FINANZTEST: Bloß noch nichts unterschreiben !

HI!

Das Bundesaufsichtsamt fuer das Versicherungswesen hat noch keinen einzigen NEUEN Vertrag zertifiziert!

( Wer dennoch irgendetwas unterschreiben sollte wird nicht gefoedert! ).

Die Stiftung Warentest/ Finanztest informiert dazu:

Das Warten auf die Riester-Rente geht für die Kunden weiter.

Der Bundesrat hat der Rentenreform am 11.05. 2001 zugestimmt.

Allerdings stehen noch nicht alle Details fest. Klar ist nur, welche Formen von privater Vorsorge von 2002 an gefördert werden.

Noch gibt es aber keine konkreten Angebote. Gefördert werden nur Verträge, die das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen in einem speziellen Verfahren zertifiziert hat.

Und das dauert noch ! Die Behörde ist gerade erst dabei, Mitarbeiter für die Prüfung der Finanzangebote zu suchen.

Nichts steht fest.

FINANZtest rät:

Warten Sie in aller Ruhe ab, was an Produkten auf den Markt kommt. Die Unternehmen haben bereits angekündigt, speziell für die Riester-Rente ganz NEUE Produkte zu entwickeln.

Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen rechnet mit rund 20.000 verschiedenen Angeboten.

Es bleibt Zeit genug, sich in aller Ruhe zu informieren und die am besten geeignete Form der Vorsorge zu finden.

Die zertifizierten Produkte sind noch dazu auch jenseits der staatlichen Förderung viel versprechend: Das Gesetz stellt in Sachen Kostenverteilung und Transparenz deutlich höhere Anforderungen an Vorsorgeverträge als die allgemeinen Vorschriften.

Bindung mit Verlust!

Wer bis Ende dieses Jahres schon Verträge unterschreibt, läuft Gefahr, sich bis ins Rentenalter zu binden, ohne dass er die begehrten Zuschüsse für die private Vorsorge auch tatsächlich erhält. Selbst wenn Versicherungsunternehmen und andere Anbieter jetzt abgeschlossene Verträge später so anpassen wollen, dass sie die Riester-Bedingungen erfüllen, drohen Verluste.

Unter welchen Bedingungen die Anpassung erfolgen kann, ist noch völlig unklar. In den Gesetzentwürfen sind keine genauen Regelungen vorgesehen. Das gilt besonders auch für Rentenversicherungsverträge, die schon früher abgeschlossen wurden.

Die klassische Lebensversicherung kann ohnehin nicht Riester-tauglich umgewandelt werden.

Weniger Rente, mehr Vorsorge

Mit der Rentenreform will die Bundesregierung die bisherige gesetzliche Rentenversicherung um verstärkte private Vorsorge ergänzen. Gleichzeitig soll das Niveau der gesetzlichen Rente allmählich sinken, damit die Beiträge nicht zu sehr steigen.

Als Anreiz für die private Vorsorge winken Steuererleichterungen und Zuschüsse. In der Endstufe will die Bundesregierung jährlich rund 20 Milliarden Mark locker machen, um der Eigeninitiative auf die Sprünge zu helfen.

Gruss
jan

hallo, Jan,
im Prinzip richtig. Doch mit kleinen Schönheitsfehlern.
Beispiel: Nürnberger: sie bietet eine Riester-fähige Absicherung, die den Vorraussichtlichen Bestimmungen entspricht (11.5.2001). Sollte dies jedoch nicht zutreffen (weil die politiker sich wieder etwas neues einfallen haben lassen), dann gibt diese Versicherung die Garantie, das der Vertrag rückabgewickelt wird. Der Kunde hat halt den Vorteil, dass er jetzt schon ansparen kann. Ob das sehr sinnvoll ist, sei dahin gestellt.
Außerdem wird sich keiner bis ins Alter an eine Versicherung binden müssen: diese Versicherung wird genaus eine Kann-Verpflichtung sein, wie alle anderen Rentenversicherungen auch. Zum Glück für den Außendienst wird nur ratierlich die provision bezahlt (also so wie der kunde zahlt). Damit ist der mist, der bei Einführung der VWL passierte ausgeschlossen. Damals verdienten die Verterer enorm… um ein Jahr später alles wieder zurück zahlen zu müssen: der kunde wurde dann von den Bausparkassenvertreter „verblockt“. Also kündigte er den LV-Vertrag und schl0oß einen BSV ab. Ein Jahr später kamen die Banken… das Spiel ging weiter.
Wenn möglich werde ich mich aus dieser Art des Verkaufes heraushalten. Ich arbeite ungern für 2.50 DM im Monat.

… dass sie die Riester-Bedingungen erfüllen, drohen
Verluste.

Das stimmt auch nicht: die N (ich bin kein Vertreter der N) garantiert die Rückabwicklung.

Die klassische Lebensversicherung kann ohnehin nicht
Riester-tauglich umgewandelt werden.

Das ist richtig. Nur neue darauf vorbereitet.

Mit der Rentenreform will die Bundesregierung die bisherige
gesetzliche Rentenversicherung um verstärkte private Vorsorge
ergänzen. Gleichzeitig soll das Niveau der gesetzlichen Rente
allmählich sinken, damit die Beiträge nicht zu sehr steigen.

Hier schleicht sich der Gesetzgeber klammheimlich aus der Verantwortung. Denn die Riester-Rente wird bei Höchstbeiträgen (also die volle geförderte Summe) knapp unter 600,- DM ausmachen.

Als Anreiz für die private Vorsorge winken
Steuererleichterungen und Zuschüsse. In der Endstufe will die
Bundesregierung jährlich rund 20 Milliarden Mark locker
machen, um der Eigeninitiative auf die Sprünge zu helfen.

Das wäre schön, wenn es konsequent weiter ausgebaut würde. nur da glaube ich nicht so recht daran.
Grüße
Raimund

Hi Raimund

Wunderbar, dass Du dich meldest, denn…

hallo, Jan,
im Prinzip richtig. Doch mit kleinen Schönheitsfehlern.
Beispiel: Nürnberger: sie bietet eine Riester-fähige
Absicherung, die den Vorraussichtlichen Bestimmungen
entspricht (11.5.2001).

verstehen tu ich aber nicht: Denn keine Vers. soll foerderungsfaehig sein, wenn diese nicht - wir ja gar keine zur Zeit, lt. Bundesaufsichtsamt der Vers. - zertifiziert sei, dann ist diese es ja auch nicht, oder ?

Sollte dies jedoch nicht zutreffen - was ich wg. des quasie Veto’s des Bundesamtes glaube -

(weil die politiker sich wieder etwas neues einfallen haben
lassen), dann gibt diese Versicherung die Garantie, das der
Vertrag rückabgewickelt wird. Der Kunde hat halt den Vorteil,
dass er jetzt schon ansparen kann. Ob das sehr sinnvoll ist,
sei dahin gestellt.

Das erklaer mir doch mal bitte genauer, wie das gehen soll- ohne voerderungswuerdig zu sein.

Außerdem wird sich keiner bis ins Alter an eine Versicherung
binden müssen: diese Versicherung wird genaus eine
Kann-Verpflichtung sein, wie alle anderen Rentenversicherungen
auch. Zum Glück für den Außendienst wird nur ratierlich die
provision bezahlt (also so wie der kunde zahlt). Damit ist der
mist, der bei Einführung der VWL passierte ausgeschlossen.
Damals verdienten die Verterer enorm… um ein Jahr später
alles wieder zurück zahlen zu müssen: der kunde wurde dann von
den Bausparkassenvertreter „verblockt“. Also kündigte er den
LV-Vertrag und schl0oß einen BSV ab. Ein Jahr später kamen die
Banken… das Spiel ging weiter.

Aha, versteh’ ich ja…

Wenn möglich werde ich mich aus dieser Art des Verkaufes
heraushalten. Ich arbeite ungern für 2.50 DM im Monat.

… dass sie die Riester-Bedingungen erfüllen, drohen
Verluste.

Das stimmt auch nicht: die N (ich bin kein Vertreter der N)
garantiert die Rückabwicklung.

OK.

Die klassische Lebensversicherung kann ohnehin nicht
Riester-tauglich umgewandelt werden.

Das ist richtig. Nur neue darauf vorbereitet.

AHA, interessant.

Mit der Rentenreform will die Bundesregierung die bisherige
gesetzliche Rentenversicherung um verstärkte private Vorsorge
ergänzen. Gleichzeitig soll das Niveau der gesetzlichen Rente
allmählich sinken, damit die Beiträge nicht zu sehr steigen.

Hier schleicht sich der Gesetzgeber klammheimlich aus der
Verantwortung. Denn die Riester-Rente wird bei Höchstbeiträgen
(also die volle geförderte Summe) knapp unter 600,- DM
ausmachen.

Als Anreiz für die private Vorsorge winken
Steuererleichterungen und Zuschüsse. In der Endstufe will die
Bundesregierung jährlich rund 20 Milliarden Mark locker
machen, um der Eigeninitiative auf die Sprünge zu helfen.

Das wäre schön, wenn es konsequent weiter ausgebaut würde. nur
da glaube ich nicht so recht daran.

Grüße
Raimund

Ok, thanks…ich glaubs eher, da ja lange genug massiv’gekaspert’ wurde.

Gruss
jan

HI!

Das Bundesaufsichtsamt fuer das Versicherungswesen hat noch
keinen einzigen NEUEN Vertrag zertifiziert!

stimmt, die Behörde gibt es noch gar nicht.

( Wer dennoch irgendetwas unterschreiben sollte wird nicht
gefoedert! ).

stimmt nicht unbedingt. Einige Gesellschaften, z.B. die B, bieten eine für den Kunden kostenfreie Umstellung auf das zertifizierte Produkt an, falls es überhaupt anders aussehen wird.

Die Stiftung Warentest/ Finanztest informiert dazu:

Das Warten auf die Riester-Rente geht für die Kunden weiter.

Der Bundesrat hat der Rentenreform am 11.05. 2001 zugestimmt.

Allerdings stehen noch nicht alle Details fest. Klar ist nur,
welche Formen von privater Vorsorge von 2002 an gefördert
werden.

Noch gibt es aber keine konkreten Angebote. Gefördert werden
nur Verträge, die das Bundesaufsichtsamt für das
Versicherungswesen in einem speziellen Verfahren zertifiziert
hat.

Und das dauert noch ! Die Behörde ist gerade erst dabei,
Mitarbeiter für die Prüfung der Finanzangebote zu suchen.

Nichts steht fest.

FINANZtest rät:

Warten Sie in aller Ruhe ab, was an Produkten auf den Markt
kommt. Die Unternehmen haben bereits angekündigt, speziell für
die Riester-Rente ganz NEUE Produkte zu entwickeln.

Das bezweifle ich. Es läuft doch auf Rentenversicherungen hinaus. Das sind nun wirklich keine neuen Produkte

Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen rechnet mit
rund 20.000 verschiedenen Angeboten.

Es bleibt Zeit genug, sich in aller Ruhe zu informieren und
die am besten geeignete Form der Vorsorge zu finden.

mit jedem Jahr wirst du älter und hast weniger Zeit anzusparen. Wir haben mal rund gerechnet, bei einem 25 jährigen sind das schnell 80,-- DM Monatsrente

Die zertifizierten Produkte sind noch dazu auch jenseits der
staatlichen Förderung viel versprechend: Das Gesetz stellt in
Sachen Kostenverteilung und Transparenz deutlich höhere
Anforderungen an Vorsorgeverträge als die allgemeinen
Vorschriften.

Bindung mit Verlust!

Wer bis Ende dieses Jahres schon Verträge unterschreibt, läuft
Gefahr, sich bis ins Rentenalter zu binden, ohne dass er die
begehrten Zuschüsse für die private Vorsorge auch tatsächlich
erhält. Selbst wenn Versicherungsunternehmen und andere
Anbieter jetzt abgeschlossene Verträge später so anpassen
wollen, dass sie die Riester-Bedingungen erfüllen, drohen
Verluste.

Unter welchen Bedingungen die Anpassung erfolgen kann, ist
noch völlig unklar. In den Gesetzentwürfen sind keine genauen
Regelungen vorgesehen. Das gilt besonders auch für
Rentenversicherungsverträge, die schon früher abgeschlossen
wurden.

So ist es, daher werden in den „Vorprodukten“ besondere Vereinbarungen eingebaut, die sind Vertragsbestandteil. Welche Verluste drohen sollen, ist mir bei der Konstellation nicht klar. Ich halte es für ein Vorteil (besseres Eintrittsalter), wenn man sich jetzt schon entscheidet.

Die klassische Lebensversicherung kann ohnehin nicht
Riester-tauglich umgewandelt werden.

Weniger Rente, mehr Vorsorge

Mit der Rentenreform will die Bundesregierung die bisherige
gesetzliche Rentenversicherung um verstärkte private Vorsorge
ergänzen. Gleichzeitig soll das Niveau der gesetzlichen Rente
allmählich sinken, damit die Beiträge nicht zu sehr steigen.

Als Anreiz für die private Vorsorge winken
Steuererleichterungen und Zuschüsse. In der Endstufe will die
Bundesregierung jährlich rund 20 Milliarden Mark locker
machen, um der Eigeninitiative auf die Sprünge zu helfen.

Gruss
jan

bitte aber nicht vergessen, daß der „Preis“ der Förderung die nachgelagerte Besteuerung der VOLLEN Rente ist. Bei nicht-geförederten Produkten wird ja nur der Ertragsanteil versteuert.

So zumindest mein heutiger Wissensstand
Andreas