Hallo,
folgendes Szenario.
Arbeite mit einem Kollegen schon lange über einen Dienstleister in einem Konzern. Jetzt sieht es so aus, dass der Dienstleister Konkurs
anmelden wird und auch beim jetzigen Kunden rausfliegt.
Nach einem ersten Gespräch im Konzern wurde uns bestätigt, dass man
uns gerne in unserem Aufgabengebiete behalten würde, eine Festanstellung oder Arbeit als freiberufler wird aber innerhalb des Konzernes wegen der momentanen Situation nicht gehen.
Die Überlegung ist nun, mit meinem Kollegen eine Firma zu gründen.
Ob wir direkt beim Konzern einsteigen können ist nicht klar, sonst gäbe es jedenfalls die Möglichkeit, über einen anderen Dienstleister, der im Konzern fest verwurzelt und uns gut bekannt ist, alles abzuwickeln.
Die Arbeit ist mit Sicherheit langfristig und man könnte auch gut davon leben, das Problem ist aber, dass alles ziemlich schnell gehen müsste.
Die allgemeinen Vorgehensweisen sind bekannt (Existenzgründerkurse bei der IHK, Gewerbeanmeldung…)
Jetzt die Frage:
Habt ihr mir ein paar Informationen, welche vorab zu beachten sind?
Evtl. bedenken, die ich mir gerne anhöre? Mir schwirren da so Sachen im Kopf herum wie:
- Wie sieht das mit der „Scheinselbstständigkeit“ aus?
- Bedenken bei Firmengründung zu zweit ohne Eigenkapital?
- Frimenform?
- Dringen abzuklärende Sachen
Für jeden Tip, Gedanken oder Anregung dankbar,
Gruss,
…
[MOD] Komplettzitat gelöscht
Scheinselbständigkeit entsteht nicht ausschließlich aus der Tatsache, das man nur für einen einzigen Kunden arbeitet, da müssen noch andere Umstände erfüllt sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinselbst%C3%A4ndigkeit
Eigenkapital ist ein Thema, wenn Du investieren musst (in Maschinen, Arbeitsmittel…), ansonsten ist ohne Gründungskosten kein Eigenkapital nötig (außer Stammkapital für GmbH).
Gesellschaftsform: GbR bzw. BGB Gesellschaft ist am einfachsten und steuerlich günstigsten (Ist-Besteuerung!) aber Ihr seid mit Eurem Privatvermögen haftbar, da bewegt man sich u.U. auf dünnem Eis! Die GmbH bzw. Mini-GmbH ist da sicherer… Hier empfiehlt sich eine Beratung durch einen Unternehmens- bzw. Gründungsberater.
Sonstiges: Mit der nötigen Eigeninitiative ist die Selbständigkeit eine schöne Sache. Ihr müsst Euch im Klaren sein, dass womöglich die Arbeit genau so funktioniert wie bisher, jedoch könnt Ihr jederzeit (und von heute auf morgen) den Auftrag bzw. die Aufträge los sein… Insofern kann ich nur davon abraten, sich langfristig auf einen einzigen Kunden zu verlassen, es sei denn, ein hieb- und stichfester Vertrag gibt Sicherheit.
Noch ein Tipp: Du hast, sobald Du einen Tag arbeitslos warst und anschließend gründest, Anspruch auf eine monatliche Förderung zur Existenzgründung in Höhe von ALG I + 300 € für mindestens 9 Monate.
Viel Erfolg.