Firmenschließung ohne Insolvenzantrag

Liebe wer weiß was Menschen,
anbei der Sachverhalt den ich vortragen möchte:

Vor 14 Tagen wurde die gesamte Belegschaft einer deutschen GmbH aufgefordert die Geschäftsräume zu verlassen, die
Schlüssel abzugeben. Mündliche Beurlaubung wurde für 3 Tage
ausgesprochen

  • zugesichert wurde das weitere Vorgehen innerhalb 7 Tagen mitzuteilen
  • nichts ist seither geschehen
  • Insolvenz wurde nicht beantragt
  • Kündigungen und Freistellungen nicht schriftlich verfasst
  • Arbeitskraft wurde am Tag 4 (vor verschlossener Tür)angeboten und
    dokumentiert
  • Geschäftsführerin ist seit Monaten in UK Hühnerzüchten
  • Mutter der Geschäftsführerin trat mit unausgewiesenem Consultingtyp
    in Deutschland auf (Zulieferer der deutschen Firma ist UK)
  • Firma unbesetzt
  • Post wird nicht zugestellt
  • wahrscheinlich Konto aufgelöst…Kontodaten unbekannt…

Meine Fragen lauten:

  1. Hat die Belegschaft in diesem Fall der ungeklären Freistellung Anrecht auf Insolvenzgeld?
  2. Ist die Leiterin der Buchhaltung zb. verpflichtet dies irgendwo
    zu melden? (Zahlungsunfähigkeit wurde durch Lieferstopp und
    gleichzeitige Kontoübertragung an Mutterhaus erreicht)
  3. Setzen sich die Nochangestellten der Firma als unloyal in
    die Nesseln oder können /müssen sie tätig werden (Finanzamt, Sozialversicherunhen u.a.) ??

Bisher stehen dem Hausanwalt wie dem Steuerberater nur ungläubig
die Münder offen.

Für einen Rat/ Teilrat wäre ich sehr dankbar!

Moin,
Das hört sich für mich nach einem Fall für den Staatsanwalt und einen kompetenten (Arbeits-)rechtsanwalt an.

Gruß,
Ingo

Hallo Ingo,

Gespräch mit dem Staatsanwalt ist bereits gelaufen. Er sieht (noch) keinen Handlungsbedarf oder Eingriffsmöglichkeiten.
Strafbare Delikte nicht erkennbar ?!

Gruß
Anke