jemand will demnächst bauen und hat sich einen finanzmakler gesucht, der die günstigste finanzierung raussuchen soll. der makler möchte bei abschluss eine provision in höhe von 1% der darlehenssumme. ansonsten lässt er sich die provison von der bank bezahlen, was die bank aber durch einen höheren zinssatz an den bauherren weiter gibt. ist das wirklich so oder möchte der gute mann den bauherren übers ohr hauen?
Was glaubt jemand wovon der Makler wohl lebt?
Von guten Ratschlägen, die er dafür aber nicht für umme abgeben kann.
Oder glaubst Du, dass ein Autoverkäufer nichts verdient?
der Mann ist Finanzmakler und nicht die Heilsarmee. D.h. für seine Bemühungen wird er schon so böse sein dürfen Bezahlung zu verlangen. Hierzu gibt es genau die beiden genannten Ansätze: Entweder ihr macht direkt ein Honorar aus, und bekommt den Zinssatz weitergeleitet den er bekommt, oder er schlägt hierauf eine Marge, wobei natürlich die Provision dann über die Laufzeit mit Zins und Zinseszins läuft. Die Marge kann man bei entsprechenden Online-Handelsplattformen für Makler frei einstellen und Du siehst nie, was er für sich aufgeschlagen hat. Was bei welchen Sätzen günstiger ist, kann man ausrechnen, üblicherweise ist es aber tatsächlich so, dass die direkt gezahlte Provision günstiger kommen dürfte, wenn der Mann einen nicht gerade vorsätzlich übers Ohr hauen will.
BTW: Ich verstehe das Problem auch deshalb nicht, weil die Provision ja nur bei Abschluss fällig wird. D.h. wenn Du bei dem Mann abschließen willst, dann doch wohl deshalb, weil seine Konditionen günstiger sind als andere die dir angeboten wurden. Es liegt nun mal in der Sache, dass im Wettbewerb niemand freiwillig mehr Zugeständnisse macht als nötig. D.h. wenn Du anderweitig X,Y% bekommen könntest wird der Makler nicht ohne Not viel weniger als X,Y%-0,Z anbieten. Eben gerade so viel günstiger sein, dass Du bei ihm abschließt. Damit ist dann doch beiden geholfen.
Gruß vom Wiz, der auch über einen seroösen Vermittler Konditionen bekam, die keine Bank schlagen konnte und seinem Vermittler auch gleich die Provision gezahlt hat, der aber bei nächster Gelegenheit trotzdem versuchen wird direkt mit der das Darlehen letztendlich bereitstellenden Versicherung ins Gespräch zu kommen Das ist nämlich das Risiko der Vermittler
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das ist marktübliches Vorgehen und für Dich allemal fairer und transparenter als Dich von Deiner Hausbank vergackeiern zu lassen.
Die Bankfiliale u. ggf übrgeordnete Regionalstrukturen bekommen nämlich auch eine Provision auf Dein Darlehen, wenn Du es dort abschließt. Oft ist das teurer, weil kontinuierlich z.B. 0,5% p.a. fließen. Das kann über die Laufzeit ein ordentliches Sümmchen ergeben.
Wenn Dir Dein Makler dann noch die richtigen Instrumente (Laufzeiten, Tilgung, Bausparen etc.) passend zusammenstellt: Herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht!
Gruß Schorsch
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