Hallo!
Ich wohne seit einem Jahr in der Wohnung über meiner Oma (ihr Haus). Als ich eingezogen bin bemerkte ich schon nach dem ersten Regen, dass es in der Küche von der Decke tropft. Da ich jetzt eine neue Küche einbauen will, muss das dach dicht sein. Die Küche ist in einem Anbau mit einem Flachdach aus Zinkblechen untergebracht.Unter den Zinkblechen befinden sich, soweit ich sehen konnte, Dachlatten,Isolation,Dachpappe. Es ist also aus meiner Sicht ein ziemlich zusammengwürfeltes Etwas.
Maße des Daches: 2,70m X 4,00m
Bilder hier: http://www.imgimg.de/?&img[]=DSC00874bd3faf5aJPG.jpg…
Meine Frage:
Wie soll ich das ganze angehen?
-Zinkbleche etc abreissen bis ich auf dem Beton bin? dann evtl Flüssigkunststoff?
-Bitumenbahnen aufschweissen?
Leider habe ich mit meinen 20 jahren wenig Erfahrung mit soetwas, bin aber handwerklich begabt und traue mir die Sanierung selbst zu.
sorry , bin gerade in Vietnam, aber von hier aus meine Meinung: komplett abreissen, und mit Bitumen-Schweißbahnen 2 lagen abdichten. wie siehts mit der Wärmedämmung aus ? am besten Dachdecker vor Ort fragen !
viel Glück dabei.
Wie ist der Unterbau?
Ich nehme mal an : Sparren.Und unter den Sparren dann die Innendecke
Ich würde alles bis auf die Sparren runternehmen.Dann zwischen den Sparren mit Rockwoll Dämmkeile oder Glaswolle dämmen. Mindestens 15cm oder mehr so stark wie die Sparren sind. Dann auf die Sparren Nut und Feder Holzplatten.Dann Filsbahnen und zum Schluss Kunstoffbahnen die an den Nähten verschweißt werden. An den Kanten gibt es spezielle Blechprofile die dann auch mit Kunstoffprofilen überzogen und mit den anderen Kunstoffbahnen verschweisst werden.So wurde es bei meiner Flachdachgarage gemacht.
eine Flachdachsanierung sollten sie, selbst bei gutem handwerklichem Geschick, nicht selber machen. Nach meiner Ansicht sollte alles bis auf die tragende Konstruktion (Betondecke) abgebrochen werden. Darauf sollte dann ein fachgerechter Aufbau kommen, der auch den Anforderungen der ENEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen muss.
Ich empfehle Ihnen eine unbelüftete Konstruktion: (ob eine Dampfsperre erforderlich ist hängt vom Gesamtsystem ab), Konstruktionshölzer + Gefällekeile mit dazwischenliegender Wärmedämmung (z.B. aus Zellulose), Schalung, Abdichtung, 2-lagig gem. Flachdachrichtlilien. Das ganze gehört in die Hand eines Dachdeckers, da man sehr, sehr viel falsch machen kann.
Die Dachdurchdringung des Entlüfters sieht ja heiß aus!!!
Aber zu Deinem Problem.
Leider lässt sich das von der Ferne nicht so leicht sagen. Ich würde Dir raten einen oder mehrere Dachdecker bzw. Dachabdichter (Fachbegriff für Flachdächer)zu suchen, diese ein Angebot machen lassen und dann aus den Angeboten die Arbeiten zu entnehmen.
Grundsätzlich ist der richtige Dachaufbau aber wie folgt.
Betondecke reinigen + Voranstrich
Bitumenschweißbahn V60/S4
Dachdämmung ca. 12-16 cm extrudiertes Polystyrol (evtl. mit Gefälle)
Var. A - Dachabdichtung Kunststoffbahn + Beschwerung bzw mech. fixiert …
oder bei Blechdach…
Var B - Unterspannbahn Kanthölzer für Hinterlüftung, Rauhspundschalung, Trennlage, Blecheindeckung
Grüße Mathias
und ich würde das einen Handwerker machen lassen
Ich habe das vor einer gewissen Zeit machen lassen. Dazu wurden die Bleche ein wenig hoch gebogen. Die neue Dachpappe/Bitumenbahnen wurden dann einfach auf die alte oben drüber aufgeschweisst. Dann die Bleche wieder runter und ordentlich dicht mit einander verschweißen.
Es könnte sein, dass die vielleicht schon zu verrottet sind. Dann muss man die auswechseln.
Ich bin aber kein Fachmann und kann nicht sagen was da noch notwendig ist.
der Dachaufbau ansich ist folgender:
Betondecke / Dampfsperre / Dämmung / Abdichtung ( Blech oder folie oder Bitumen oder beschichtung)
Um eine derzeitige Abhilfe zu schaffen wäre eine Lösung mit einer Kunstharzfaserpachtelmasse sinnvoll damit nicht noch mehr Schaden entsteht.
Warum sollte ein Zwanzig-Jähriger so etwas nicht selbst machen? Finde ich gut!!!
Ich würde alles runterschmeissen, das sieht ja ganz schön mies aus!!
Dann würde ich zu einer Holzschalung als tragende Schicht raten, oben auf eine Klappbahn mit kaschierter Dachbahn. Also eine gute Dämmung aus Styropor mit einer Dachbahn werksseitig aufgebracht. Auf diese Klappbahn kommt noch eine G 200 S 4 in talkumierter Ausführung und dann oben drauf eine PYE PV 250 S 5 geschiefert oben drauf und dann ist alles gut gedämmt und gut abgedichtet. Die Materialien würde ich nicht im Baumarkt sondern im Baustoffhandel kaufen, die haben mehr Ahnung…sollte zumindest so sein.
Hallo, leider antworte ich jetzt recht spät. Da ich Architektin bin und ich das Ganze vielleicht etwas umfassender sehe, möchte ich keine Tipps zum Selbstbau geben. Nur als Tipp: auch hier gelten Vorschriften, Verordnungen und Richtlinien, z.B. die ENEV (Energieeinsparverordnung), so dass neben der Abdichtung auch noch die Wärmedämmung eine Rolle spielt.Ausserdem muss das bauphysikalisch richtig gemacht werden, sonst kann Schimmel entstehen. Also ich denke, da wäre ein Dachdecker der richtige Ansprechpartner,
freundliche Grüße Beate Schlüter