Flächenträgheitsmoment?

Hallo zusammen…

…bin gerade im Zusammenhang mit Biegeversuchen über den Begriff „Flächenträgheitsmoment“ gestoßen. In einem Biegeversuch ist es demzufolge vorteilhaft, wenn die kraftaufnehmenden Schichten - in meinem Fall Glasfaserschichten in einem Kunststoffbauteil - weiter auseinander liegen…das ist prinzipiell einleuchtend, aber kann mir jemand den Begriff etwas näher bringen??

Thx+Greetz,

Flox

Hallo Flox,

der Begriff ist für die Biegung eines Bauteiles zwar Umgangssprache aber doch nicht korrekt.
Der korrekte Begriff ist axialer Flächenmoment 2.ter Ordnung und beschreibt die „Fähigkeit“ der Querschnittfläche einem Biegemoment einen Widerstand entgegenzusetzen.
Der Begriff Trägheitsmoment stammt aus der Dynamik.
Die mathematische Herleitung des axialen Flächenmomentes 2.ter Ordnung (Statik) liest sich ähnlich wie die der Massenträgheit um eine Rotationsachse (Dynamik).
In beiden Fällen wird ein winziges Teil der Gesamtfläche über das Abstandsquadrat zur Schwerpunktachse (bzw. Rotationsachse) integriert. Beim axialen Flächenmoment 2.ter Ordnung ein Flächenteilchen, beim Trägheitsmoment ein Masseteilchen.

(Wichtig ist es das Prinzip zu verstehen: Ein hochkant stehendes Brett trägt bei gleicher Querschnittsfläche sehr viel mehr als ein flach liegendes.)

Was heißt denn – Thx+Greetz – ??? Bin leider schon etwas älter (36) :smile:

Viele Grüße

Hermann

I = int(x²)dA
Flächenträgheitsmoment = Integral Abstand^2 von der Biegeachse über die Fläche.
I = int(x²)dA mit x = Abstand von neutaler Achse
Für GFK - Bauteile wichtig:
Biegesteifigkeit
EI = int(E mal x²)dA E = E - Modul (Harz etwa 3500 MPa, Glas etwa 70 000 MPa)
Wichtig: auf Schunsteifigkeit nicht vergessen!

Harald