Firmenkonto?

Ich möchte mich in Kürze selbstständig machen und habe diesbezüglich bei der IHK ein Seminar besucht.
Dort wurde u.a. gesagt, dass man als Selbstständiger nicht unbedingt ein Geschäftskonto benötigt, sondern seine
geschäftlichen Zahlungen auch über sein Privatkonto abwickeln kann, diese aber in seinen Unterlagen (z.B. durch Kontoauszüge)
entsprechend nachweisen muss.
Meine Nachfragen bei der Sparkasse und der
Volksbank ergaben allerdings, dass das so nicht funktioniert und ich in jedem Fall ein Geschäftskonto eröffnen muss.
Was stimmt nun?
Von meiner Bank erhielt ich sogar die Auskunft, sobald Zahlungen auf meinem Privatkonto eingehen würden, die als
geschäftliche Transaktionen zu erkennen wären, würden diese an den Einzahler zurückgebucht.
Das ist ja wohl der Gipfel der Frechheit!

Andreas

Hi,

als Selbständiger würdest Du auch kein „Firmenkonto“ bekommen. Das ist im Pronzip nur für Kapitalgesellschaften gedacht.

Wenn Du ein privater Kleinunternehmer bist, steht die natürliche Person im Vordergrund. Du hast also einen Kontoeröffnungsantrag wie jeder andere auch. Bei Dir ist nur die Nutzung anders (=gewerblich) und deshalb zahlst Du mehr als Otto Normalbürger mit seinen relativ günstigen Pauschalpreisen/-paketen.
Die Terminologie ist da manchmal abweichend. Ich vermute, Folgendes ist gemeint : Du unterschreibst eine Konoeröffnung als Privatperson, bei der Bank wird aber geschlüsselt, dass Du das gewerblich nutzt und entsprechend bepreist. (Der Trick, ein Pauschalangebot für Private zu nehmen und Geschäftsumsätze drüberlaufen zu lassen, ist so alt wie die Menschheit und klappt nicht, das merken die Banken)

Zurückgeben könnte die Bank das nur, wenn der angegebene Name nicht mit dem Kontoinhaber übereinstimmt. Da gibt es bei natürlichen Personen keinen Unterschied. Wenn aber das Konto Max Meier heisst und die Überweisung für Max Meier GmbH ist, so ist das ein grosser Unterschied.

Gruss Hans-Jürgen
***

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich hab als Firmenkonto ein Tagesgeldkonto und zur Referenz mein privates Giro. Also ich hatte so nen Stress noch nie.

Ich hab als Firmenkonto ein Tagesgeldkonto und zur Referenz
mein privates Giro. Also ich hatte so nen Stress noch nie.

Lief das "Firmen"konto auf Deinen Namen bzw. auf „Daniel Humbuck, Sanitärfachreinigung“? Dann ist das nicht unbedingt ein Problem, sondern nur eine Frage der Leidensfähigkeit der Bank. Schwierig wird das ganze erst, wenn das Geschäftskonto auf „tip top sauber GbR“ und das Privatkonto (logischerweise) auf Deinen Namen.

Gruß,
Christian

Das Tagesgeldkonto läuft auf den Firmennamen, weitergehendes wie Firmierung oder Firmennamen haben hier nicht nur aus rechtlicher Sicht nichts zu suchen. Als Referenzkonto sprich Auszahlungskonto ist mein Privatgiro angegeben. Rechnungen welche beglichen werden müssen, werden von diesem PrivatKonto aus überwiesen.

Vorab: Ich laß den ganzen Begrüßungs- und Grußkram auch mal weg. Ich will Dir ja schließlich nichts aufdrängen.

Was ich jedenfalls sagen wollte: Die Banken akzeptieren normalerweise nur Referenzkonten, die den gleichen Inhaber haben, wie das Tagesgeldkonto. Das hat rechtliche und organisatorische Gründe, über die wir diskutieren können, wenn es denn gewünscht wird.

Wie auch immer: Daß das bei Dir anders laufen soll, als bei allen Banken, die ich kenne und bei allen Menschen, die ich kenne und das versucht haben, hat mich irritiert und dies war der Hintergrund meiner Frage, die eigentlich nicht ganz beantwortet wurde, da der "Firmen"name mit dem natürlichen Namen identisch oder zumindest diesem ähnlich sein kann.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Namen haben eine gewisse Ähnlichkeit, das ist so. Aber sie sind nicht gleich. Es ist so akzeptiert und es ist auch rechtlich i.O. Der Bank ist es egal welches RefKto. angegeben ist und dem Empfänger ist es egal woher es kommt.

Tut mir leid das ich keine Begrüßung geschrieben habe. Vielleicht wird mal noch´n Textbaustein für sowas hier eingebaut. Aber solch Diskussionen werden von Dir gerne losgetreten. Sorry, ich wollte die Zwischenmenschlichkeit nicht angreifen.

Deshalb von mir ein „Hallo“ und „cu“

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenn ich meine Firma „SONNENSCHEIN - Inh. Andreas Keller“ nenne
und auf die Kundenrechnungen schreibe: „Bankverbindung:Andreas Keller;
SPK Neubrandenburg; KtoNr.XXX XXX; BLZ XXX XXX“, dann kann ich doch mein Privatkonto geschäftlich nutzen.

Andreas

Hi,

als Selbständiger würdest Du auch kein „Firmenkonto“ bekommen.
Das ist im Pronzip nur für Kapitalgesellschaften gedacht.

Wenn Du ein privater Kleinunternehmer bist, steht die
natürliche Person im Vordergrund. Du hast also einen
Kontoeröffnungsantrag wie jeder andere auch. Bei Dir ist nur
die Nutzung anders (=gewerblich) und deshalb zahlst Du mehr
als Otto Normalbürger mit seinen relativ günstigen
Pauschalpreisen/-paketen.
Die Terminologie ist da manchmal abweichend. Ich vermute,
Folgendes ist gemeint : Du unterschreibst eine Konoeröffnung
als Privatperson, bei der Bank wird aber geschlüsselt, dass Du
das gewerblich nutzt und entsprechend bepreist. (Der Trick,
ein Pauschalangebot für Private zu nehmen und Geschäftsumsätze
drüberlaufen zu lassen, ist so alt wie die Menschheit und
klappt nicht, das merken die Banken)

Zurückgeben könnte die Bank das nur, wenn der angegebene Name
nicht mit dem Kontoinhaber übereinstimmt. Da gibt es bei
natürlichen Personen keinen Unterschied. Wenn aber das Konto
Max Meier heisst und die Überweisung für Max Meier GmbH ist,
so ist das ein grosser Unterschied.

Gruss Hans-Jürgen
***

Ich möchte mich in Kürze selbstständig machen und habe
diesbezüglich bei der IHK ein Seminar besucht.
Dort wurde u.a. gesagt, dass man als Selbstständiger nicht
unbedingt ein Geschäftskonto benötigt, sondern seine
geschäftlichen Zahlungen auch über sein Privatkonto abwickeln
kann, diese aber in seinen Unterlagen (z.B. durch
Kontoauszüge)
entsprechend nachweisen muss.
Meine Nachfragen bei der Sparkasse und der
Volksbank ergaben allerdings, dass das so nicht funktioniert
und ich in jedem Fall ein Geschäftskonto eröffnen muss.
Was stimmt nun?
Von meiner Bank erhielt ich sogar die Auskunft, sobald
Zahlungen auf meinem Privatkonto eingehen würden, die als
geschäftliche Transaktionen zu erkennen wären, würden diese an
den Einzahler zurückgebucht.
Das ist ja wohl der Gipfel der Frechheit!

Andreas

Hallöchen,

Die Namen haben eine gewisse Ähnlichkeit, das ist so. Aber sie
sind nicht gleich. Es ist so akzeptiert und es ist auch
rechtlich i.O.

die Ähnlichkeit ist das entscheidende. Bei völlig unterschiedlichen Kontoinhabern wird das keine vernünftige Bank machen.

Der Bank ist es egal welches RefKto. angegeben

Das ist eigentlich nicht ganz so egal.

eingebaut. Aber solch Diskussionen werden von Dir gerne
losgetreten.

Wie kommst Du darauf? Derartige Kommentare habe ich im letzten Jahr vielleicht drei mal abgegeben (inkl. heute). Wäre natürlich schon lustig, wenn Du schon mal der Adressat gewesen wärest.

Gruß,
Christian

Moin,

Wenn ich meine Firma „SONNENSCHEIN - Inh. Andreas Keller“
nenne
und auf die Kundenrechnungen schreibe: „Bankverbindung:Andreas
Keller;
SPK Neubrandenburg; KtoNr.XXX XXX; BLZ XXX XXX“, dann kann ich
doch mein Privatkonto geschäftlich nutzen.

die handelsübliche Privatperson hat monatlich ca. 2-10 Eingänge und vielleicht 10-20 Zahlungsausgänge. Das wird bei einem geschäftlichen Konto (hoffe ich für den Inhaber) anders sein. Die üblichen Pauschalangebote für die Kontoführung sind aber auf Basis der Zahlungsstruktur eines Privatkunden ausgelegt.

Schon mit diesen Pauschalangeboten und einer „normalen“ Nutzung legen die Banken normalerweise drauf. Kommt nun ein Cleverchen daher, das über sein Privatkonto mit Pauschalangebot „Profi“ für 5 Euro im Monat hunderte von Buchungen mit offensichtlich geschäftichem Hintergrund abwickelt, wird die Bank irgendwann fuchsig werden, weil sich das Konto dann noch viel weniger rechnet als vorher.

Die Behauptung, geschäftliche Zahlungen würden abgewiesen, halte ich für eine blöde Drohung, teuer bzw. teurer wirds allemal.

Gruß,
Christian

Dann würde es mit der Firma SONNENSCHEIN ja funktionieren.

die handelsübliche Privatperson hat monatlich ca. 2-10
Eingänge und vielleicht 10-20 Zahlungsausgänge. Das wird bei
einem geschäftlichen Konto (hoffe ich für den Inhaber) anders
sein. Die üblichen Pauschalangebote für die Kontoführung sind
aber auf Basis der Zahlungsstruktur eines Privatkunden
ausgelegt.

Naja wenn das der Durchschnitt ist, dann hat die Bank ja an mir als Privatkunde bis jetzt genug verdient. Ich habe im Monat einen Zahlungseingang (mein Gehalt) und etwa fünf Zahlungsausgänge.

Schon mit diesen Pauschalangeboten und einer „normalen“
Nutzung legen die Banken normalerweise drauf.

Mir kommen gleich die Tränen. Wenn ich die Glaspaläste sehe, die viele Banken in die Landschaft gesetzt haben, dann können die so arm nicht sein.

Kommt nun ein
Cleverchen daher, das über sein Privatkonto mit
Pauschalangebot „Profi“ für 5 Euro im Monat hunderte von
Buchungen mit offensichtlich geschäftichem Hintergrund
abwickelt, wird die Bank irgendwann fuchsig werden, weil sich
das Konto dann noch viel weniger rechnet als vorher.

Hier geht es um etwas ganz anderes. Wenn ich eine Firma neu gründe, werde ich wohl kaum „hunderte von Buchungen“ in den ersten Monaten haben. Ich habe, wenn ich mich in Kürze selbstständig machen werde, vorerst vier Daueraufträge. Es gehen also monatlich vier Zahlungen auf mein Konto ein. Und da soll ich ein teures Firmenkonto eröffnen?
Ich werde alle legalen Mittel nutzen (siehe Firma SONNENSCHEIN), um das zu verhindern.

Andreas

Dann würde es mit der Firma SONNENSCHEIN ja funktionieren.

Wieso? Bzw. was würde funktionieren?

sein. Die üblichen Pauschalangebote für die Kontoführung sind
aber auf Basis der Zahlungsstruktur eines Privatkunden
ausgelegt.

Naja wenn das der Durchschnitt ist, dann hat die Bank ja an
mir als Privatkunde bis jetzt genug verdient. Ich habe im
Monat einen Zahlungseingang (mein Gehalt) und etwa fünf
Zahlungsausgänge.

Tja, ob die Bank daran verdient hat, kann ich nicht beurteilen. Kommt auf die Art der Zahlungen an, auf die Kostenrechnung der Bank und auf die Höhe der bisherigen Gebühren.

Schon mit diesen Pauschalangeboten und einer „normalen“
Nutzung legen die Banken normalerweise drauf.

Mir kommen gleich die Tränen. Wenn ich die Glaspaläste sehe,
die viele Banken in die Landschaft gesetzt haben, dann können
die so arm nicht sein.

Jaja, die Glaspaläste. Kleiner Exkurs in Sachen Kalkulation: Wenn die Bank einen Glaspalast baut, ist das eine Investition und kein Konsum wie eine Weihnachtsfeier. Die Hütte steht schließlich ein paar Jahre rum und die fiesen Bankmenschen müssen ja irgendwo rumsitzen, während sie die Kunde um ihr hart verdientes Geld bringen. Ob nun die Bank eine Hütte mietet oder selber baut, macht im Endeffekt keinen Unterschied.

Des weiteren ist der Glaspalast auch ein Vermögensgegenstand, der in der Bilanz die nächsten 50 Jahre zu sehen sein wird, genauso wie ein Klumpen Gold oder ein wertvolles Gemälde. Wir verkaufen per Anfang April einen von unseren Glaspalästen für einen zweistelligen Millionenbetrag. Gebaut irgendwann um die Jahrhundertwende und vor ein paar Jahren umgebaut und renoviert. Alles in allem keine schlechte Investition, jedenfalls besser als die Investition in so manchen Kredit.

Zurück zum Thema:

Schon mit diesen Pauschalangeboten und einer „normalen“
Nutzung legen die Banken normalerweise drauf.

Mir kommen gleich die Tränen. Wenn ich die Glaspaläste sehe,
die viele Banken in die Landschaft gesetzt haben, dann können
die so arm nicht sein.

Tatsächlich ist es so, daß die Banken beim zahlungsverkehr mächtig drauflegen, ähnlich übrigens wie in der Depotverwaltung. Derzeit legen etliche große Institute ihre Abwicklungen von Zahlungsverkehr und Wertpapierverwaltung zusammen und das hat seinen Grund.

Würde man die Kosten für eine beleghafte Überweisung auf die Zahlung umlegen, müßte sie um die zwei Euro kosten. Das kostet sie m.W. noch nirgends, da derzeit noch eine massive Quersubventionierung betreiben, wobei die EU ihr möglichstes tut, um das zu unterbinden.

Durch die gebührenmäßige Gleichschaltung von Inlandszahlungen und EU-Standardüberweisung ist erhebliches Quersubventionierungspotential weggefallen und die Banken holen sich das Geld für den defizitären Inlandszahlungsverkehr jetzt eben woanders. Eine Konsequenz dieser Geschichte ist diese Diskussion bzw. Dein Gespräch neulich mit dem Bankmenschen.

Zur Information: Die Banken verdienen in Deutcshland ungefähr ein Drittel bis ein Fünftel von dem, was sie in GB, NL, USA usw. verdienen. Die deutschen Bankkunden werden sich noch umschauen (die deutschen Bankangestellten aber auch, denn wenn die Fusionitis erst mal richtig ausbricht, wird es nicht lustig).

Pauschalangebot „Profi“ für 5 Euro im Monat hunderte von
Buchungen mit offensichtlich geschäftichem Hintergrund
abwickelt, wird die Bank irgendwann fuchsig werden, weil sich
das Konto dann noch viel weniger rechnet als vorher.

Hier geht es um etwas ganz anderes. Wenn ich eine Firma neu
gründe, werde ich wohl kaum „hunderte von Buchungen“ in den
ersten Monaten haben.

Glaub ich auch nicht und deswegen wird Dir die Bank ganz sicher nicht das Konto kündigen, nur weil da mal zwei Geschäftszahlungen drübergelaufen sind. Wenn es ernst wird, wird man mit Dir schon ein Gespräch führen. Die Drohung gab es gratis schon vorab.

gehen also monatlich vier Zahlungen auf mein Konto ein. Und da
soll ich ein teures Firmenkonto eröffnen?
Ich werde alle legalen Mittel nutzen (siehe Firma
SONNENSCHEIN), um das zu verhindern.

Und die Bank ihre Möglichkeiten nutzen. Du handelst ab jetzt wider besseren Wissens und wenn sich der Mitarbeiter irgendwann an das Gespräch erinnert, während er die geschäftsumsätze auf Deinem Privatkonto betrachtet, gibt es u.U. das nächste unerfreuliche Gespräch.

Gruß,
Christian

Der Bank ist es egal welches RefKto. angegeben

Das ist eigentlich nicht ganz so egal.

Hier in dem Falle isses egal. Wenn der Kontoinhaber sagt das Referenzkonto sei dieses und jenes, dann isses so. Es ist eine Direktbank, kann sein das ne Sparkasse o.ä. Kreditinstiute das vielleicht anders handlen.

eingebaut. Aber solch Diskussionen werden von Dir gerne
losgetreten.

Wie kommst Du darauf? Derartige Kommentare habe ich im letzten
Jahr vielleicht drei mal abgegeben (inkl. heute). Wäre
natürlich schon lustig, wenn Du schon mal der Adressat gewesen
wärest.

Wie oft, das weiß ich nicht, aber es war nicht der erste Beitrag auf den ich so eine Reaktion erhalten habe. Vergiss aber nicht, bei der Flut an Postings und Arbeiten an einem Tag, achtet man im web nicht unbedingt drauf ob alles Perfekt ist. Denn das Internet und die EDV (nebst div. Finanz -/Anlagedingen) sind mein täglich Brot.

Gruß,
Christian

Der Bank ist es egal welches RefKto. angegeben

Das ist eigentlich nicht ganz so egal.

Hier in dem Falle isses egal. Wenn der Kontoinhaber sagt das
Referenzkonto sei dieses und jenes, dann isses so. Es ist eine
Direktbank, kann sein das ne Sparkasse o.ä. Kreditinstiute das
vielleicht anders handlen.

Referenzkonten ich eigentlich nur von Direktbanken bzw. Onlineangeboten von standortfesten Kreditinstituten und so weiß ich von Fällen bei der Comdirect, bei der Bank 24 und Entrium, daß die sich mit Händen und Füßen dagegen sträuben und zwar auch in Fällen, wo es Ähnlichkeiten bei den Kontoinhabern gab.

Wie oft, das weiß ich nicht, aber es war nicht der erste
Beitrag auf den ich so eine Reaktion erhalten habe. Vergiss
aber nicht, bei der Flut an Postings und Arbeiten an einem
Tag, achtet man im web nicht unbedingt drauf ob alles Perfekt
ist. Denn das Internet und die EDV (nebst div. Finanz
-/Anlagedingen) sind mein täglich Brot.

Meins auch und trotzdem - oder gerade deswegen - finde ich die Beibehaltung bestimmte Umgangsformen gar nicht mal so unpassend. Aber wie es in den Wald hereinschallt…

Dann würde es mit der Firma SONNENSCHEIN ja funktionieren.

Wieso? Bzw. was würde funktionieren?

Wenn ich meine Firma „SONNENSCHEIN - Inh. Andreas Keller“ nenne
und auf die Kundenrechnungen schreibe: „Bankverbindung:Andreas Keller;
SPK Neubrandenburg; KtoNr.XXX XXX; BLZ XXX XXX“, dann kann ich doch mein Privatkonto geschäftlich nutzen.

Glaub ich auch nicht und deswegen wird Dir die Bank ganz
sicher nicht das Konto kündigen, nur weil da mal zwei
Geschäftszahlungen drübergelaufen sind. Wenn es ernst wird,
wird man mit Dir schon ein Gespräch führen. Die Drohung gab es
gratis schon vorab.

Drohungen sind die eine Sache, gibt es auch gesetzliche Grundlagen?

gehen also monatlich vier Zahlungen auf mein Konto ein. Und da
soll ich ein teures Firmenkonto eröffnen?
Ich werde alle legalen Mittel nutzen (siehe Firma
SONNENSCHEIN), um das zu verhindern.

Und die Bank ihre Möglichkeiten nutzen. Du handelst ab jetzt
wider besseren Wissens und wenn sich der Mitarbeiter
irgendwann an das Gespräch erinnert, während er die
geschäftsumsätze auf Deinem Privatkonto betrachtet, gibt es
u.U. das nächste unerfreuliche Gespräch.

Dann verstehe ich aber nicht, das auf Seminaren der IHK gelehrt wird,
man brauche als Selbstständiger kein Firmenkonto.

Andreas

Der Bank ist es egal welches RefKto. angegeben

Das ist eigentlich nicht ganz so egal.

Hier in dem Falle isses egal. Wenn der Kontoinhaber sagt das
Referenzkonto sei dieses und jenes, dann isses so. Es ist eine
Direktbank, kann sein das ne Sparkasse o.ä. Kreditinstiute das
vielleicht anders handlen.

Referenzkonten ich eigentlich nur von Direktbanken bzw.
Onlineangeboten von standortfesten Kreditinstituten und so
weiß ich von Fällen bei der Comdirect, bei der Bank 24 und
Entrium, daß die sich mit Händen und Füßen dagegen sträuben
und zwar auch in Fällen, wo es Ähnlichkeiten bei den
Kontoinhabern gab.

Bei meiner Bank ist es dann nicht so :smile:

Wie oft, das weiß ich nicht, aber es war nicht der erste
Beitrag auf den ich so eine Reaktion erhalten habe. Vergiss
aber nicht, bei der Flut an Postings und Arbeiten an einem
Tag, achtet man im web nicht unbedingt drauf ob alles Perfekt
ist. Denn das Internet und die EDV (nebst div. Finanz
-/Anlagedingen) sind mein täglich Brot.

Meins auch und trotzdem - oder gerade deswegen - finde ich die
Beibehaltung bestimmte Umgangsformen gar nicht mal so
unpassend. Aber wie es in den Wald hereinschallt…

nö du, ich leb ja nicht „online“. Ich kenne noch das RealLife

Dann würde es mit der Firma SONNENSCHEIN ja funktionieren.

Wieso? Bzw. was würde funktionieren?

Wenn ich meine Firma „SONNENSCHEIN - Inh. Andreas Keller“
nenne
und auf die Kundenrechnungen schreibe: „Bankverbindung:Andreas
Keller;
SPK Neubrandenburg; KtoNr.XXX XXX; BLZ XXX XXX“, dann kann ich
doch mein Privatkonto geschäftlich nutzen.

Solange da die bank nichts gegen hat, ja.

Glaub ich auch nicht und deswegen wird Dir die Bank ganz
sicher nicht das Konto kündigen, nur weil da mal zwei
Geschäftszahlungen drübergelaufen sind. Wenn es ernst wird,
wird man mit Dir schon ein Gespräch führen. Die Drohung gab es
gratis schon vorab.

Drohungen sind die eine Sache, gibt es auch gesetzliche
Grundlagen?

Die Grundlage ist die in Deutschland existierende Vertragsfreiheit. Niemand muß Verträge abschließen und wenn die Bank der Ansicht ist, daß sie an Deinem Konto nix verdient, wird es gekündigt.

Und die Bank ihre Möglichkeiten nutzen. Du handelst ab jetzt
wider besseren Wissens und wenn sich der Mitarbeiter
irgendwann an das Gespräch erinnert, während er die
geschäftsumsätze auf Deinem Privatkonto betrachtet, gibt es
u.U. das nächste unerfreuliche Gespräch.

Dann verstehe ich aber nicht, das auf Seminaren der IHK
gelehrt wird,
man brauche als Selbstständiger kein Firmenkonto.

Ich kenne weder die Seminare noch weiß ich, was die da genau erzählt haben. Letztlich ist auch vollkommen egal, ob das Ding nun Geschäftskonto heißt, Firmenkonto oder Ananas mit Käse. Die Bank wird sich bei ihrer Konditionengestaltung an Deinen Zahlungsgewohnheiten orientieren, damit sie an dem Konto was verdient, und wenn sich dieser Zustand nicht mittelfristig einstellt, wird das Konto halt gekündigt.

Gruß,
Christian

wenn
die Bank der Ansicht ist, daß sie an Deinem Konto nix
verdient, wird es gekündigt.

Schöne Aussichten, wenn man als Bankkunde deren Freiwild ist,
schöne Aussichten auch für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger.
Diese Einstellung der Banken bestärken mich geradezu, mein Ding durchzuziehen.
Und wenn es brenzlig wird, dann kündige ich mein Konto, bevor es die Bank tut und eröffne mein Firmen- und Privatkonto bei einem anderen Geldinstitut. Mal sehen, wer zuletzt lacht…

Andreas

Wer verdient ist doof.

wenn
die Bank der Ansicht ist, daß sie an Deinem Konto nix
verdient, wird es gekündigt.

Schöne Aussichten, wenn man als Bankkunde deren Freiwild ist,
schöne Aussichten auch für Arbeitslose und
Sozialhilfeempfänger.

Seltsamerweise verschenken Supermärkte ihre Lebensmittel auch nicht, obwohl so viele Leute nicht genug Geld für Nahrungsmittel haben. Wenn Du die Banken dafür verteufelst, daß sie Geld verdienen müssen, solltest Du den Umstieg auf Selbstversorgung in Betracht ziehen. Denn um Dich herum sind nur Leute damit beschäftigt, Geld zu verdienen, und zwar auch Dein Geld. Ob nun Supermärkte, Warenhäuser, Reisebüros, Klamottenläden: Alle wollen nur Dein Geld und wenn Du ihre Bedingungen nicht erfüllst, gibts kein Futter, keine Klamotten, keine Reise und kein gar nichts.

Sollte Dich diese Einstellung allerdings nur bei den Banken stören, solltest Du Deine Grundeinstellung zu ihnen überdenken.

Gruß,
Christian

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Hi,

also, rein fiskalrechtlich brauchst Du natürlich kein Firmenkonto.
Die Aussage der IHK bezieht also darauf, dass das Finanzamt das nicht unbedingt fordert.
Empfohlen wird es jedoch von den Finanzbehörden schon, denn schliesslich trägt es erheblich dazu bei, die Transparenz zwischen privaten und geschäftlichen Zahlungsverkehrposten zu erhöhen.

Die Bank selbst DARF Zahlungen auf andere Namen als auf den Namen des Kontoinhabers NICHT an Dein Konto weiterleitern. Fällt also während der sog. Kontoaufrufprüfung auf den Namen Peter Müller eine eingehende Überweisung „Maler Klecks“ auf, wird die Überweisung zurück gehen, muss sogar zurück gehen, da die Bank als ordentlicher Kaufmann von einem Irrtum ausgehen muss und sich ansonsten in die Haftung begibt.
Lautet die Überweisung auf „Maler Müller“ ist die Sachlage natürlich anders.

Wenn sich natürlich durch Deine Geschäftstätigkeit die Anzahl der Posten erhöht, entsteht natürlich auch ein erhöhter Kostenaufwand für dein KReditinstitut (denn bei jeder Buchung zahlt die Bank drauf, die Gebühren sind längst nicht kostendeckend).
Daher muss eine Neukalkulation deines Kontos vorgenommen werden, und dies führt in der Regel dazu, dass das Preismodell umgstellt wird auf „Geschäftskonto“. Das das teurer ist, sollte aufgrund des höheren Aufwands für die Bank klar sein (der Malermeister verlangt für 50 m² Wandfläche ja auch mehr, als für 40).

Dafür braucht es keine gesetzliche Grundlage, das sind einfach Marktpreise, die sich aus der geltenden Vertragsfreiheit ergeben. Die Preise kannst Du zahlen, musst es aber nicht, denn an einem freien Markt hast Du ja auch das freie Recht, dir Deine Vertragspartner auszusuchen.

Das Argument mit den armen Banken, die sich Glaspaläste bauen ist dermaßen abgedroschen, wie es dumm und falsch ist.
Die hier eingesetzten Gelder werden ja angelegt (investiert) und tragen zur nachhaltigen Wertsicherung des Unternehmens bei.
Wenn Du Dir privat ein Haus kaufst, ist Dein Geld ja auch nicht weg, sondern nur gebunden. Was andere wäre es natürlich, wenn der Banker vom Geld der Kunden in Urlaub fahren würde. Dann hättest Du mit dem Bild der Verschwendung, das Du hier bemühst, recht.

Geld verdienen muss jeder. (PUNKT)
Du machst dich doch auch nicht selbständig, um karitativ den anderen zu dienen, oder?
Und ein jedes Geschäft, das Su eingehst MUSS sich lohnen, sonst ist der Laden bald dicht (zumindest muss es in absehbarer Zeit zu einem lukrativen Folgegeschäft kommen, wenn Du ausnahmsweise mal unter Wert arbeitest, wie z.B. bei einem Einführungsangebot).

Wenn Dir dieser Fakt nicht wirklich klar ist, dann solltest Du Dich besser nicht in die Selbständigkeit begeben. Dort kannst Du nur überleben, wenn dir marktwirtschaftliche GRundsätze, und das sind letzlich grundsätliche Normen unserer Gesellschaft, nicht fremd sind.
Jeder will nun mal an Dir verdienen, so wie Du auch an Deinen Mitmenschen verdienen musst, um überleben zu können.

Ich wünsch Dir viel Erfolg in der Selbständigkeit.

Viele Grüße

Uwe