Hallo, ich hab mal ne Frage zur Firmware.
Ich hab diesen Begriff gelesen, weiß aber nicht genau, was man sich darunter vorstellen kann. Ist das so ein Chip, der sich z.B im Diskettenlaufwerk befindet, auf dem steht, wie das Laufwerk zu arbeiten hat? Gibt es da einen großen Unterschied zwischen Firmware und Treiber?
Kann man sich diese Firmware eigentlich auch anzeigen lassen bzw. verändern?
Vielen Dank für eine Antwort, viele Grüße
Manny
Die meisten Laufwerke oder sonstigen Geräte (auch z.B. der DVD-Player deiner Stereoanlage) sind richtige Computer. Natürlich nicht so leistungsfähig wie die Kiste unter deinem Tisch, aber immerhin. Und wie jeder andere Computer brauchen auch diese ein Betriebssystem. Das nennt man Firmware.
Im Prinzip kann man auch das BIOS des PCs als Firmware bezeichnen, denn das ist das unterste Betriebssystem, damit die Kiste nach dem Einschalten erst mal weiss, was eine Festplatte ist, und wie man von dort was herunterholt - sonst könnte die CPU ja kein „richtiges“ Betriebssystem laden.
Die Versionsnummer des BIOS vieler Geräte im PC kann man sich im Gerätemanager anzeigen lassen, eine Graphikkarte und das MotherBoard nennt diese i.A. während des Bootens.
Man kann vom Hersteller oft eine aktuellere Firmware nebst Einspiel-Programm saugen und diese dann installieren.
Das ist allerdings nicht völlig ungefährlich: Wenn während eines Firmware-Updates das Gerät abstürzt (Stromausfall), dann war’s das meistens. Dann geht oft gar nichts mehr außer einschicken und machen lassen - was angesichts der Kosten meistens bedeutet: Tonne, neukaufen.
Darum:
If it ain’t broken - don’t fix it!
Firmwareupdate nur, wenn’s wirklich sein muss, weil irgendwas ohne nicht geht oder nicht so gut geht.
Hallo, vielen Dank für deine Antwort
Die meisten Laufwerke oder sonstigen Geräte (auch z.B. der
DVD-Player deiner Stereoanlage) sind richtige Computer.
Natürlich nicht so leistungsfähig wie die Kiste unter deinem
Tisch, aber immerhin. Und wie jeder andere Computer brauchen
auch diese ein Betriebssystem. Das nennt man Firmware.
Hat denn z.B. so ein Diskettenlaufwerk dann nochmal eine eigene Firmware, oder wird das z.B. vom Bios mitgesteuert? Die Biosdaten kann man einlesen, könnte ich mir dann auch speziell die Sachen anschauen, was in der Firmware fürs Diskettenlaufwerk steht?
Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn der Strom während eines Updates ausfällt, gut dann konnte das ganze nicht zu Endegeführt werden, aber könnte man dann nicht einfach die ganze Firmware nochmal rüberkopieren und dann läuft das Gerät wieder?
Viele Grüße
Manny
Hi Manny
Die meisten Laufwerke oder sonstigen Geräte (auch z.B. der
DVD-Player deiner Stereoanlage) sind richtige Computer.
Natürlich nicht so leistungsfähig wie die Kiste unter deinem
Tisch, aber immerhin. Und wie jeder andere Computer brauchen
auch diese ein Betriebssystem. Das nennt man Firmware.Hat denn z.B. so ein Diskettenlaufwerk dann nochmal eine
eigene Firmware, oder wird das z.B. vom Bios mitgesteuert? Die
Biosdaten kann man einlesen, könnte ich mir dann auch speziell
die Sachen anschauen, was in der Firmware fürs
Diskettenlaufwerk steht?
das Diskettenlaufwerk sit ein schlechtes Beispiel, das hat als einziges keine Firmware *g*
Die gebräuchlichsten Firmwaresm die upgedatet werden sind die von CD/DVD-Brnner, weil sie Tabellen von den Rohlingen beinhalten, die unter Umständen upgedatet werden müssen, wenn das Ding Mucken macht.
Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn der Strom während
eines Updates ausfällt, gut dann konnte das ganze nicht zu
Ende geführt werden, aber könnte man dann nicht einfach die
ganze Firmware nochmal rüberkopieren und dann läuft das Gerät
wieder?
tja, das ist keine Festplatte in dem Ding, sondern ein Chip, ein ROM-Baustein, und wenn der Strom ausfällt, ist er in einem undefinierten Zustand, und es gibt kein Resetknöpfchen, der ihn zurückholt. Folglich bleibt nur ein Chipaustausch. Beim BIOS ist es im Prinzip das Gleiche, obwohl man da mit ein wenig Glück reseten kann. Aber ich habe auch schon totgeflashte Biosbausteine erlebt.
Deshalb, wie Mabuse schon sagte: never touch a running system: nur Update, wenn ein zwingender Grund vorliegt
Gruss
ExNicki
Hallo Manny,
Hat denn z.B. so ein Diskettenlaufwerk dann nochmal eine
eigene Firmware, oder wird das z.B. vom Bios mitgesteuert? Die
Biosdaten kann man einlesen, könnte ich mir dann auch speziell
die Sachen anschauen, was in der Firmware fürs
Diskettenlaufwerk steht?Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn der Strom während
eines Updates ausfällt, gut dann konnte das ganze nicht zu
Endegeführt werden, aber könnte man dann nicht einfach die
ganze Firmware nochmal rüberkopieren und dann läuft das Gerät
wieder?
Ein Prozessor macht ohne Software rein gar nichts vernünftiges. Das ist ja die Stärke von einem solchen System. Mann kann viele gleiche ICs herstellen, welche dann erst beim Kunden zusammen mit der Firmware ein Massgeschneidertes Element ergeben.
Aus Kostengründen ist da aber nur ein einziger ROM drin.
Bei einem Firmwareupdate muss meist das Brennprogramm aus dem ROM ins RAM geladen werden, danach wird das ganze ROM gelöscht und danach die neue Firmware ins ROM gebrannt.
Fällt jetzt der Strom aus, ist das Brennprogramm im RAM weg und noch kein vernünftiges Programm im ROM … also kann die CPU auch nichts vernünftiges machen.
Firmware findest du heute in vielen Geräten.
Dein TV, Radio Videoplayer, das ABS im Auto, Telefon, Handy usw, haben heute einen kleinen Computer, Micro Controller, eingebaut und enthalten somit auch Software, welche ihr verhalten festlegt.
Früher wurden oft Masken-Versionen, allerdings nur bei grösseren Stückzahlen ( >10’000) rentabel, verwendet. Dabei wird das Programm auf den Chip als „Verdrahtung“ abgelegt. Dies geschieht im letzten Herstellungs-Schritt, bevor dann der Chip in ein Gehäuse montiert wird.
Für kleinere Stückzahlen verwendete man dann EPROMs als Speicher. Diese können in einem Programmiergerät beschrieben werden und können mit einer UV-Lampe gelöscht werden. Allerdings verteuert das dazu nötige Fenster im Gehäuse den Preis.
Man hat dann OTP-ROMs verwendet (One Time Programmable). Diese haben kein Fenster, sind somit günstiger, können aber nicht mehr gelöscht werden.
Mittlerweile gibt es sogenannte FLASK-ROMs. Diese können elektrisch gelöscht werden. Früher benötigten diese noch eine zusätzliche Spannung, meist +12V, welche nur zum Programmieren nötig war. Heute kommen diese FLASH-ROMs mit der normalen Betriebsspannung aus.
Dadurch hat sich heute die Situation ergeben, dass man Firmwareupdates auch im Feld, also direkt beim Anwender, bzw. durch diesen selbst, machen kann.
Allerdings besteht immer noch das Problem, dass die Erstprogrammierung in einem speziellen Programmiergerät oder durch herbeiführen eines bestimmten Betriebszustandes des Micro Controllers, ausgeführt werden muss.
MfG Peter(TOO)