Finanztest & HUK

Liebe Forenmitglieder.
Bitte teilt mir doch mal Eure Meinung mit. Dies ist zugleich ein Appell an die Kollegen, die mich schon mal aus DEREN Sicht zurecht wegen meiner finanztest-Kritik maßregeln wollten.

Folgendes Szenario: Im aktuellen „Männlich, ledig, jung“-TEstbericht von Finanztest 12/2006 (den ich übrigens käuflich erworben habe) sind mal wieder ganz neutral, objektiv und hilfreich mehr als 300 PKV-Tarife getestet worden.

Zum einen finde ich es … merkwürdig, die Mindestleistungen für einen PKV-Tarif unter anderem so zu definieren:
1.) Im Krankenhaus 2-Bett-/Chefarzt --> Ist das lebensnotwendig? Ist das Mindestleistung?
2.) Hilftsmittel zu 75%, mindestens für Krankenfahrstühle (nein, nicht motorisiert - normale!), Prothesen, Stützapparate ODER für Hörgeräte. DAs war’s. Die richtig teuren Sachen müssen also gar nicht bezahlt werden? Okay…

Unter anderem findet man dann folgendes:
Bester Tarif für selbständnige Frauen: A600 von der HUK. Aber:
1.) Leistungsniveau „nur“ B (A-C, A höchste Wertung)
2.) Beitragsentwicklung „Minus“, d.h. „ausreichend“ - die schlechteste Beitragsentwicklung ALLER getesteten TArif für selbständige Frauen

Für mich heißt das übersetzt: Ich habe eine recht guten Tarif, für den ich mich dumm und dusselig zahlen muss in 10 JAhren - und das ist der TEstsieger???

Der Victoria-TArif hat ein Topp-Leistungsniveau, die Beitragsentwicklung ist SEHR GUT - und kommt nur auf Platz 2?

Wer kann mir das erklären?

Frank Wilke

Hallo Frank,

Beitragsentwicklung „Minus“, d.h. „ausreichend“ - die
schlechteste Beitragsentwicklung ALLER getesteten TArif für
selbständige Frauen

Also in meiner Finanztest schneiden Allianz, BBKK, Signal, Gothaer und Mannheimer in diesem Punkt noch schlechter ab. :smile:

Für mich heißt das übersetzt: Ich habe eine recht guten Tarif,
für den ich mich dumm und dusselig zahlen muss in 10 JAhren -
und das ist der TEstsieger???

Der Victoria-TArif hat ein Topp-Leistungsniveau, die
Beitragsentwicklung ist SEHR GUT - und kommt nur auf Platz 2?

Wer kann mir das erklären?

Ganz einfach. Die Finanztest bewertet das AKTUELLE Preis/Leistungsverhältnis offenbar recht stark in Ihrer Methode. Dort ist die HUK im Preis deutlich niedriger als die anderen Tarife.
GEIZ IST GEIL heißt das Motto.
Nicht nur bei der Finanztest sondern auch in unserer Gesellschaft…

Soweit könnte man argumentieren, wenn man es gut mit der Finanztest meint:

Den wirklichen Kracher im Ranking mußt du dir mal anschauen:

Der Tarif DBV Winterthur 142/20 im gleichen Ranking für selbständige Mädels hat ein niedrigeres Leistungsniveau, eine höhere Beitragsentwicklung und ist teurer als der Tarif A105+AZ75 der Süddeutschen, hat aber trotzdem die Nase vorn??? HEUREKA. Was ist denn das für eine geheimnisvolle Bewertungsmethode???

Kann man die mal offenlegen?

Außerdem fehlen im Test die wirklich interessanten Tarife für Selbständige mit hohem Selbstbehalt.

Grüße
CE

Hallo Frank,

Beitragsentwicklung „Minus“, d.h. „ausreichend“ - die
schlechteste Beitragsentwicklung ALLER getesteten TArif für
selbständige Frauen

Also in meiner Finanztest schneiden Allianz, BBKK, Signal,
Gothaer und Mannheimer in diesem Punkt noch schlechter ab. :smile:

Entschuldigung, ich war so perplex, dass ich die letzten drei Zeilen übersehen habe - und so empört, dass ich die Fortsetzung auf der nächsten Seite gar nicht mehr anschauen konnte! Hast natürlich Recht.

Für mich heißt das übersetzt: Ich habe eine recht guten Tarif,
für den ich mich dumm und dusselig zahlen muss in 10 JAhren -
und das ist der TEstsieger???
Der Victoria-TArif hat ein Topp-Leistungsniveau, die
Beitragsentwicklung ist SEHR GUT - und kommt nur auf Platz 2?
Wer kann mir das erklären?

Ganz einfach. Die Finanztest bewertet das AKTUELLE
Preis/Leistungsverhältnis offenbar recht stark in Ihrer
Methode. Dort ist die HUK im Preis deutlich niedriger als die
anderen Tarife.
GEIZ IST GEIL heißt das Motto.
Nicht nur bei der Finanztest sondern auch in unserer
Gesellschaft…

Schön zu hören, dass ich nicht allein bin mit meiner Meinung über Finanztest. Die Testmethoden machen einfach nicht den Eindruck, vollkommen unabhängig zu sein. Die Beurteilung der Tarife ist einfach zu undurchsichtig. Ein zweiter Blick lässt Fragen auftauchen.

Soweit könnte man argumentieren, wenn man es gut mit der
Finanztest meint:
Den wirklichen Kracher im Ranking mußt du dir mal anschauen:
Der Tarif DBV Winterthur 142/20 im gleichen Ranking für
selbständige Mädels hat ein niedrigeres Leistungsniveau, eine
höhere Beitragsentwicklung und ist teurer als der Tarif
A105+AZ75 der Süddeutschen, hat aber trotzdem die Nase
vorn??? HEUREKA. Was ist denn das für eine
geheimnisvolle Bewertungsmethode???
Kann man die mal offenlegen?

Tja, irre! Das erste Mal ist mir die Genialität der Testmethoden aufgefallen, als man die UniProfiRente getestet hat und (so ähnlich wie bei dem Test hier) ein paar Kosten unterschlagen hat.

Außerdem fehlen im Test die wirklich interessanten Tarife für
Selbständige mit hohem Selbstbehalt.
Grüße
CE

Tja, das war halt nicht interessant. Wer Chefarzt-Tarife mit unbegrenztem Selbstbehalt für Hilfsmittel bevorzugt, kann einfach keine verlässliche Orientierungshilfe geben.

Frank Wilke

Frank Du bist nicht allein…

Folgendes Szenario: Im aktuellen „Männlich, ledig,
jung“-TEstbericht von Finanztest 12/2006 (den ich übrigens
käuflich erworben habe) sind mal wieder ganz neutral, objektiv
und hilfreich mehr als 300 PKV-Tarife getestet worden.

neutral objektiv hilfrich?

denke mal das die ihre markt durch die vermittler haben - jeder rennt doch schweissgebadet zum kiosk und schaut wo seine gesellschaft steht…

aber solange die versicherer damit werben wenn die mal oben stehen…

führt schon zu kuriosen situationen:

so wirbt ein krankenversicherungsverein aus hamburg mit tollem fitch rating während der mutterkonzern in der lv ag die bewertungmethoden von ficth in frage stellt ( da stehen sie nicht so toll da ).

soll keine werbung sein habe ich vor kurezn gefunden: download als pdf ( kann auch käuflich als buch über den den fachverlag erworben werden )

http://www.hgfv.de/hgfv/pdf/05_pub31.pdf ( rating )

oder sigma publikation der swiss re. hab den link nicht parat.

je nach gewichtung kann man einen x - beliebigen tarif nach oben bringen…wäre interessant in der bu wenn die antragsfragen mit 50 % gewichtet werden - wer dann wohl oben steht? klar der absolut beste bu versicherer ( hüstel ).

grüße

andreas

Liebe Forenmitglieder.
Bitte teilt mir doch mal Eure Meinung mit. Dies ist zugleich
ein Appell an die Kollegen, die mich schon mal aus DEREN Sicht
zurecht wegen meiner finanztest-Kritik maßregeln wollten.

Hallo wach!
ehrlich gesagt: warum kaufst Du Dir diese Zeitschrift noch; ich hab es mittlerweile aufgegeben. Lt. Artikel im Versicherungsjournal dieser Tage hat die Stiftung Warentest u.a. die Beitragsentwicklung für das Neugeschäft berücksichtigt-im ignorieren der Beitragsentwicklung für den Bestand liegt der erste große Fehler.

Folgendes Szenario: Im aktuellen „Männlich, ledig,
jung“-TEstbericht von Finanztest 12/2006

übrigens: verheiratet, 2 Kinder, 49 - aber männlich - und immer noch glücklich PKV

Zum einen finde ich es … merkwürdig, die
Mindestleistungen für einen PKV-Tarif unter anderem so
zu definieren:
1.) Im Krankenhaus 2-Bett-/Chefarzt --> Ist das
lebensnotwendig? Ist das Mindestleistung?

ich hab sogar Einzelzimmer- hab es dieses Jahr erstmals genossen-
gesund wäre ich auch im Vierbettzimmer geworden - prima Luxus - m.E.
völliger Schwachsinn als Kriterium

2.) Hilftsmittel zu 75%, mindestens für Krankenfahrstühle
(nein, nicht motorisiert - normale!), Prothesen, Stützapparate
ODER für Hörgeräte. DAs war’s. Die richtig teuren Sachen
müssen also gar nicht bezahlt werden? Okay…

na ja…

Der Victoria-TArif hat ein Topp-Leistungsniveau, die
Beitragsentwicklung ist SEHR GUT - und kommt nur auf Platz 2?

Wer kann mir das erklären?

wohl keiner, die sollen endlich kapieren, daß man eine PKV nicht so
vergleichen und testen kann wie einen Toaster; m.E. ist das unmöglich.
Das beginnt doch schon mit einzelnen Leistungen: bist Du psychisch labil, so wirst Du doch hier möglichst umfassenden Schutz wünschen;
wenn nicht u.U. eine möglichst hohe BRE etc.
Mit zwei Worten: Bleib ruhig !
Gruß aus Bremen: joerg koenig

Liebe Forenmitglieder.
Bitte teilt mir doch mal Eure Meinung mit. Dies ist zugleich
ein Appell an die Kollegen, die mich schon mal aus DEREN Sicht
zurecht wegen meiner finanztest-Kritik maßregeln wollten.

Hallo wach!
ehrlich gesagt: warum kaufst Du Dir diese Zeitschrift noch;
ich hab es mittlerweile aufgegeben.

Ich habe auch nur aus beruflichen Gründen 2€ für den PKV-Vergleichs-Download ausgegeben. Wenn mir jemand beim PKV-Gespräch den Artikel unter die Nase hält, möchte ich gerne vorher wissen was drinsteht. Die Erkenntnis war allerdings ernüchternd.

Lt. Artikel im
Versicherungsjournal dieser Tage hat die Stiftung Warentest
u.a. die Beitragsentwicklung für das Neugeschäft
berücksichtigt-im ignorieren der Beitragsentwicklung für den
Bestand liegt der erste große Fehler.

Stimmt genau - die Überschrift ist der Hohn: „Unser Test hilft, sich gute Leistungen günstig zu sichern!“ - wählen aber als Testsieger einen der Tarife mit üblen Erhöhungen… krank!

Folgendes Szenario: Im aktuellen „Männlich, ledig,
jung“-TEstbericht von Finanztest 12/2006

übrigens: verheiratet, 2 Kinder, 49 - aber männlich - und
immer noch glücklich PKV

Verheiratet, ab Februar zwei Kinder, steige nach 6 JAhren nochmal um in einen teureren Tarif. Froh in der PKV - würd’s jederzeit wieder machen.

ich hab sogar Einzelzimmer- hab es dieses Jahr erstmals
genossen-
gesund wäre ich auch im Vierbettzimmer geworden - prima Luxus

  • m.E.
    völliger Schwachsinn als Kriterium

Seh ich genauso!

wohl keiner, die sollen endlich kapieren, daß man eine PKV
nicht so
vergleichen und testen kann wie einen Toaster; m.E. ist das
unmöglich.
Das beginnt doch schon mit einzelnen Leistungen: bist Du
psychisch labil, so wirst Du doch hier möglichst umfassenden
Schutz wünschen;
wenn nicht u.U. eine möglichst hohe BRE etc.
Mit zwei Worten: Bleib ruhig !
Gruß aus Bremen: joerg koenig

Tut mir leid, dabei kann ich nicht ruhig bleiben. Seit gestern reg ich mich darüber auf. Noch besser find ich aber, in Öko-Test Riester-Renten zu beurteilen. Das ist mal ein Gespräch für den Stammtisch: „MEine Rendite ist total schlecht, aber dafür ist mein Vertrag ökologisch wertvoll!“

OMG!

Frank Wilke

Fehler 1 - Finanztest!
Hallo,

die Voraussetzungen für den Test waren nicht 20 ambulante psychotherapeutische Sitzungen, sondern mindestens 20 Tage stationäre Psychotherapie.

Da fallen nur zwei Tarife raus - und die HUK schafft mit 30 Tagen p.a. mühelos diese Hürde zu nehmen.

Das Problem - in 20 Tage ist niemals eine stationäre Psychotherapie abgeschlossen - eher in drei - sechs Monaten!!!

Darüber hinaus sind viele psychotherapeutische Kliniken gemischte Anstalten - vergl. § 4.5. MBKK

Thorulf Müller

Fehler 2???

Lt. Artikel im
Versicherungsjournal dieser Tage hat die Stiftung Warentest
u.a. die Beitragsentwicklung für das Neugeschäft
berücksichtigt-im ignorieren der Beitragsentwicklung für den
Bestand liegt der erste große Fehler.

Nein, sorry, das ist nicht richtig.

Die Beitragsanpassungen der Bestandskunden sind Brutto immer die für die gleichaltrigen Neugeschäftskunden.

Durch Direktgutschriften und Limitierungsmittel wird die Beitragsanpassung im Bestand dann unterschiedlich hoch abgefedert!

Die verwendeten Mittel sind nun festgeschrieben.

Entscheidend ist, welche Direktgutschriften für die Zukunft erwirtschaftet werden können nzw. Bereit liegen!

1.) Im Krankenhaus 2-Bett-/Chefarzt --> Ist das
lebensnotwendig? Ist das Mindestleistung?

Nein!

2.) Hilftsmittel zu 75%, mindestens für Krankenfahrstühle
(nein, nicht motorisiert - normale!), Prothesen, Stützapparate
ODER für Hörgeräte. DAs war’s. Die richtig teuren Sachen
müssen also gar nicht bezahlt werden? Okay…

Sowohl die 25% SB, als auch die Benennung dieser Hilfsmittel (obwohl die auch wichtig sind) zeugt von fachlicher Unkenntnis!

Thorulf Müller