Hallo, ich bin neu hier und hab auch direkt eine Frage:
Ich habe vor einiger Zeit im Fitnessstudio meinen Mitgliedsbeitrag gekündigt - 6/16. Vor kurzem habe ich erfahren, dass ich schwanger bin, welche mit einem Risiko verbunden ist. Ein entsprechendes ärztliches Attest habe ich dann dem Fitnessstudio überlassen und heute einen Brief erhalten mit dem Inhalt, dass meine Mitgliedschaft für den Rest der Schwangerschaft + 3 Monate nach der Schwangerschaft beitragsfrei gestellt wird, allerdings sich meine Kündigung um entsprechend diesen zeitraum verlängert und die Kündigung erst zum 6/17 wirksam wird.
Kann ein Fitnessstudio einfach so die Kündigung hinausziehen auch wenn ein triftiger Grund gegeben ist? kann mir da jemand einen Rat geben?
Abend. Vereinbarungen sind generell nicht so dein Ding, was?^^ Du hast doch grad noch erklärt, kein „Ich“ zu verwenden, sondern nur einen fiktiven Fall darzustellen…
Kurz:
Da es sich bereits um eine Ausnahmesituation handelt, in der die Kundin einseitig vom Vertrag abweichen möchte, erscheint mir der vorgeschlagene Kompromiss des Fitnessstudios wirklich nicht unangemessen.
Lang:
Da Verträge grundsätzlich einzuhalten sind, würde eine Berufung auf Krankheiten oder Schwangerschaften (die im Übrigen keine Krankheiten darstellen) ohnehin maximal ausnahmsweise zu einer vertraglichen Anpassung=vorzeitigen Kündigung führen.
Als Kompromiss hat sich vielfach herausgestellt, den Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Die hier vom Fitnessstudio vorgeschlagene Lösung erscheint mir aber nicht augenfällig weniger gerecht. Zusammengenommen mit der Tatsache, dass es sich wie gesagt um eine Ausnahmesituation handelt, tendiere ich auch dazu, dem Fitnessstudio eine gewisse Wahlmöglichkeit bezüglich der in Frage kommenden Kompromisse zuzugestehen.
Es ist also keineswegs so, wie die Kundin schildert, dass das Fitnessstudio „einfach so“, dh ohne Grund, die Kündigung hinauszieht.
Aber sicher kann man das auch anders sehen.
Schöne Grüße