Flackerndes Licht in neuer Wohnung

Hallo zusammen,

ich habe gerade die Renovierung meiner zukünftigen Wohnung abgeschlossen.
Einige Lampen sind schon aufgehängt(230V-Halogen), in anderen Zimmern sind bis jetzt noch normale Fassungen mit Glühlampen bzw Energiesparlampen darin befestigt(also nirgendwo Trafos zwischen Stromnetz und Lampen).

Jetzt ist mir im Laufe der letzten Woche aufgefallen, dass zu einem bestimmten Zeitraum morgens und abends die Lampen(und zwar alle und gleichzeitig) flackern, so als wenn der Strom kurzzeitig wegbleiben würde.
Das ganze dauert etwa eine 1/10tel Sekunde, und geschieht periodisch, im Abstand von etwa 10-15 Sekunden für die Dauer von 1 bis 20 min, meistens zwischen 7 und halb 9 morgens bzw. zwischen 16 und 17 Uhr, was mich ja eher auf defekte Haushaltsgeräte wie Fön oder Mikrowelle schliessen lässt.

In der Wohnung selber sind bis auf die Lampen keinerlei Elektrogeräte angeschlossen gewesen.
Das Haus hat 14 Parteien, Aufzug, wurde 1994 gebaut, auf dem Grundstück gegenüber befindet sich eine kleine Werkstatt(Metallverarbeitung, wie es aussieht)

Nun meine Fragen:
Was kann das sein?
Spannungsabfall durch Zuschalten grosser Verbraucher?
Im Haus, im Gebäude daneben?
Fehlerhafte Elektrogeräte bei den Nachbarn?

Wie findet man heraus. wo die Ursache liegt?
Kann man da was nachmessen(lassen)?
Energieversoger befragen?

Und wie kann man Abhilfe schaffen?
Eine USV mit Ubootbatterien wollte ich mir eigentlich nicht in den Flur stellen.
Da wäre der Platz gar nicht vorhanden.

Danke für die Antworten und viele Grüße
Daniel

Hai, Daniel,

das:

von 1 bis 20 min, meistens zwischen 7 und halb 9 morgens bzw.
zwischen 16 und 17 Uhr, was mich ja eher auf defekte

und das:

Grundstück gegenüber befindet sich eine kleine
Werkstatt(Metallverarbeitung, wie es aussieht)

ist es, was mich vermuten lässt, daß die da in der Werkstatt morgens ihre Maschinen an und abends wieder aus schalten. Sind die Leitungen bei Euch in der Gegend „etwas dünne“ oder der Energie-Versorger etwas vom Schuß, führt das beim Einschalten zu einem kleinen Spannungsabfall und beim Ausschalten zu einer kleinen Stromspitze - natürlich wird das ausgeglichen und ist nur in den seltensten Fällen ein Problem, aber bei Dir flackert es eben dadurch, auch ohne defekte Nachbars-Geräte.

Für den/die Rechner solltest Du Dir eventuell einen - ääähh, Dings *wieheißtdenndiesesblödeDingnunwieder* - na, so einen Spannungsspitzen-Wegfilter-Steckdosen-Einsatz besorgen, kostet nicht die Welt.

Gruß
Sibylle

Hallo Daniel,

an das Ein- und Ausschalten der Maschinen in der Werkstatt glaube ich nicht. Das ist in einer Sekunde nachgeregelt und da flackert es bei dir nur einmal. Könnte mir eher vorstellen, dass der Lichtstrom in deiner Wohnung mit der selben Phase gespeist wird, an der an anderer Stelle im Haus zu den beschriebenen Zeiten ein Gerät betrieben wird, das einstreut. Ich würde den Vermieter hierauf mal ansprechen und ggf. die Lichtphase vom Elektriker tauschen lassen (hast ja drei zur Auswahl). Alternativ muss man den Störenfried finden, was in einem größeren Haus und bei der kurzen Dauer der Störung schwierig ist.

Hatte in der Kanzlei das selbe Problem. Da flackerten auch genau zwei Lampen trotz Hochfrequenztechnik so, dass man bei Licht nicht arbeiten konnte. Es hat die Kollegen und mich einige Wochen gebraucht, nebst drei Besuchern vom Elektriker, bis wir rausgefunden haben, dass beim letzten Umbau die Steckdose für den neuen Kopiererstandort vom Licht der beiden betroffenen Räume abgezweigt war. Da die Sache beim Kopierer so wie beschrieben nicht so einfach machbar war, haben die beiden Lampen in meinem Büro elektronische Vorschaltgeräte bekommen, jetzt ist alles OK, nur über dem Kopierer flackert es noch, wenn der wieder mal aufheizt.

Gruß vom Wiz

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Hallo Daniel,
es könnte sich bei dem flackern der Lampen um eine Störung im Bereich des Aufzugs handeln. Zwischen 7-9 Uhr fahren viele Mitbewohner mit dem Aufzug, da Sie zur Arbeit gehen. Abends zwischen 16 und 17 Uhr kommen viele nach Hause. Auch die Motoren des Aufzugs(kapazitätischer Blindstrom) ziehen relativ viel Strom und können so bei Phasengleichheit zu Störungen im Hausnetz führen. Eine Phasenumkehrung des Lichtstroms führt jedoch nicht zu einer Besserung, da die Motoren des Aufzugs auf Drehstrom angeschlossen sind .(alle 3Phasen ziehen den Strom gleichmäßig)Man kann jedoch den Fehler mit einem geeigneten Meßgerät nachvollziehen.
Wenn Du noch Fragen hast, einfach melden.
Gruß
Rainer

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Hallo Daniel,

Frage: flackern alle drei Phasen ?

Frag mal im Haus ob gleiche Spannungsschwankungen festgestellt
werden.

Wenn ja, in Privathäusern an gleicher Strasse nachfragen.

Wenn ja, Stomlieferndes Werk benachrichtigen.

Mögliche Ursachen;
Lotterkontakt in einer Verteilkabine. (bei hohen
Belastungszeiten)
Srassenkabel oder auch Hausanschlusskabel zu schwach bemessen.

Das energieliefernde Werk ist verpflichtet die gesetzlichen
Tolleranzen für Spannungsschwankungen einzuhalten.

Das E-Werk kann ein schreibendes Spannungsmessgerät in Deiner
Wohnung für einige Tage installieren.
Die werden die Störquelle sicher ausfindig machen und beheben können.

Gruss

Fritz
a.d.Uw.

Es gibt viele möglichkeiten eventuell kann es auch eine schorende verbindung in dem Verteilerkasten sein , beliebt sind auch nach rennovierungen das Fehlersutzschalter durch schmutzablagerungen kontaktfehler haben . Ich empfehle mal von einem Fachbetrieb einen E-Check machen zu lassen , der ist sowiso vorgeschrieben laut Ennergieeinsparungsgesetz . also Vermieter darauf ansprechen .

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Hallo nochmal und Dank an alle für die Fehleranregungen.

Aufzug konnte ich heute ausschliessen, da er nicht gelaufen ist, wenn das Licht flackerte.

Die FI-Schalter in der Verteilung sind einwandfrei und sauber.

Die Trafo-Station des E-Werkes befindet sich in ca 150 m Luftlinie.

Ich werde jetzt erstmal ein genaues Protokoll führen, wann und wie der Fehler auftritt und gleiche das mit dem Leben der anderen Hausbewohner ab.
Wenn da nichts rauskommt, werde ich mich an meinen E-Versorger wenden.

Grüße
Daniel

Doch der Aufzug…
Hallo Rainer,

entgegen meiner letzten Beobachtung ergab das Protokollieren, dass doch der Aufzug schuld am Flackern ist.
Es handelt sich um einen Hydraulikaufzug, der sich bei Nichtbenutzung fast komplett abschaltet und unter Kellerniveau fährt. Wird er dann benutzt, flackert mein Licht(und das im Treppenhaus).
Ist er hingegen häufiger in Benutzung und bleibt zwischen den Fahrten auf „Glühen“, flackert er nur, wenn die Kabine die Stockwerke wechselt.
Ist der Aufzug länger kraftlos im Keller, ziehen Relais im Abstand von 3 Sekunden für eine Sekunde an, ohne dass etwas passiert…
Ich werde mal am Montag die Hausverwaltung benachrichtigen, dass das so nicht hinnehmbar ist, und wenn sie den Aufzug abstellen müssen.

Gruß
Daniel