Firma gründen oder nicht?

Hi,

kurz was zu mir, ich bin 18 Jahre alt und komme jetzt in die 13. Klasse. Ich programmiere schon seit einigen Jahren und habe nun ein paar Aufträge gegen Bezahlung.
Muss ich dazu eine Firma besitzen bzw. ist es illegal ohne Firma? Wenn jemand eine Rechnung verlangt, kann ich diese einfach so ohne Firma schreiben? Und falls ich eine Firma gründen sollte, welcher Typ (GmbH, GbR…) würde sich da empfehlen? Und wo kann ich eine Firma gründen, also wo muss ich da was melden? Ich mache im Jahr nicht sehr viel Umsatz damit und bin selbstständig, wobei ich meinen Bruder noch mit einbeziehen könnte, der Grafiken macht.

Hoffe Ihr könnt mir paar Tipps geben, Danke!

MfG

Hi

Entschuldigung, aber ich kann es mir nicht verkneifen.

kurz was zu mir, ich bin 18 Jahre alt und komme jetzt in die
13. Klasse.

Das bedeutet, das du in der Schule eine Menge gelernt haben müstest und somit deine Frage eigendlich selbst beantworten kannst. Spätestens, wenn du hier im Forum ein paar Artikel gelesen hast.

Ich gebe mal einen kleinen Tipp : Gewerbe,- und Finanzamt.

Gruß Nino

Hi,

Muss ich dazu eine Firma besitzen bzw. ist es illegal ohne
Firma? Wenn jemand eine Rechnung verlangt, kann ich diese
einfach so ohne Firma schreiben? Und falls ich eine Firma
gründen sollte, welcher Typ (GmbH, GbR…) würde sich da
empfehlen? Und wo kann ich eine Firma gründen, also wo muss
ich da was melden? Ich mache im Jahr nicht sehr viel Umsatz
damit und bin selbstständig, wobei ich meinen Bruder noch mit
einbeziehen könnte, der Grafiken macht.

Hoffe Ihr könnt mir paar Tipps geben, Danke!

In Kurzform:

Reine Progammiersachen sind auch als Freiberufler möglich.

Ansonsten Gewerbe mit dem Bruder (z.B. GbR) oder eben einfach Einzelunternehmung.
Ich würde immer UmSt. ausweisen.

Vorsicht beim Freiberufler
Hi,

Reine Progammiersachen sind auch als Freiberufler möglich.

siehe:
http://www.vnr.de/artikel/index_14485.html
http://www.ratgeber-e-lancer.de/020101.html

Ob FB oder gewerblich entscheidet das Finanzamt, nicht der Steuerpflichtige. Und Gewerbesteuer fällt in seinem Rahmen wohl kaum an.

mfg Ulrich

Währe an sich eien GmbH oder englsiche GmbH das Beste führ ihn.
Wegen der Gaftung.
Nach ihren kaufmännischen und rechtlichen Sachverstand würde ich den beiden von einer GBR ja abraten. Die sitzen dann irgendwann Beide mit grossen Schulden da.

Problem mit GmbH werden sie sicher mit der Finanzierung haben.
Freiberufler würde ich persönlich als Programmierer niemals machen, das Risiko ist hier emens.

Hoffe ist vielleicht hilfreich und nicht demotivierend.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

vergiss am besten das mit der GmbH wieder. Da brauchst du Eigenkapital ohne Ende (ich glaube EUR 50.000 oder so).

In einer ähnlichen rechtlichen Situation, also beschränkte Haftung, bist du mit einer Limited. Unter http://www.go-limited.de/ erfährst du genauer, was es damit auf sich hat.

Hat man uns in so einem Kurs für Freiberufler (vom Arbeitsamt gesponsort) erzählt.

Schöne Grüße

Petra

Servus Petra,

in einem Punkt ist die Ein-Euro-Ltd. tatsächlich sehr vorteilhaft: Man kann sich von Anfang an auf das Kerngeschäft konzentrieren und braucht sich keine Gedanken über kaufmännisches Beiwerk, etwa „wie steh ich bonitätsmäßig da?“ zu machen.

Bonität einer deutschen Einmann-Ltd. mit ungefähr Null Stammkapital ist genau Null. Da läppern sich die Nachnahmegebühren, die Vorkassezinsen und die von vornherein nicht belieferten Aufträge schnell zu viel Geld zusammen. Wär für einen Entwickler mit entsprechendem Bedarf an Hardware z.B. nicht verkehrt, mal was von Dell zu bekommen. Aber so??

Und son Dingen will ja auch erstmal gegründet und administriert sein. Als „Paket“ gibts das schon für paar Tausender. Für die man sich allerdings auch andere schöne Investitionen leisten kann…

Dass die Ein-Euro-Ltd. von der Bundesagentur heiß empfohlen wird, wo man jeden, der noch aufrecht stehen kann, als eine Art Volkssturmmann an die Front des freien Unternehmertums schickt - auf diese Weise wird er künftig keine Ansprüche mehr an die ausgelutschte sog. „Hängematte“ haben - leuchtet mir allerdings ein.

Schöne Grüße

MM

Dass die Ein-Euro-Ltd. von der Bundesagentur heiß empfohlen
wird, wo man jeden, der noch aufrecht stehen kann, als eine
Art Volkssturmmann an die Front des freien Unternehmertums
schickt - auf diese Weise wird er künftig keine Ansprüche mehr
an die ausgelutschte sog. „Hängematte“ haben - leuchtet mir
allerdings ein.

servus MM,

dachte eigentlich das mit der arbeitsagentur wäre ein scherz - passt aber ins bild

hatte mal nen bekannten, der machte eine umschulung die 2,5 jahre dauerte - als er fertig war, hatte er regulär noch 6 monate bis zur rente…auch vom arbeitsamt gesponsert

bei denen wundert mich gar nix mehr

gruß inder

Hallo JCK,

Ich würde immer USt ausweisen.

Barum?

fragt sich

MM

Hallo JCK,

Ich würde immer USt ausweisen.

Barum?

Barum:

1.Weil die Erfahrung mir gezeigt hat, dass alle Geschäftskunden USt. ausgewiesen haben möchten - viele vertrauen sonst auch nicht so gern…

  1. Man 16% des Bleistiftpreises wieder zurückbekommt.

  2. Nur bei Privatpersonen ist es förderlich.

Hi,

Währe an sich eien GmbH oder englsiche GmbH das Beste führ
ihn.
Wegen der Gaftung.

Exakt welche Haftung meinst du und welche könnte bei ihnen auftreten? Welche dieser Haftungsrisiken würden dann durch die geeignete Rechstform vermieden?

Nach ihren kaufmännischen und rechtlichen Sachverstand würde
ich den beiden von einer GBR ja abraten. Die sitzen dann
irgendwann Beide mit grossen Schulden da.

Gleiches passiert auch mit GmbH oder Ltd. Oder glaubst du, sie bekämen Kredite ohne persönliche Bürgschaften?

Freiberufler würde ich persönlich als Programmierer niemals
machen, das Risiko ist hier emens.

Es ist ein Unterschied, ob du Produktionsstraßen bei VW mit Software steuerst oder kleine Tools programmierst. Ersteres wirds nicht sein.

mfg Ulrich

Servus,

1.Weil die Erfahrung mir gezeigt hat, dass alle
Geschäftskunden USt. ausgewiesen haben möchten - viele
vertrauen sonst auch nicht so gern…

Bloß mal n Beispiel: In meiner Wohnung lebt eine Übersetzerin, die, wenn sie für französische Unternehmer arbeitet, keine USt ausweisen darf, egal wie der Wunsch des Auftraggebers aussieht. In diesen Fällen erklärt sie dem, was Sache ist, und er hat was gelernt dabei. Dieses steht dem § 19(1)UStG-Kleinunternehmer ebenfalls frei.

  1. Man 16% des Bleistiftpreises wieder zurückbekommt.

Es sind 13,8%, aber das ist nicht so wichtig; wichtig ist, daß der Aufwand zum Ertrag passt. Und das ist z.B. dann nicht mehr der Fall, wenn jemand seine Aufzeichungen bloß wegen der Regelbesteuerung nach draußen gibt, die er bei 19(1)-Besteuerung selber anfertigen würde.

  1. Nur bei Privatpersonen ist es förderlich.

Hier bin ich grundsätzlich einverstanden, wenn man Privatpersonen noch um Kleinunternehmer ergänzt. Im vorgelegten Fall dürfen wir sogar vermuten, daß die Auftraggeber in der Hauptsache Unternehmer sind - wissen tun wirs freilich nicht. Und wie (2.): Der Aufwand muss zum Ertrag passen.

Schöne Grüße

MM

Bloß mal n Beispiel: In meiner Wohnung lebt eine Übersetzerin,
die, wenn sie für französische Unternehmer arbeitet, keine USt
ausweisen darf, egal wie der Wunsch des Auftraggebers
aussieht. In diesen Fällen erklärt sie dem, was Sache ist, und
er hat was gelernt dabei. Dieses steht dem §
19(1)UStG-Kleinunternehmer ebenfalls frei.

Ja das ist mir schon klar… aber der Alltag hat es mir schon manchmal gezeigt…

Es sind 13,8%,

Dies ist völlig korrekt. Ich schäme mich inbesondere als Wirt.

  1. Nur bei Privatpersonen ist es förderlich.

Hier bin ich grundsätzlich einverstanden, wenn man
Privatpersonen noch um Kleinunternehmer ergänzt. Im
vorgelegten Fall dürfen wir sogar vermuten, daß die
Auftraggeber in der Hauptsache Unternehmer sind - wissen tun
wirs freilich nicht. Und wie (2.): Der Aufwand muss zum Ertrag
passen.

Ich glaube insgesamt stimmen wir doch überein. :wink:

Hi,
Gewerbe beim Gewerbeamt (Bei uns auf dem Dorf einfach im Rathaus) anmelden. Die melden das automatisch beim Finanzamt, so kommt man zur Steuernummer. Erkundige Dich beim Arbeitsamt, Finanzamt, Steuerberater evt. auch IHK (Industrie und Handelskammer)
Oft bieten Volkshochschulen tolle Kurse an.
Ist zwar für Anfänger verwirrend, aber nicht wirklich schwierig.
Ich würde eine Einzelgesellschaft empfehlen, aber frag doch Deinen Steuerberater.
Und vielleicht auch mal Rücksprache mit der Krankenkasse, bevors Ärger gibt.
Gruß Susi