Wenn ich jetzt unter Drucker hinzufügen gehe, dann findet der
PC mir keinen Drucker (Wieso?)
Weil Netzwerke nicht für automatisches Finden von Druckern ausgelegt sind. Gott sei Dank. Was viele vergessen: die kleinen Netzlein, die sie zu Hause zusammenstöpseln, sind eigentlich nur kleine Ableger der Firmenvernetzungen und des Internets, wo ein paar tausend angeschlossene PCs pro Subnetz keine unüblich hohe Zahl sind. Stell Dir vor, jemand stöpselt in einer Firma einen Netzwerkdrucker ein, und auf 2500 Computern poppt eine Meldung auf, ob der Drucker installiert werden soll
Oder - was auch nicht besser wäre - 2500 Computer bekommen den Drucker automatisch als Standarddrucker verpasst, oder der Drucker erscheint auf 2500 Computern als installierbarer Drucker, erfahrungsgemäß würden etwa 10% der Benutezr aus reiner Neugier sehen wollen, ob das denn auch funktioniert - 250 Testsetiten wären die logische Folge - und ebenso logisch der entsetzte Aufschrei des Drucdkerbesitzers dass er das mit dem Netzerkdrucker doch *so* nicht gemeint hat, und dann ist er bereits mitten drin in unschönen Themen wie Berechtigungsvergabe und -Verwaltung.
Für eine lokale kabelgebundene USB Infrastruktur, an der ja nur ein einziger Rechner hängen kann, ist automatisches Finden dagegen möglich und sinnvoll. Für ein „shared“ Medium wie LAN wäre es eine Katastrophe. Allerdings arbeitet die Industrie bereits fleißig daran, das „Problem“ zu lösen, das Stichwort heißt „UPnP“ Protokoll. Meiner subjektiven Ansicht nach kommt die Normung und Implementierung von UPnP nicht so recht in die Gänge, meistens wird es per Default abgeschaltet. Mitmachen müssten: das Endgerät (der Router), und das Betriebssystem aller angeschlossenen PCs, die das Gerät nützen sollen.
Wenn ich am Router nachschaue, sehe ich, das der Port mit dem
Drucker belegt ist.
Die USB Seite zwischen Router und Drucker ist also soweit OK. Fehlt noch die LAN/WLAN Seite. Und da wird es deutlich schwieriger…
Was muss ich denn da noch einstellen? (Habe leider nicht viel
Ahnung vom Netzwerk)
… und ich weiß nicht, welches Telekom-Gerät Du da hast. Dann könnte ich einen Blick ins Handbuch werfen. Die Verantwortung für den nächsten Schritt liegt jetzt nämlich beim Router.
Drei Wege sind denkbar:
1.) Umsetzung von USB auf LAN im Router, und im PC Umsetzung LAN auf (simulierten) USB Anschluss. Dafür gibt es dummer Weise bisher keinen verbindlichen Standard, das bedeutet basteln ohne Ende ohne garantierten Erfolg. Abgesehen davon behauptet niemand, dass man so einfach alles in alles umwandeln kann, ohne dafür einen bitteren Preis zahlen zu müssen. In der EDV heißt das in der Regel: langsam, unzuverlässig, mangelhafte Endgeräteunterstützung. Jedenfalls müsste dazu dem Router entsprechende Software beiliegen, die auf dem PC zu installieren ist. Danach würde der PC scheinbar einen USB Port hinzu bekommen, udn Du könntest den Druckertreiber installieren. Handbuch zum Router lesen, beigelegte CD und Webseite des Herstellers nach einer solchen Software abklappern.
2.) Ein paar Tage Recherche im Netz zu UPnP, und dann UPnP einschalten. In meinem Telekom-Router (Speedport W900V) kann man das per Konfigurationsmenü machen. Danach wäre immerhin ein Protokoll, das automatisches Finden im LAN unterstützt, aktiv. Das wäre ein erster Schritt für automatische Installation. Ich gebe aber zu, dass ich es nie probiert habe, ich halte UPnP für Bastelwerk und Zeitverschwendung. Ich habe mir von vornherein Drucker mit LAN Anschluss gekauft. Immerhin, die technische Entwicklung schreitet fort, mein Speedport hat inzwischen 4 Jahre auf dem Buckel, XP wurde inzwischen durch Vista abgelöst, eventuell klappt UPnP jetzt ja in Deiner Gerätekombination.
3.) Du benützt ein Druckprotokoll aus der Steinzeit der EDV, den Line Printer Daemon (LPD). Den haben viele Router, die sich der Druckerunterstützung rühmen, eingebaut. Der Router tut dann so, als ob er ein UNIX Host, Baujahr 1980, wäre, der einen Drucker ans Netzwerk freigibt. Wer UNIX Druckerserver aus den 80-ern administrieren kann, findet das wahrscheinlich ganz toll, ich finde es - wenn es funktioniert - zum schreien primitiv. Automatisches Fidnen war damals nicht üblich, also musst Du den Drucker auf jedem PC einmalig installieren, Aber vor allem widerspricht die UNIX/LPD Architektur diametral der Microsoft/Windows Logik. Die Details erspare ich Dir, nur so viel: es kommt in vielen installationen regelmäßig zu bösen Problemen mit der Druckertatus- und Queue-Verwaltung. Anders herum: so lange die Sonne scheint und nichts passiert außer dass von einem PC ab und zu Drucke losgeschickt werden, kommen sie meistens an. Haarig wirds bei Sonderwünschen des Benutzers (Job abbrechen), gleichzeitigen Druckaufträgen von mehreren PCs, oder Sperenzchen am Drucker (Papier aus), dann bricht das ganze Bastelwerk oft völlig zusammen und ist nur mit allerlei Holzhammermethoden wieder unter Kontrolle zu bringen. Nach der langen Vorrede jetzt aber auch die Details dazu: richte den Drucker manuell auf dem PC ein. Gib im Microsoft Assitenten an, es handle sich um einen lokalen Drucker (nicht Netzwerdrucker), und behaupte dann, er hänge an einem TCP/IP Druckerport. Danach werden neben allerlei irrelevanten Informationen zwei zentral wichtige Informationen abgefragt: die IP Adresse des Druckerservers (das ist die innere iP Adresse Deines Routers, ruf auf Deinem PC ipconfig /all auf, der ist in Heimnetzen in fast allen Fällen identisch mit der IP Adresse des Standard-Gateways), und der Druckername (der ist idR. bei den Mini-Serverchen in den Routern beliebig, oder, wenn nicht, steht er im Handbuch des Routers, idR. im Kapitel über UNIX Anbindung).
Ich bin für jeden Tipp mehr als Dankbar
Mein Tipp wäre: tus nicht, ohne sehr gute Netzwerkkenntnisse kommst Du nicht recht vorwärts, und 9 von 10 Installationen die mir bekannt sind laufen trotz aller Mühen nicht zufriedenstellend. Du kannst aber natürlich genau der 10. sein
. Und Dein erster Anlaufpunkt ist definitiv das Handbuch zum Router, eventuell auch die FAQ Seite des Herstellers. Drucken über LAN ist für Otto Normalverbraucher, da man mehr tun muss als ein Kabel irgendwo einstecken und dann 3 Mal „Ja“ klicken unerreichbar, und die Hersteller haben keine Lust, sich an den Hotlines mit diesen Benutzern herumzuschlagen. Also binden sie den Benutzern diese Möglichkeit idR nicht auf die Nase, zumal das Funktionieren ja auch noch mit dem Drucker zusammenhöngt, und die Telekom hat weder Lust noch Zeit noch Möglichkeit, herauszufunden, warum der USB Anschluss mit dem Druckermodell x des Herstellers x klarkommt, und mit dem Druckermodell y des Herstellers y nicht, wo doch beide USB Stecker dran haben, woraus der Benutzer messerscharf schließt, dass beide funktionieren müssen.
AL.