Finanzwirtschaft für Unbedarfte

Hi,

bin gerade wieder grandios am jüngsten SPIEGEL-Leitartikel „Angriff auf den Wohlstand - Wie Spekulanten das Leben immer teurer machen“ gescheitert. Ich muss gestehen, dass ich fast nichts gerafft habe. Kann mir jemand eine geniale Einführung in all diese - für einen Sozialfuzzy wie mich - kryptischen Dinge empfehlen.

Schon mal vielen Dank für Eure Bemühungen

Stefan

Hallo Stefan,

bin gerade wieder grandios am jüngsten SPIEGEL-Leitartikel
„Angriff auf den Wohlstand - Wie Spekulanten das Leben immer
teurer machen“ gescheitert.

Inwiefern gescheitert ? Geht es um die (Be)Deutung einzelner Fachbegriffe oder mehr um das „übergeordnete“ Verständnis ? Im ersteren Falle hilft das I-Net, respektive Wikipedia ja noch recht schnell und gut.

Ich muss gestehen, dass ich fast
nichts gerafft habe. Kann mir jemand eine geniale Einführung
in all diese - für einen Sozialfuzzy wie mich - kryptischen
Dinge empfehlen.

Also das wundert mich nun doch etwas. Schließlich bemüht man sich ja gerade in diesen Magazinen oftmals darum, die Sachen etwas „einfacher“ darzustellen. Leider passiert es dann auch gerne einmal, dass wichtige Informationen ganz „wegfallen“.

Das eigentliche Problem besteht aber darin, dass dieses „Themengebiet“ dermaßen weit geht, dass es mit einem einzelnen Buch gar nicht zu erklären wäre. Schließlich gab es in der letzten Zeit einige Aufreger.

Stichwort: „Heuschrecken“

http://www.amazon.de/Heuschrecken-Faktor-Finanzinves…

http://www.amazon.de/Die-Wahrheit-%C3%BCber-Heuschre…

Stichwort: „Management-Versagen“

Hier hat sich im Laufe der Jahre der Autor Günter Ogger „einen Namen“ gemacht. Sicherlich nicht ganz unangreifbar, aber im Wesentlichen beschreibt er die Situation schon zutreffend. Auf jeden Fall gibt es in nahezu jedem Titel immer eine sehr realistische Aufnahme des Ist-Zustands. Was die anschließende Bewertung dessen angeht, ist dann etwas anderes. Hier einige seiner „Werke“:

http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C…

Stichwort: „Spekulanten“

Hier ist es schwierig, einen passenden Titel zu nennen. Das kommt aber auch daher, dass man zunächst festlegen muss, für welches Spekulationsobjekt man sich interessiert.
Einen recht praxisnahen Eindruck über das Investment-Banking und damit auch die Heimat des „Spekulierens“, liefert dieser Titel:

http://www.amazon.de/Million-Insider-Story-Investmen…

Das Problem hierbei ist jedoch, dass gerade am Anfang immer wieder Fachbegriffe eingestreut werden, die für den „fachfremden“ Leser nur schwer oder gar nicht zu deuten sind. Insofern muss man die bereits bei Amazon erwähnte Kritik bestätigen. Allerdings kann man diese (wenigen) Begriffe googeln und ab der Mitte des Buches wird es dann auch besser.

VG
Sebastian

Hallo,

Hier hat sich im Laufe der Jahre der Autor Günter Ogger „einen
Namen“ gemacht. Sicherlich nicht ganz unangreifbar,

„nicht ganz unangreifbar“?? Der Mann stellt am laufenden Band unbewiesene Behauptungen als Tatsachen in den Raum und zieht von diesen ausgehend die abenteuerlichsten Schlußfolgerungen.

Ich will damit nicht sagen, daß es im Management von Unternehmen kein Verbesserungspotential gibt, aber Günter Ogger ist sicherlich nicht geeignet, um dieses aufzuzeigen.

Das Problem ist, daß seine Texte sehr selbstbewußt und überzeugend geschrieben sind. Wenn man es nicht besser weiß, kann man durchaus auf den Gedanken kommen, daß Ogger weiß, wovon er schreibt. Am Anfang des zweiten Lehrjahrs habe ich dann gemerkt, daß das nicht wirklich der Fall ist: Er fabulierte in „Nieten in Nadelstreifen“ über den Umsatz von Banken; an der Stelle wurde ich dann ein bißchen hellhörig… Im weiteren Verlauf des Buches wurde es nicht besser und nach allem, was ich an Büchern und Auszügen aus Büchern gelesen habe, hat sich das bis heute nicht geändert.

Gruß
Christian

Hallo,

Hier hat sich im Laufe der Jahre der Autor Günter Ogger „einen
Namen“ gemacht. Sicherlich nicht ganz unangreifbar,

„nicht ganz unangreifbar“?? Der Mann stellt am laufenden Band
unbewiesene Behauptungen als Tatsachen in den Raum und zieht
von diesen ausgehend die abenteuerlichsten Schlußfolgerungen.

Das ist sicherlich richtig. Dies v.a. auch vor dem Hintergrund, da sich gerade in diesem Bereich sehr schnell „Meinungen“ festigen, die unsauber recherchiert sind.
Allerdings hatte ich deswegen auch direkt mit erwähnt, dass lediglich die Bestandsaufnahme „für bare Münzen“ genommen werden könne. Ich hatte den Eindruck, dass der Fragende grundsätzlich einen Überblick über die verschiedenen „Prozesse im Reich der Kapitalmärkte und ggf. deren Absurditäten“ haben wollte. An "Nieten in Nadelstreifen hatte ich gar nicht gedacht. Aber der Einwand ist sicher berechtigt.

Das Problem ist, daß seine Texte sehr selbstbewußt und
überzeugend geschrieben sind. Wenn man es nicht besser weiß,
kann man durchaus auf den Gedanken kommen, daß Ogger weiß,
wovon er schreibt.

Ich muss zugeben, dass mein letzter „Ogger-Titel“ „Der Börsenschwindel“ war und hier gab es natürlich auch fragwürdige Passagen. Allerdings entsprach vieles auch den Tatsachen. Ich habe daher „projeziert“.

VG
Sebastian

hallo stefan,

  1. im spiegel steht immer die wahrheit.
  2. es gibt noch andere meinungen:
    http://www.teleboerse.de/976536.html

strubbel
$:open_mouth:)

„nicht ganz unangreifbar“?? Der Mann stellt am laufenden Band
unbewiesene Behauptungen als Tatsachen in den Raum und zieht
von diesen ausgehend die abenteuerlichsten Schlußfolgerungen.

Ich will damit nicht sagen, daß es im Management von
Unternehmen kein Verbesserungspotential gibt, aber Günter
Ogger ist sicherlich nicht geeignet, um dieses aufzuzeigen.

Gütner Ogger weiss wovon er spricht: Zwei Pleiten mit
Zeitarbeitsfirmen, verurteilt zu Steuerhinterziehung,
da spricht der wahre Experte.

Interessant auch dieser Artikel:

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.ht…

Gruß
Christian

grüsse,
vordprefect