Hallo,
sicher kennt ihr die Suchfunktionen auf unterschiedlichsten Internetseiten. Daneben ist ein beschrifteter Button mit dem „es“ losgeht.
Früher stand dort immer „suchen“ drauf, heute steht dort oft „finden“ was mich jedesmal tierisch aufregt 
Ich weiß nicht wieso, aber finden klingt für mich wie „unkaputtbar“. Also nach verhuntzter Sprache, was meint ihr?
Ist denn „finden“ überhaupt korrekt?
Grüße,
J~
Hallo, J~,
dann ärgerst du dich sicher auch, wenn der kleine Tiger in den Wald geht, um Pilze zu FINDEN?
Gruß Fritz
Hallo J~,
sicher kennt ihr die Suchfunktionen auf unterschiedlichsten
Internetseiten. Daneben ist ein beschrifteter Button mit dem
„es“ losgeht.
Früher stand dort immer „suchen“ drauf, heute steht dort oft
„finden“ was mich jedesmal tierisch aufregt 
Ich weiß nicht wieso, aber finden klingt für mich wie
„unkaputtbar“. Also nach verhuntzter Sprache, was meint ihr?
Ist denn „finden“ überhaupt korrekt?
„finden“ ist ein Korrektes deutsches Verb im Gegensatz zu „unkaputtbar“, welches ein Adjektiv ist das in der deutschen Sprache nicht existiert(e).
Das Probem liegt aber wo anders:
Suchen ist ein Vorgang welcher beendet wird wenn das Gesuchte gefunden wurde oder wenn, aus anderen Gründen, der Vorgang abgebrochen wurde.
MfG Peter(TOO)
Hi,
„finden“ ist ein Korrektes deutsches Verb
das ist mir natürlich klar. Es geht mir aber um die Verwendung an dieser Stelle die gegen mein Sprachempfinden ist.
Das Probem liegt aber wo anders:
Suchen ist ein Vorgang welcher beendet wird wenn das
Gesuchte gefunden wurde oder wenn, aus anderen Gründen,
der Vorgang abgebrochen wurde.
Also muss erst gesucht werden bevor gefunden werden kann. „Findemaschine“ ist demnach falsch, es heißt richtig Suchmaschine. Einverstanden?
Sonst könnte man ja z.B. sagen: „Ich finde mir demnächst eine neue Wohnung“.
J~
Grenzfälle u. Ähnliches
Hallo Jame
Die Frage ist interessant, weil es im Sprachgebrauch durchaus erlaubte Anwendungen gibt die ähnlich sind.
Als aktiv, transitives Verb ist ‚finden‘ normalerweise unsinnig, weil wie Peter schon sagt, das Suchen mit dem Finden abgeschlossen wird. Im Futur ist es also möglich.
„Ich werde den Täter finden“, oder als Ausruf „Ich finde den Täter!“, oder „Wenn ich will, finde ich was!“ ist in Ordnung.
Auch wenn eine starke Erwartungshaltung audgedrückt werden soll ist es möglich. Der Lehrer:„Jetzt findet mal bis zur nächsten Stunde heraus wer, wie oder was…“. Dann müßte man u.U. ‚herausfinden‘ als eigenständiges Verb deklarieren.
Auch wenn man weiß, daß etwas vorhanden ist kann eine Aufforderung lauten: „Finden Sie die Fälschung unter den fünf Exemplaren!“
Um Ähnliches handelt es sich vermutlich bei folgendem Satz: „Ich finde die Musik ist sehr laut!“ Ich vermute daß hier ‚empfinden‘ der Ursprung ist. Dann hieße es nämlich „Ich empfinde die Musik als sehr laut!“
Aber Du hast Recht, ‚Finden‘ als Aufforderung bei einer Suchmaschine ist Unfug, denn hier wird stillschweigend vorausgesetzt, daß das Gesuchte vorhanden ist, und das kann der Anbieter nicht wissen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander berresheim
Hallo J~,
ich finde:wink:, Du hast recht.
„Finden“ beschreibt für mich keinen Vorgang, sondern ein (sicheres) Ereignis zwischen zwei Vorgängen.
Z.B. suchen -> finden -> anschauen
Solange ich nicht sicher sein kann, dass ich etwas tatsächlich finde (was ja im Internet normal ist), kann ich eigentlich auch nicht „finden“ als Aktion nutzen.
Das ist für mich mal wieder typischer Marketing-Quark, mit dem einem vorgegaukelt werden soll, dass diese besondere Suchmaschine alles ohne Ausnahme findet…
Grüße
Jürgen
@Fritz: Wenn der kleine Tiger in den Wald geht, Pilze zu finden, ist das meines Erachtens niedlich, aber von meinem Sprachgefühl her ebenfalls „unsauber“. Für mich soll es eben genau diesen sprachlichen Unterschied zwischen dem ergebnisunsicheren „suchen“ und dem ergebnissicheren „finden“ herausstellen.
Hi,
Das ist für mich mal wieder typischer Marketing-Quark,
genau das dachte ich auch. Wir sollten uns dagegen zur Wehr setzen 
J~
Hi,
Das ist für mich mal wieder typischer Marketing-Quark,
genau das dachte ich auch. Wir sollten uns dagegen zur Wehr
setzen 
bisweilen wundere ich mich doch, wie wenig man unsere großen Sprachkünstler doch kennt!
„Seit ich des Suchens müde ward,
erlernte ich das Finden.
Seit mir ein Wind hielt Widerpart,
Segl’ ich mit allen Winden.“
Scherz List und Rache
Vorspiel in deutschen Reimen
Zur Fröhlichen Wissenschaft
Sapienti sat!
Fritz