36-Jährige 594834 1149399
37-Jährige 638924 1203073
38-Jährige 710998 1292288
39-Jährige 764277 1354786
40-Jährige 809831 1389707
41-Jährige 850241 1428871
42-Jährige 869344 1438489
43-Jährige 902086 1463605
44-Jährige 915071 1455878
45-Jährige 901127 1411275
46-Jährige 903139 1390559
47-Jährige 889465 1352558
48-Jährige 879836 1309865
49-Jährige 846084 1243286
50-Jährige 840793 1217606
51-Jährige 829561 1188090
52-Jährige 814581 1153425
53-Jährige 807364 1134359
54-Jährige 789167 1099322
55-Jährige 797301 1101293
56-Jährige 787655 1078735
57-Jährige 793736 1084372
58-Jährige 772895 1046225
59-Jährige 709952 960408
60-Jährige 669122 903118
61-Jährige 582284 789258
62-Jährige 511010 697389
63-Jährige 682726 924066
64-Jährige 689857 937097
Insgesamt D 35992654 82217830
Insgesamt 18-64 26470795 51729010
Bis 1989: Früheres Bundesgebiet
©opyright Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2009
Stand: 24.02.2009 / 15:52:10

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Also, ich wollte sagen, die kleinen Angestellten in den Bankfilialen haben es auch nicht leicht, arme Hunde teilweise.

Die Großverdiener, die (nicht nur im Bankgewerbe) Billionen der amerikanischen Hochfinanz in den Rachen geworfen haben, mit denen sollte gemacht werden, was ich hier nicht sagen mag.

LG

Gitta