hab mir gestern auf meinem neuen Flachbildfernseher LED Funai 32FL552/10 einen alten Western im Fernsehn angeguckt und hatte auf der Dauer Mühe, wirklich etwas zu erkennen. Ja, es stimmt, der Film (von 1941) hatte in der Tat inzwischen sehr blasse Farben, aber interessant ist Folgendes: nachdem ich zunächst schon fast glaubte, demnächst zu erblinden, hab ich mein altes Röhrengerät hervorgekramt und damit weitergesehen. Und siehe da: die Farben waren im Vergleich zu modernen Filmen immer noch blass, aber das Sehen machte auf einmal wieder Spaß.
Woran liegt das? Eigentlich sollte es doch so sein, dass eine neue Technik Verbesserungen gegenüber der alten bringt, aber in Punkte Qualität (Kostengünstigkeit beim Produzieren ist ja zunächst mal ein Vorteil für den Hersteller) ist das zumindest in diesem Fall offenbar nicht so.
vielleicht wirkt sich hier der technische, darstellerische Unterschied der Röhre gegenüber einem Flachbildfernseher aus.
Beim Flachbild wird hinten eine helle Fläche erzeugt, die durch die elektronisch gesteuerte Lichtschicht vorne abgedunkelt wird. Das Problem ist, die Abdunklung zu 100% zu erzeugen (schwarz); daher sieht man gerade bei preiswerten Geräten oft kein richtiges „schwarz“.
Bei Röhrengeräten hingegen verläuft es genau andersrum: Der Kathodenstrahl erzeugt auf der Leuchtschicht einen Lichtpunkt. Wird nur sehr wenig Energie eingesetzt, bleibt der Bildschirm schwarz.
Das Kontrastverhältnis kann bei Röhrengeräten mühelos sehr hoch sein. Daran hat sich das Auge gewöhnt.
Dazu kommt das Flimmern. Auch wenn es visuell nicht wahrgenommen wird, ist es doch da. Man „sieht“ es, wenn man den Blick schnell hin und her springen läßt. Dieses Flimmern wird unbewusst wahrgenommen und verändert den Seheindruck. Das Bild des Flachbildgerätes flimmert nicht.
… und daran hat sich dein Auge gewöhnt.
Und so gibt es auch vehemente Anhänger der Röhrengeräte.
Bei Röhrenfrnsehern gibt es auch keine digitale Aufbereitung der Bildsignale, daher wirkt das Bild oft klarer, genauer. Die Darstellung auf Flachbildfernsehern sieht denn auch je nach eingebautem Prozessor manchmal matschig aus, weil die Feinheiten nicht herausgearbeitet sind.
Röhrengeräte sind also nicht schlechter als Flachbildfernseher, diese sind nur viel größer und dabei bequemer zu bewältigen. Und sie bringen Geld in die Kasse!
Satz aus einem Test:
Auch in Sachen Bildqualität empfiehlt es sich, nicht zu hohe
Erwartungen an den Funai 32FL552 zu stellen.
das wird aber m.E. nicht der Hauptgrund sein, sondern die grundsätzlich unterschiedliche Signalverarbeitung und ggf. die unterschiedliche Bildschirmgröße, denn selbst wenn ich einen 13-jährigen Panasonic-CRT-TV mit einem 1-jährigen Panasonic-Plasma-TV vergleiche, habe ich trotzdem den gleichen Eindruck, wie der Fragesteller.
Ich habe mir im letzten Achtzehntenjahrhundert ( 1994 ) ein Sony TV Röhen TV mit Cam Filter und digitaler Ruschunterdrückung ( AE1C ) ( kein 100 Hz ) gekauft der recht selten läuft ( ca 1 - 2 Std pro Woche ) und wenn ich das Bild mit Low Budged Flat TV Geräte , wozu auch Einsteiger Modelle Namhafter TV Geräte Hersteller zählen , sehe , denke ich immer das dieses alte schwere Scheusal das bessere Bild hat.
erst in der High End Class , z.b. habe ich letztens einen NEC Professional TV mit 152 cm gesehen ( Kaufpreis 11.400 Euro ) war ich der Meinung : Ja , das ist es , das ist ein Bild , Geil !!!
der ist richtig gut !
aber wer gibt 10.000 Euro und mehr für einen TV aus , dafür ist das Programm zu schlecht …grins…
Mir hat mal jemand gesagt, es liegt daran, dass ein Röhren TV „warmes Licht“ abgibt und die neuen Flatscreen „kaltes Licht“ ausstrahlen. Wirkt sich somit viel auf die Farben aus. Obs stimmt, kann ich nicht bezeugen, hab kein Röhren TV zum Direktvergleich