Firmenleasingfrage

Hi all,
ich habe eine Frage zum Thema „Firma least für MA ein Auto im
Vollleasing“.
Ich höre immer, es lohnt sich für den MA meist.
Ich komme nicht drauf wieso.
Meine Situation ist folgende:
Ich habe einen schönen Wagen, 1 Jahr alt, voll bezahlt.
Der kostet mich im Jahr 2200 Euro, Versicherungen, Steuer,
Inspektion, Benzin, …
Wenn ich einen Wagen über die Firma lease, dann gehe ich von einem
Volleasing aus, d.h. keine zusätzliche Kosten.
Ich tippe mal er kostet 700 Euro Leasing pro Monat.
Das sind pro Jahr 8400 Euro. Diese werden mit vom Gehalt abgezogen.
Das macht bei einem Steuersatz von 35% bei meinem Gehalt eine
Gehaltseinbusse von 4600 Euro im Jahr. Das bedeutet, dass die Gehalts
einbusse höher als die Kosten meines eigenen Wagens sind.
Wo ist also der Vorteil?
Wenn ich mein Auto verkaufe (ca. 20000 €) und das Geld zu 3% anlege,
brächte das 600 Euro im Jahr.Dann wäre immer noch ein negatives Delta
bedeuten.
Also?
Kay

Ich vergass:
Wenn ich einen Wagen bekomme, aber mit dem Fahrrad zu meiner regulären
Tätigkeit ins Büro fahre. Muss ich dann trotzdem die 0.03 Punkte
bezahlen?

Kay

Guten Tag Kay,
bei Ihrem Ansatz fehlt zwar noch ein ordentlicher Posten für
den Wertverzehr und die umgelegten Reparaturen, die zwar jetzt noch keine Rolle spielen, dafür in ein paar Jahren umso mehr.
Dennoch kann Leasing nicht günstiger kommen, als der eigene Wagen

  • durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Verdienst vorausgesetzt. Denn wovon sollen die Leasinggeber und Paketverschnürer
    (alle Kosten - ein Preis) für das Leasing leben ?
    Erst bei voller Absetzbarkeit für das ganze Gewürge und entsprechender
    Finanzausstattung der Firmen ist Leasing interessant. Der Steuerzahler
    finanziert den Firmenleasingspaß mit und alle sind zufrieden.
    Die Firma, weil sie sich nur noch um die Leasingrate kümmern muß,
    der Geber, weil er steuerzahlerunterstützt seinen Schnitt macht und
    nicht zuletzt die Oberklassehersteller. Denn gäbe es kein politisch
    gewolltes Firmenleasing, gäbe es auch viele entsprechende Fahrzeuge nicht und der Staat könnte daran auch nichts verdienen.
    Ihr Ansatz, wonach Sie einen schlichten Vergleich und Ihren gesunden Menschenverstand anstellen, ist vielversprechend.
    Gruß
    Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Abend,

wenn dir der gesamte Aufwand des Fahrzeuges vom Gehalt abgezogen wird
auch wenn es Brutto ist dann laß es sein.

Deine Rechnung was dein Auto kostet ist falsch, besorge dir eine
z.B. ADAC Kostenrechnung was welches Auto kostet (mit allen Kosten)
und du wirst sehen das liegt irgendwo zwischen 0,30€ und 0,70€ pro
Kilometer. Alles andere ist einfach in die Tasche gelogen.

Abhängig von der Kilomterleistung kannst du dann ausrechnen was du
ausgeben beziehungsweise sparen kannst.

Im groben kannst du sagen bei gleichen Fahrzeug (privat/firma) kannst
du die MwSt sparen. Der AG muß allerdings auch für den privat
genutzten Teil MwSt bezahlen nur wird dies normalerweise nicht auf den
AN umgelegt.

Gruß
Stefan

Abend!

bei Ihrem Ansatz fehlt zwar noch ein ordentlicher Posten für
den Wertverzehr und die umgelegten Reparaturen, die zwar jetzt
noch keine Rolle spielen, dafür in ein paar Jahren umso mehr.

Das ist noch korrekt!

Dennoch kann Leasing nicht günstiger kommen, als der eigene
Wagen

Das möge man mir erklären! Zumindest der firmengenutzte Teil ist
ohne Mehrwertsteuer und das ist deutlich mehr wie Zinsen für
Kreditraten.

Erst bei voller Absetzbarkeit für das ganze Gewürge und
entsprechender
Finanzausstattung der Firmen ist Leasing interessant.

Unsinn.

Der Steuerzahler
finanziert den Firmenleasingspaß mit und alle sind zufrieden.

Auch das kannst du mir bitte mal darlegen wie das geht!

Die Firma, weil sie sich nur noch um die Leasingrate kümmern muß,

Aha und Reparturen und Inspektionen und Reifen und und… wachsen
auf den Bäumen, von möglichen Unfällen mal ganz abgesehen, och
tanken müssen die auch noch…

der Geber, weil er steuerzahlerunterstützt seinen Schnitt macht und
nicht zuletzt die Oberklassehersteller. Denn gäbe es kein politisch
gewolltes Firmenleasing, gäbe es auch viele entsprechende
Fahrzeuge nicht und der Staat könnte daran auch nichts verdienen.

Auch das kannst du sicher ein bischen besser erklären!

Gruß
Stefan

Ja da dir durch das Leasingfahrzeug ein Steuervorteil der km von Wohnung zum Arbeitsplatz entsteht. (Trifft zwar erst ab 20 km zu aber wird so gerechnet) daran kannst nichts ändern ausser du bekommst ein Homeoffice was allerdings auch wieder an die Bedingung gelegt ist, dass mind. 80 % der Einsatztätigkeit mind. 30 km entfernt vom regelmäßigen Arbeitsplatz sind.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Um die Verwirrung perfekt zu machen: es gibt doch da die 1% Regelung soweit ich weiß. D.h. 1% des Listenpreises des Fahrzeugs neu incl. MwSt. wird Dir jeden Monat imaginär als Bruttogehalt dazugerechnet. Das deckt dann alles an privaten Anteilen ab (incl. Versicherung, Reifen etc.??). Getankt wird i.d.R. komplett auf die Firma (so kenn ich es von Bekannten), die das dann als Betriebsausgabe absetzt.

Das bedeutet bei einem Fzg. mit LP 35.000 Euro pro Jahr 4.200 Euro mehr Einkommen (nur für die Steuer). Wenn Du einen durchschnittlichen(!!) Steuersatz von 35% hast, dann liegst mit dem Jahreseinkommen aber wohl eh schon jenseits der 60.000 Euro - somit würde das bei der zu zahlenden ESt./Lohnsteuer dann nicht mehr groß ins Gewicht fallen. Schätze mal so 1500,- mehr im Jahr. Somit wäre Dein Privatwagen mit 2200,- doch noch teurer als der geleaste. Kannst ja ggf. mal vom AG nachrechnen lassen.
Andererseits kannst ja dann den Privaten bei beruflicher Nutzung mit x Cent pro Kilometer (Pendler?) anrechnen lassen. Schätze, bei einem sehr teuren Leasingfahrzeug stehst zumindest in den ersten 3-4 Jahren mit dem Privaten dann günstiger oder gleich da. Später, wenn der Private Reparaturen hat, ist er teurer. Und der geleaste ist alle paar Jahre neu und auf dem besten Stand der Sicherheitstechnik usw.

Außerdem wäre mir mein eigenes Privatfahrzeug zu schade zum Verheizen für die Firma. Schließlich zahlt Dir da keiner die neuen Reifen oder den Ölwechsel etc.

Gruß
Andrea