Wie funktioniert eine FIrmenübernahme genau? Letzlich hat ja Google YouTube aufgekauft. Wie läuft das genau ab? Was sind die einzelnen Schritte?
Gruß, Lars
Wie funktioniert eine FIrmenübernahme genau? Letzlich hat ja Google YouTube aufgekauft. Wie läuft das genau ab? Was sind die einzelnen Schritte?
Gruß, Lars
Wie funktioniert eine FIrmenübernahme genau? Letzlich hat ja
Google YouTube aufgekauft. Wie läuft das genau ab? Was sind
die einzelnen Schritte?
Da Youtube nicht börsennotiert ist, wird das so ablaufen, daß die Anteilseigner von YT Aktien von google im Tausch gegen ihre Anteile an YT erhalten werden.
Wer wieviel bekommt, steht hier:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,465048,00…
Gruß,
Christian
Und wie läuft eine solche Übernahme bei zwei börsennotierten Unternehmen ab?
Und wie, wenn keins der beiden börsennotiert ist? Fließt dann direkt Geld?
Schonmal Herzlichen Dank!
Hallo,
Und wie läuft eine solche Übernahme bei zwei börsennotierten
Unternehmen ab?
Schau dir aktuell z.B. Puma oder VW an. Die übernehmende Firma kauft z.B. bei einem (oder mehreren) Großaktionären Aktien der Firma. Wenn man es geschickt anstellt hat man jetzt schon über 50% der Aktien (und Stimmrechte, wenn es keine Sonderregelungen gibt) und de Fakto das Sagen.
Ab 30% (bitte nagle mich nicht fest, habe ich so im Kopf) muß dann nach dem Aktienrecht ein Übernahmeangebot an die ausstehenden Aktionäre erfolgen.
Das kann man wie bei VW so gestallten, das man das minimal Mögliche bietet, das das Gesetz zuläst oder so wie bei Puma über dem aktuellen Kurs (damals jedenfalls). Ob man dann weitere Aktien bekommt, liegt einzig an den Aktionären. Man kann natürlich auch eigene Aktien im Tausch, oder eigene Aktien und Bargeld bieten
Und wie, wenn keins der beiden börsennotiert ist? Fließt dann
direkt Geld?
Da ist alles mögliche denkbar. Von Bargeld bis Teilhaberschaft an der neuen Firma.
Cu Rene
Cool! Danke für die schnelle Antwort!
Kann mir auch noch jemand erklären, wie das genau abläuft? Ich meine, jedem Aktionär Bargeld zu überweisen ist ja ziemlich aufwendig:wink: Also nur so als Bsp:wink:.
Wie läuft das genau im einzelnen ab, oder was sind die Möglichkeiten? In wie fern sind Banken damit beschäftigt?
Gruß, Lars
Tach,
Wenn man es geschickt anstellt hat man jetzt schon über
50% der Aktien (und Stimmrechte, wenn es keine
Sonderregelungen gibt) und de Fakto das Sagen.
Zwischenfrage: Warum heisst dann die „Sperrminorität“ Sperrminorität ?
VG
TraderS
Hallo,
Kann mir auch noch jemand erklären, wie das genau abläuft? Ich
meine, jedem Aktionär Bargeld zu überweisen ist ja ziemlich
aufwendig:wink: Also nur so als Bsp:wink:.
Das (auf)kaufende Unternehmen arbeitet in so einem Falle mit (Investment)Banken zusammen. Man lässt sich beraten. Über diese Banken werden dann den Kunden dann mitgeteilt, dass es jemanden gibt, der die Aktien kaufen möchte. In der Tat erfolgen dann Überweisungen oder aber, was oft der Fall ist, Aktien werden getauscht.
Im Falle der Mannesmann AG war es ja auch so, dass die Schlacht viele Wochen eher weniger auf dem Börsenparkett als in den großen überregionalen Zeitungen stattgefunden hat. Somit hat dann auch der ein oder andere Anleger schon vorher seine Aktien verkauft, die dann wiederum von Vodafone erworben wurden.
Wie läuft das genau im einzelnen ab, oder was sind die
Möglichkeiten? In wie fern sind Banken damit beschäftigt?
Ja wie gesagt, Banken sind eigentlich unverzichtbar. Zumindest wenn es um die Übernahme oder umfassendere Beteiligung an größeren börsengelisteten Unternehmen geht.
Einfaches Beispiel: Nehmen wir mal an, Eon will RWE kaufen und lässt sich von der Deutschen Bank beraten. Dann informiert die Deutsche Bank auch gleichzeitig ihre Kunden die RWE Aktien halten über die Kaufabsicht. Das muss aber nicht so sein, da ja oftmals auch reine Investmentbanken die Beratung übernehmen. Aber auch hier wird dann mit anderen Banken Kontakt aufgenommen.
Oftmals ist es aber auch so, dass gleich ganze Aktienpakete von sog. institutionellen Anlegern erworben werden - wie bereits oben erwähnt. In so einem Falle kommt der Streubesitz dann „mehr oder weniger“ von alleine nach.
VG
TraderS
Eine generelle Regelung wie was bezahlt wird gibt es nicht. Es kommt auf die Gestaltung des Angebots ab.
Hier gibt es drei Möglichkeiten um die Corporate Action zu bezahlen:
Ich behaupte mal, dass letzteres das am häufigsten genutzte Element ist, wobei der Anteil an Aktien mit minimalem Cash oben drauf sicher 90% ausmachen.
Gruss Ivo
Nehmen wir mal an, Eon will RWE kaufen und
lässt sich von der Deutschen Bank beraten. Dann informiert die
Deutsche Bank auch gleichzeitig ihre Kunden die RWE Aktien
halten über die Kaufabsicht.
Nö. Diese aussage kann man so nicht stehen lassen, da die DB hier gegen die Geheimhaltungspflichten verstossen würde. I.d.R. ist bei der Beratung nur die Investment Bank beteiligt und andere Unternehmensteile wissen von nichts.
Erst wenn das Konzept ausgearbeitet ist, werden die Kunden der Deutschen Bank im übrigen zeitgleich mit allen anderen Anteilseignern - entsprechend informiert.
Dies über die üblichen Informationskanäle, wie Bloomberg, Telekurs, Reuters und natürlich über die ICSDs, die wiederum Ihre Kunden (zumeist Depotstellen) informieren. Diese Depostellen geben die Info an den Benefical Owner weiter.
Von Gleichzeitig kann also nicht die Rede sein.
Gruss Ivo
Hallo,
Wenn man es geschickt anstellt hat man jetzt schon über
50% der Aktien (und Stimmrechte, wenn es keine
Sonderregelungen gibt) und de Fakto das Sagen.Zwischenfrage: Warum heisst dann die „Sperrminorität“
Sperrminorität ?
Klar, sowas gibt es auch noch. Mit den Großaktionären (damit meinte ich stillschweigend auch die, die eine Sperrminorität und eben Sonderfälle, wie Goldene Aktien, haben könnten) muß man sich schon einig werden, das hatte ich ja geschrieben.
Cu Rene
Von Gleichzeitig kann also nicht die Rede sein.
Ja, das „gleichzeitgi“ war in der Tat etwas verfehlt formuliert. Ich wollte eher zum Ausdruck bringen, dass es dann „im Haus“ bleibt. Natürlich zu einem anderen Zeitpunkt, weil es in der Tat als Wettbewerbsverzerrung bzw. gar als Manipulation betrachtet werden könnte.
VG
TraderS
nur noch Fachsimpelei weils Spaß macht
Ja, das „gleichzeitgi“ war in der Tat etwas verfehlt
formuliert. Ich wollte eher zum Ausdruck bringen, dass es dann
„im Haus“ bleibt.
Hier möchte ich anmerken:
Ja und nein… kommt in der Tat auf die Organisaton innerhalb des „Hauses“ an.
DB wickelt meines Wissens nach Corporate Actions hauptsächlich über indische Back-Offices ab. (Und das m.E. alles und nicht nur den Entitlement Bereich).
Aufrund der Unternehmensstruktur erfolgt der Informationsfluss wohl eher nicht inhouse sondern auch hier über die Depotstellen.
Gruss Ivo