Hi Bonsai,
du machst leider einen Gedankenfehler. Die Kleinfische sind
nicht verantwortlich für deine Algen. Die profitieren nur von
der Nahrungskette.
Drum schreibe ich ja, dass die Ursachenkette lang ist. Wir
haben einen biologisch selbst regenerierenden Schwimmteich mit
ca. 50qm Oberfläche und ca. 60kbm Wasserinhalt. Dieser wurde
im Regenerationsbereich mit ausreichend Pflanzen versehen und
es wurde Plankton in ausreichender Menge zugegeben, um u.a.
Schwebalgen zu vertilgen. Nun, seit etwa zwei Jahren haben
sich Fische eingeschlichen, diese kleinen Biester haben wohl
ratzfatz unser Plankton gefressen. Nix mehr mit
Schwebalgenvertilgen und klarem Wasser
Dafür haben wir
aufgrund der Fischausscheidungen einen erhöhtes
Nährstoffangebot für Pflanzen und Algen.
dass wenige Fische alles Plankton ausrotten, halte ich für unmöglich.
Das mit dem Hecht ist eben nun eine Maßnahme von mehreren. Aus
uns bisher noch unbekannten Gründen haben sich die
Unterwasserpflanzen arg dezimiert, das Nährstoffangebot nehmen
nun die Algen dankend an.
genau da haben wir das wirkliche Problem.
Schau Dir den Neusiedler See an: ein breiter, optisch undurchdringlicher Schilfgürtel umzieht ihn. Alles, was bei Dir weniger wächst, reicht nicht aus, um das Wasser wirklich zu reinigen.
Ursache ist vermutlich der Wellenschlag beim Schwimmen. Trotz der Größe des Teichs ist die Brandung, die Ihr verursacht, einfach zu heftig.
Optimal wäre, den Teich 4-5 Jahre einwachsen zu lassen und dann erst zu be-schwimmen.
Ebenso haben Kröten die Liebe zu unserem Teich entdeckt.
Leider leben diese posierlichen Tierchen nach dem Motto
„Venedig sehen und sterben“ und tun das auch in unserm
Teichlein. Einmal verstorben bilden sie mit ihrer erheblichen
Biomasse einen zusätzlichen Dünger.
einige Kröten können keinen derartige Verunreinigung verursachen. Der Teich müsste stinken wie eine Kloake, wäre es so.
Kurzum, wir möchten nun so schnell wie möglich wieder
ordentlich Plankton einbringen, müssen aber zuvor die Fische
loswerden.
Plankton einbringen, bringt nichts. jedes Biotop regelt sich von selbst. Nicht immer in die Richtung, die dem Menschen passt.
Ich persönlich würde meinen Körper lieber Wasser anvertrauen,
wo auch Fische leben können.
Yep, korrekt, geht uns nicht anders. Nur… die Algenplage
macht ihn wirklich unansehnlich. Nicht nur das Wasser, damit
könnten wir gut leben. Aber auch die Steine im
Regenerationsbereich, der Kies, die Pflanzen, einfach alles
ist mit diesem grünen Zeug überzogen. Die Steintreppe in den
Schwimmbereich ist glitschig.
wie ist es mit dem Wasser, das Ihr in den Teich gebt? Habt Ihr das untersucht?
Mit Chemikalien bekommst du es optisch rein. Die Fische verschwinden dann auch.
Um Himmelswillen. Gar nie nicht wollen wir da mit Chemie ran.
Die Fische stören uns nicht im Geringsten. Sie stören nur als
eine der Ursachen für das Algenproblem.
Für weitere Antworten solltest du definieren, was du unter
einem Schwimmteich verstehst. (Größe, Untergrund usw.)
Was meinst Du mit Untergrund? Klar, der gesamte Teich ist von
seiner Umwelt durch Teichfolie getrennt. Auf der Teichfolie,
also im Wasser, allerdings nur in der Regenerationszone ist
feiner Kies.
da haben wir es schon. In einen Teich gehört als Untergrund erst grober, dann feiner Kies. Damit nämlich die Schwebstoffe einsinken können. Dort im Kies siedeln sich dann auch Bakterien an, die tote Algen und Fisch-Fäkalien abbauen.
Habt Ihr übrigens eine wirklich leistungsfähige Filteranlage?
Obwohl das immer wieder behauptet wird, funktioniert kein Schwimmteich ohne.
viele grüße
Geli