Hallo!!
Hat eigentlich auch die Staatsflagge Saudi-Arabiens
einen eigenen Namen, so, wie z. B. der brit. Union Jack,
oder die franz. Tricolour?
Wuerde mich mal interessieren…
Gruss
tigger
Hallo!!
Hat eigentlich auch die Staatsflagge Saudi-Arabiens
einen eigenen Namen, so, wie z. B. der brit. Union Jack,
oder die franz. Tricolour?
Wuerde mich mal interessieren…
Gruss
tigger
Hallo Tigger!
Wenn ja, dann keinen, der oft benutzt wird. In den Zeitungen, die hier (in Saudi) auf Englisch veroeffentlicht werden, wird kein Name fuer die Flagge benutzt. Vielleicht gibt es einen arabischen. Dafuer fliegt sie aber UEBERALL rum, mindestens genauso oft, wie ein Bild vom Koenig und dem Kronprinz hier rumhaengt. Ich hoffe, das hilft dir.
Elke
Hi Elke!!
Vielen Dank. Ich weiss mittlerweile, dass sie die
„Schahada“ enthaelt. Vielleicht heisst die Flagge
auch gleichtzeitig so…?? Aber trotzdem vielen Dank
fuer Deine Bemuehungen.
Einen schoenen Tag wuenscht Dir
Tigger
)
Exactly
Hi Tigger!
Du hast recht: Die Flagge ist nach der Schahada („Es gibt keinen Gott außer Gott [Allah], und Muhammad ist sein Prophet.“) benannt. Diese erfordert auch ein besonderes Protokoll.
Wenn Du Dich noch weiter informieren willst:
http://www.fotw.net/flags/sa.html
http://www.fotw.net/flags/sa_hist.html
Gruß,
Stefan
P.S.: Die französische Flagge heißt, um genau zu sein, (Drapeau) Tricolore; „Tricolour“ ist die englische Version des Namens (der ja nichts anders als „dreifarbig“ bedeutet).
Hi Stefan!
Super! Vielen Dank! Was die engl. Version von Drapeau anbelangt,
so wusste ich es nicht besser…ich bin ja schliesslich Englaender…ooops!!
Gruss, tigger
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Sag mal…
…Elke,
lebst Du in Saudi Arabien? Ich dachte immer, daß westliche Frauen
keine Einreise- / Aufenthaltsgenehmigung für dieses Land bekämen.
Ich war mal vor ein paar Jahren dort und erinnere mich gut daran, daß es da so eine Klausel im Visum-Antrag gibt.
Würd’ mich mal interessieren.
Ciao,
Spy guy
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Hallo Spyguy!
Ist ganz einfach, man muss nur verheiratet sein und der Mann hat die Arbeits- und Aufententhaltserlaubnis. Solang der meinige erlaubt, dass ich hier bleibe, ist das okay *g*
Es gibt ganz schoene viele von uns hier (westliche Frauen), was man schon daran sieht, wieviel internationale Schulen es hier gibt. In Jeddah und Riad sogar deutsche, hier bei uns am Golf (Ad Dammam Gegend, 23km weg von Bahrain) nur mehrere britische, amerikanische, eine franzoesische.
Neugierde befriedigt? Wenn nicht, kannst du ja nochmal fragen.
Maasalaama, Elke
Halli Elke,
ich wundere mich nur, dass eine westliche Frau „freiwillig“ in ein erzkonservatives islamisches Land zieht, denn Frauen haben in SA doch wirklich nichts zu lachen, oder? Ist es noch immer so, daß Frauen nur in Begleitung von Ihren Ehemännern Auto fahren dürfen? Inwiefern kann man in SA als Frau überhaupt sein gewohntes (westliches) Leben weiterführen?
Spy guy *derdannauchnichtmehrweiterbohrt*
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Hallo spy guy,
hab’ Computer, hab net-anschluss, bin zufrieden…
Nein, seriously mal.
ich wundere mich nur, dass eine westliche Frau „freiwillig“ in
ein erzkonservatives islamisches Land zieht,
wie gesagt, es gibt eine ganze Menge von uns die freiwillig hier sind.
denn Frauen haben in SA doch wirklich nichts zu lachen, oder?
Wie man’s nimmt, nur das Lachen hilft uns manchmal durch die schwierigen Situationen.
Ist es noch immer :so, daß Frauen nur in Begleitung von Ihren Ehemännern Auto fahren dürfen? Beifahren, wohlgemerkt, selbst darf ich nicht hinters Steuer
Im Prinzip ja, aber ganz so eng ist es in der Praxis nicht. Selbst die unverheirateten (westlichen) Krankenschwestern und Aerztinnen, die hier zuhauf arbeiten, finden immer jemand, der sie im Auto mitnimmt.
Inwiefern kann man in SA als Frau überhaupt sein gewohntes (westliches) Leben weiterführen? Nein, westliches Leben kann man wohl nicht weiterfuehren. Aber das ist ja gerade der Reiz. Da Saudi dem Tourismus noch immer recht verschlossen gegenuebersteht, gibt es nicht viele Moeglichkeiten dieses Land und diese Kultur kennenzulernen. Ich sehe das auch als eine Bereicherung an. Man lebt natuerlich im Compound. Das klingt scheusslich, aber es hat auch Vorteile. Ich hab schon oefter in fremden Laendern neu anfangen muessen und es war nirgendwo so leicht, andere kennenzulernen. Natuerlich sind das auch nur westliche und nicht-saudische arabische Frauen, aber es ist ein Anfang und man hat im fremden Land ein fast sofort existierendes soziales Netz; gerade wenn man Kinder hat, nicht so ohne. Wir haben schnell Freunde hier gemacht und Gleichgesinnte gefunden.
Und ansonsten: ‚exotischer‘ war’s sicher in Afrika.
Um’s ganz kurz zu machen: es ist, was man draus macht, und man kann wirklich viel daraus machen, es kommt auf einen selbst an.
Viele Gruesse, Elke (diegarnichtsgegendiebohrereihatsichnurueberlegtobdaswirklichjemandandereninteressiert*g*)
(diegarnichtsgegendiebohrereihatsichnurueberlegtobdaswirklichjemandandereninteressiert*g*)
Hallo, Elke,
zuviel der Bescheidenheit!
Natürlich habe ich Deine Antworten mit großem Interesse gelesen. Wann bekommt man denn Informationen so aus erster Hand! Danke dafür
Ich habe allerdings festgestellt (anhand der dt. Botschaft in Monrovia z.B.), dass das Leben im Compound zu einer erheblichen Distanz zu Land und und Leuten führt. Dass eine Art „deutsches Dorf“ entsteht und die Interaktion mit dem Gastland weitgehend vermieden wird. Wie gesagt, das war nur mein sehr subjektiver Eindruck.
Grüße
Eckard
Viele Gruesse, Elke
(diegarnichtsgegendiebohrereihatsichnurueberlegtobdaswirklichjemandandereninteressiert*g*)
Doch, mich interessiert’s, weil ich, wie gesagt vor ein paar Jahren, in Saudia Arabien (Jeddah) war und zwar sehr fasziniert war, mich aber ständig gefragt habe, ob ich mit meiner Familie in so einem Land leben möchte - auch wenn ich einen sehr gut bezahlten Job hätte (und die soll’s für westliche Ingenieure und Fachkräfte wohl geben). Und ich muß auch sagen, daß mir die Frauen dort leid taten, weil Sie in Ihrer perönlichen Freiheit extrem eingeschränkt sind. War deshalb mal interessant das aus erster Hand einer dort lebenden Frau zu hören.
Greetings
Spy guy
noch eine frage, wenn ich darf: darfst du raus, wenn du es
willst? hast du einen pass? man hoert so viel mieses ueber
arabische laender. mich weurde interessieren, was davon alles
wahr ist.
Hallo Eckard
Ich habe allerdings festgestellt (anhand der dt. Botschaft in
Monrovia z.B.), dass das Leben im Compound zu einer
erheblichen Distanz zu Land und und Leuten führt. Dass eine
Art „deutsches Dorf“ entsteht und die Interaktion mit dem
Gastland weitgehend vermieden wird. Wie gesagt, das war nur
mein sehr subjektiver Eindruck.
Dein erster Eindruck stimmt schon. Distanz zu Land und Leuten ist da. Nur hier gibt’s (leider - gottseidank?) nicht genug Deutsche. Unser „Dorf“ (und es gleicht in vielen positiven wie negativen Aspekten) einem Dorf) ist international. Die meisten hier bei uns sind Briten, dicht gefolgt von Amerikanern und Arabern, die aus umliegenden Laendern (meist Libanon, Aegypten, Syrien) kommen, dann gibt es sehr Inder, Pakistani, Bangladeshi und Philipinos, und dann gibt es noch eine handvoll Deutsche, Franzosen, Iren, Italiener, Hollaender, Suedafrikaner, Australier, Neuseelaender usw. Das ist gar nicht schlecht, die Kinder wachsen sehr offen gegenueber anderen Kulturen auf.
Was die Interaktion mit dem Gastland betrifft - da kommt’s auf einen selbst an. Saudi Arabien macht einem das an sich schon nicht leicht. Die Maenner arbeiten zumindest mit Saudis zusammen, aber wann trifft man als Frau mal eine Saudi Araberin oder einen Saudi Araber. Sehr selten. Man muss da ganz massiv aktiv werden. Selbst ganz alltaeglicher Kontakt ist schwierig (red mal mit einer Frau, von der du nur die Augen siehst, nicht mal die Haende und Fuesse gucken raus; von der Sprache gar nicht zu reden), in den Laeden gibt’s natuerlich nur maennliche Verkaeufer (meistens „Gastarbeiter“) und man darf als Frau ja nicht mit einem ‚fremden‘ Mann allein sein, d.h. er darf mich auch nicht anreden. Aber wenn man will, vor allen Dingen, wenn man mal ein bisschen aus den Staedten rausfaehrt, dann ist das doch anders. Da sind dann schon winzige Begegnungen etwas besonderes.
Okay, erstmal erklaert?
Tschuess, Elke
Ja, ich hab einen Pass. Aber: mein Mann ist auch deutsch.
Jetzt zum Alltag: unsere Firma hebt den Pass auf (!), damit wir nicht einfach fortkoennen. Wenn wir mal in Urlaub wollen, muessen wir ein Ausreisevisa beantragen und die Firma fragen, ob wir duerfen.
Ich allein darf nur raus, wenn mein Mann mir einen Brief mit gibt, dass er mir’s erlaubt. Wenn ich eine Freundin in Jeddah (auf der anderen Seite von SA) besuchen will, also im LAnd reise, brauche ich so einen Brief von meinem Mann und einen ‚travel letter‘ von der Firma, das mir das erlaubt wird.
Ich weiss nicht, wie’s in anderen arabischen Laendern ist, aber hier ist’s schon schlimm.
Aber man KANN damit leben, wenn man es einfach akzeptiert und ab und zu laut lacht (sonst wuerd man vielleicht heulen). Wie gesagt: unter Erfahrung abhaken!
Tschuess und so, Elke