Hallo zusammen,
Ich habe vor ein paar Wochen ein Gewerbe angemeldet. Nun möchte ich mein Privatfahrzeug (2 Jahre alt) als Firmenfahrzeug benutzen. Ist dies ohne weiteres möglich? Was muß ich hier tun und beachten.
Vielen Dank im vorraus für die Beantwortung meiner Frage
Joerg
Hallo Jörg,
erstmal ist es schön, dass du nicht auf die Idee kommst, dir zur firmengründung gleich eine neues Auto zu spendieren, sondern mit deinem alten Privatwagen weiter fährst.
Sicher kannst du den Wagen als Geschäftswagen verbuchen. der wird dann als „Sacheinlage“ in der Firma geführt und zwar zu dem ungefähren Zeitwert des Wagens. Im Zweifel solltest du eine Schwackebewertung machen.
Vorteile: Fahrzeugkosten sind Betriebskosten
Nachteile: Du musst einen Teil des Wagenwertes als geldwerten Vorteil versteuern und zwar pro Monat ein Prozent des Listenpreises des Neuwagens (inkl. Umsatzsteuer), zum Zeitpunkt des Kaufes. Plus 0,03 % pro Monat pro Entfernungskilometer von deiner Wohnung zur Arbeitsstätte. Dafür dasrfst du den Wagen dann privat nutzen, soviel du willst. Die Listenpreisbestätigung kann dir dein Autohändler ausstellen.
Da musst du mal zusammenrechnen, um wieviel sich dabei dein monatliches zu versteuerndes Einkommen erhöht und wieviel zusätzliche Steuern das ausmacht.
Wenn dir das zu viel erscheint, kannst du auch angeben, dass dein Anteil von Privatnutzung kleiner ist als der geldwerte Vorteil und musst das dann nachweisen, im Allgemeinen durch ein Fahrtenbuch, in dem du deine geschäftlichen und privaten Fahrten einträgst. So ein Fahrtenbuch ist aber tunlichst lückenlos zu führen, sonst schlägt das Finanzamt gern auch im Nachhinein zu.
Rechne mal aus, was im konkreten Fall auf dich zukommt.
Ansonsten kann ich dir das Archiv hier empfehlen, das Thema Geschäftswagen taucht hier regelmäßig auf.
Gruß
Burkh
Hi,
wenn dir das (für den Anfang) zu kompliziert ist, kannst du auch einfach den Privatwagen für die Fahrten nutzen, dabei schön für die Firmenfahrten Fahrtenbuch führen, die Kilometer am Ende des Jahres zusammenrechnen und mit in die Steuererklärung einbringen. Bringt natürlich nicht so viel Kostenersparnis, aber wenn’s nicht so viel ist, ist das vielleicht besser.
Mir hat das auf jeden Fall immer gereicht…
Ralph