Firmengründung - Wem gehört die Firma&Wer bekommt

Hallo,

ich brauche mal Eure Meinung. Zur Situation:

Mein Mann hat vor einiger Zeit mit seiner Mutter eine Firma gegründet. Diese verursacht natürlich Fixkosten und gerade jetzt am Anfang viele weitere Kosten für wichtige Anschaffungen…

Ein Kredit wurde von uns nicht aufgenommen. Allerdings haben wir (mein Mann und ich) das Geld vorgelegt. Selbstverstänlich bekommen wir das „Geliehene“ nach und nach von der Firma zurück.

Nun zum eigentlichen „Problem“:
Der Freund meines Mannes arbeitet seit einiger Zeit (auf Selbständiger Basis) im Betrieb mit. Die ganze Zeit hat er die Kunden meines Mannes und seiner Mutter mit betreut und dafür einen Teil der Provision abbekommen. Bezahlen musste er für die Nutzung der Geräte, Computer, Büroartikel… nichts.
Er hat nun zum Teil eigene Kunden und betreut diese. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob er monatlich einen fixen Betrag für Miete… an die Firma zahlen muss, oder er von seiner Provision der Firma etwas abgibt. Problematisch wird es nur dann, wenn er so wenig verdient, dass die Firma kaum etwas bekommt, oder er nach einiger Zeit so viel verdient hat, dass die Firma dadurch einen Überschuss hat. Wenn er nach einiger Zeit die Firma verlässt, was passiert dann mit dem Verdienten? Wenn er bleibt, aber zu wenig für die Firma übrig bleibt, was machen wir dann?

Für Tipps, Erfahrungen… bedanke ich mich bereits im voraus.
Franzi

Hallo,

Mein Mann hat vor einiger Zeit mit seiner Mutter eine Firma
gegründet. Diese verursacht natürlich Fixkosten …

Ja, Mütter und vor allem Schwiegertöchter können mitunter sehr hohe (Fix)Kosten verusachen. Daran ist schon so manches „Ein- Mann -Unternehmen“ gescheitert :smile:)) Tschuldige, aber das passte gerade so gut :wink:
Nun aber zur Sache:

Ein Kredit wurde von uns nicht aufgenommen. Allerdings haben
wir (mein Mann und ich) das Geld vorgelegt. Selbstverstänlich
bekommen wir das „Geliehene“ nach und nach von der Firma
zurück.

Ich hoffe alles schön mit Vertrag und Gestaltungen bzw. Vereinbarungen, die dem Fremdüblichen entsprechen.

Der Freund meines Mannes arbeitet seit einiger Zeit (auf
Selbständiger Basis) im Betrieb mit. Die ganze Zeit hat er die
Kunden meines Mannes und seiner Mutter mit betreut und dafür
einen Teil der Provision abbekommen. Bezahlen musste er für
die Nutzung der Geräte, Computer, Büroartikel… nichts.

Zunächst muss man einmal sagen, dass solche Gestaltungen zwar nicht unüblich sind, aber deswegen noch lange keinen „sinnvollen“ Zustand darstellen.
An Deinem Fall siehst Du ja bereits, dass solche Gestaltungen mitunter Fragen aufwerfen können, die nicht zuletzt im Streitfall (Gott bewahre) zu ernsthaften und mitunter existenziellen Problemen führen können. Man sollte solche hierachischen Strukturen nach Möglichkeit immer klar durch Verträge abgrenzen.

Wenn der Freund als Selbstständiger fungiert, so kann er als (Sub)Unternehmer angesehen werden. Demnach muss er seine Leistungen in Rechnung stellen. Damit sind seine Aufwendungen auch abgegolten. Nimmt er hierzu Leistungen des Auftraggebers in Anspruch, müssen diese natürlich auch richtig abgerechnet bzw. verrechnet werden. Daher kann man schon sagen, dass die Leistungen verrechnet werden sollten.

In Eurem Falle könnte es aber auch auf die Rolle des sog. Handelsvertreters (http://bundesrecht.juris.de/hgb/BJNR002190897.html#B…) hinauslaufen.
Damit könnte, je nach Einzelfall, § 86a HGB zum Tragen kommen:

http://bundesrecht.juris.de/hgb/__86a.html

Leider gibt der Sachverhalt aber nicht mehr her, sodass ich dies nur unter Vorbehalt anfüge.

Vielleicht kannst Du ja noch mal etwas dazu sagen.

VG
Sebastian