Arbeitgeber XY (GmbH & Co.Kg) hat ca.100 Mitarbeiter.
Seit mehr als einem Jahr müssen die Arbeiter immer länger auf ihren Lohn
warten.Vereinbart ist die Lohnzahlung am 5.Werktag eines Monats, nun
steht noch der Lohn für 05.2006 aus und die Nächste Zahlung wäre Anfang Juli fällig. Auch bekommt Arbeitgeber XY seit dieser Zeit Material für die Produktion und Ersatzteile für Maschinen nur noch gegen Vorkasse
bzw. gar nicht oder von immer anderen Lieferanten.
Maschinen bleiben deshalb oft Wochenlang defekt stehen!
Den Arbeitern wurde auch schon die Spätschichtzulage sowie das Urlaubsgeld kommplett Gestrichen!
Wie sollen sich die Arbeitnehmer verhalten, die Geschäftsleitung gibt keine Erklärung ab was los ist. Wegen des Lohnverzuges sind immer wieder
nicht geringe Teile der Belegschaft im Krankenstand weil sie kein Geld mehr haben und keinen Sprit mehr Kaufen können um zur Arbeit zu kommen.
Was ist zu tun??? oder gar nix???
Hallo Bernd,
in einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern gibt es doch bestimmt einen Betriebsrat. Oder?
Mit dem sollte man doch mal reden.
Gruß
Jörg
Habt ihr einen Betriebsrat? Wenn ja, könnte sich die ganze Belegschaft dort erkundigen bzw. beschweren.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass ihr Mitarbeiter nicht darüber informiert werdet.
Die Sachen die du geschrieben hast,deuten auf jeden Fall darauf hin, dass dein Betrieb nicht grad in „Geld schwimmt“.
Ich gebe dir einen Tipp. Wenn keine Stellungsnahme durch den Betrieb erfolgt und das Geld unpünktlich Monat für Monat kommt dann solltest du dich parallel nach einer anderen Arbeit umschauen bzw. dich woanders bewerben.
Hallo Jörg, Betriebsrat gibt es aber nur auf dem Papier!
Hat auch schon bei der Geschäftsleitung vorgesprochen - ist aber nix bei rausgekommen.Es wird so getan als sei alles in Ordnung von seiten der Geschäftsleitung, vor allen dingen möchte man vermeiden das die Firma ins Gerede kommt.(noch) aber hier und da Spricht es sich doch schon rum das was nicht stimmt. Soll die Belegschaft einfach auch so tun als wäre alles ok? Neuen Job suchen? kann man wohl vergessen bei der heutigen Arbeitslage, gibt ja nix.
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Hallo hier ist nochmal Caty,
aber hier und da Spricht es sich doch schon rum das was nicht
stimmt. Soll die Belegschaft einfach auch so tun als wäre
alles ok?
Ihr als Belegschaft braucht mit Sicherheit nicht so tun, als wäre alles in Ordnung. Geht doch alle auf die Barikaden! Verlangt eine Erklärung dafür. Macht ein vernünftiges Schreiben fertig…sammelt Unterschriften. 100 Mitarbeiter wird er ja nicht auf einen Schlag entlassen können (außer wenn die Firma schließt). Ihr als Mitarbeiter solltet alle an einem Strang ziehen, ansonsten wird es nichts. Nur Einer kann nicht viel bewirken. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“
Neuen Job suchen? kann man wohl vergessen bei der
heutigen Arbeitslage, gibt ja nix.
Als Sekretärin und Personalzuständige kann ich diese Aussage überhaupt nicht verstehen. Du beschwerst dich über deine Firma und bemitleidest dich selbst. Aber etwas dagegen zu tun, wie einen neuen Job suchen, das kommt dir nicht in den Sinn. Du hast es ja noch nicht mal versucht…
Hallo Caty, was glaubst du wohl wie lange ich schon Versuche einen anderen Job zu bekommen, aber ich bin schon „48“
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Das hast du aber nicht dazugeschrieben, dass du schon auf Arbeitssuche bist. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass du es noch nicht mal probiert hast.
Hallo erstmal,
da ist Fingerspitzengefühl angesagt, denn klar ist natürlich, dass wenn die Situation der Firma in der Öffentlichkeit bekannt wird, die Insolvenz kaum noch abwendbar sein wird. D.h. die Mitarbeiter sollten einerseits schon deutlich machen, dass es so nicht weitergeht und sie Planungssicherheit brauchen, andererseits aber auch bereit sind aus eigenem Interesse am Erhalt ihrer Abeitsplätze mit der Geschäftsleitung an einem Strang zu ziehen. Von dem hier glücklicherweise noch nicht verzapften Blödsinn Insolvenz für das Unternehmen anzumelden, kann man nur dringend abraten.
D.h. wenn der Betriebsrat nur auf dem Papier existiert, dann muss man ihm eben Druck machen, und wenn dies nicht funktioniert, dann müssen sich die Mitarbeiter unabhängig hiervon organisieren und bei der Geschäftsleitung vorstellig werden. Dabei sollten klare Forderungen aufgestellt werden, die auch erfüllbar sein sollten und deutlich machen, dass die Mitarbeiter dem Unternehmen jetzt nicht den vorzeitigen Todesstoß verpassen wollen. Ich weiß von einigen Unternehmen wo die Mitarbeiter es in solchen Situationen geschafft haben Vertrauensleute in die Geschäftsleitung zu bekommen, die dann umfassend informiert und in die nötigen Entscheidungen einbezogen wurden. Manches Unternehmen hat dadurch dann doch überlebt. Da wo Mitarbeiter mit Kinderspielzeug auf die Straße gegangen sind und Karneval gefeiert haben, wurde üblicherweise schnell das Tor zugesperrt, weil dann auch noch der letzte Geschäftspartner die Geschäftsbeziehung beendet hat.
Gruß vom Wiz
Das hast du aber nicht dazugeschrieben, dass du schon auf
Arbeitssuche bist. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass du
es noch nicht mal probiert hast.
Neues von Firma XY–
Arbeitnehmer A wurde geradevon Arbeitnehmer B davon Unterrichtet
das er bei der Geschäftsleitung vorstellig war-zwecks Löhne-
diese konnte eine Zusage der Zahlung bis zum 30.06.2006 nicht machen.
Damit stünden dann 2 Monatslöhne + unzählige Überstunden aus.
Arbeitnehmer B hat beim Arbeitsamt Angerufen und dies dort Mittgeteilt,
Aussage vom Arbeitsamt.: solange die Geschäftsleitung nichts Unternimmt
können wir auch nichts tun,
Was ist jetzt zu tun???
Ganz schnell noch mal zum Arbeitsamt: Als Arbeitnehmer hast Du Anspruch auf Konkursausfallgeld. Du hast als Arbeitnehmer das Recht, wenn Du 3 Monate keinen Lohn erhalten hast, dieses Konkursausfallgeld beim Arbeitsamt zu beantragen. Aber: Das AA zahlt nur für 3 Monate - keinen Tag mehr. Wenn also die Firma Pleite geht und Du hättest auf Basis des guten Willens mehr als 3 Monate ohne Geld gearbeitet, hättest Du einfach nur Pech. Und da keiner Geld zu verschenken hat, nochmals hin zum Arbeitsamt, da ich nicht weiß, wie die Stichtagsregelung ist
(3 Monate zum regulären Zahlungstermin oder oder oder).
Und wenn der freundliche MA beim AA keine Ahnung hat, dann dessen Vorgesetzten - bis Du an die richtige kompetente Stelle kommst. Ich drück Dir die Daumen und gib mal Rückantwort, was geworden ist.
MfG M.P.
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Und wenn der freundliche MA beim AA keine Ahnung hat, dann
dessen Vorgesetzten - bis Du an die richtige kompetente Stelle
kommst. Ich drück Dir die Daumen und gib mal Rückantwort, was
geworden ist.
MfG M.P.
Die kompetente Antwort wird lauten: Solange ein Insolvenverfahren nicht eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wurde, kann das AA gar nicht tätig werden. Bringt also derzeit gar nichts, sich an das AA zu wenden außer zur Jobsuche.
Ansonsten kann ich mich Wiz (weiter oben) nur anschließen.
Gruß Oskar
Das Neuste von Firma XY 16.35 Uhr
Wie Arbeitnehmer A gerade Mittgeteilt wurde ist nun doch der Betriebsrat
in Aktion getreten und hat die Gewerkschaft Informiert.
Jetzt soll folgendes geschehen.: Firma XY bekommt eine Frist die Löhne für Mai bis zum 07.07.2006 zu Zahlen und die Löhne für Juni bis 14.07.2006 zu Zahlen.
Sofortige Beendigung der Überstunden, und sofortiger Abbau bestehender
Überstunden der Arbeitnehmer(Zu Hause bleiben)
Kann die Fa. XY die Löhne nicht Zahlen-so die Gewerkschaft-werden die weitere Schritte einleiten.Was auch immer das heist.
Das Neuste von Firma XY 16.35 Uhr
Wie Arbeitnehmer A gerade Mittgeteilt wurde ist nun doch der
Betriebsrat
in Aktion getreten und hat die Gewerkschaft Informiert.
Was besseres ist ihm nicht eingefallen, schade.
Jetzt soll folgendes geschehen.: Firma XY bekommt eine Frist
die Löhne für Mai bis zum 07.07.2006 zu Zahlen und die Löhne
für Juni bis 14.07.2006 zu Zahlen.
Ich denke mal eher, das sind die einseitig gestellten Forderungen
des BR/GW. Irgendwie fehlt mir in allen Berichten mal die
Stellungnahme der Geschäftsleitung (ja, man kann die auch nötigen).
Sofortige Beendigung der Überstunden, und sofortiger Abbau
bestehender
Überstunden der Arbeitnehmer(Zu Hause bleiben)
Der Todesstoß…
Kann die Fa. XY die Löhne nicht Zahlen-so die
Gewerkschaft-werden die weitere Schritte einleiten.Was auch
immer das heist.
Isolvenz würde ich mal tippen.
Stefan
Vorhersehbar-
Das es in der Firma XY nicht mehr lange gut gehen konnte war vorhersehbar. Welche Firma kann schon auf dauer Produkte Herstellen
und diese dann unter Produktionskosten Verkaufen?Nur um Aufträge an Land zu ziehen wurden Dumpingpreise gemacht wo kein anderer mithalten konnte.Das Auftragsvolumen der Fa.XY war und ist auch noch sehr gut–
nur was nützt das wenn unterm Strich nix hängen bleibt und nur mit Umsatzzahlen gerechnet wird! Das Kind ist schon vor 2 Jahren in den Brunnen gefallen.
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Hallo Stefan,die Geschäftsleitung hat gestern Bestätigt das kein Geld mehr da wäre-und es käme auch kein Lohn mehr!
Auf die Frage vom Betriebsrat ob sich die Leute neue Arbeit suchen müßten wurde nicht Geantwortet.Morgen soll eine Betriebsversammlung sein.
Bernd
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