Vor kurzem kam eine Sendung im Fernsehen über Wurst und es fanden einige Tests statt und in allen Wurstsorten aus den Discountern waren E Nr und teilweise Fleischstücke ,die weggeschmissen gehören. Ich esse wenig Wurst, frage mich aber, wem kann man noch trauen um eine relative nicht versaute Wurst zu bekommen. Handeln die Metzger nicht ähnlich und es ist das gleiche drin wie in der Discounter Wurst?
E-Nummern
Servus,
hier mal ein paar Beispiele für die bösen E-Nummern:
E 249 Nitritpökelsalz - wird von jedem Metzger verwendet, der einpökelt; ist allerdings für Kleinkinder potentiell gefährlich und würde heute eventuell nicht mehr zugelassen, wenn es nicht schon seit Jahrhunderten angewandt würde.
E 300 Ascorbinsäure - soviel wie Vitamin C, hat vor ein paar hundert Jahren mit dem Skorbut der Seeleute aufgeräumt.
E 290 Kohlendioxid - das macht den Blubber im Sprudel und den Druck auf dem Fassbier. Menschen und Tiere geben beim Ausatmen Kohlendioxid ab, auch Pflanzen, wenn sie atmen (z.B. nachts).
E 330 Zitronensäure - trägt ihren Namen von der Frucht, in der sie zuerst nachgewiesen und isoliert wurde, und die bekanntermaßen als ungiftig gilt.
E 334 L(+)-Weinsäure - Wein ohne Weinsäure wäre eine furchtbar lahme Brühe…
Kurz: Daß ein Stoff schon deswegen irgendwie schlimm ist, weil es eine E-Nummer für ihn gibt, ist eine Legende, die durch Wiederholung nicht näher an die Wahrheit rückt.
Schöne Grüße
MM
Nachschlag: Traditionen
- hier noch ein Nachschlag zum Thema traditionelle Techniken bei Lebensmitteln: Vor einigen Jahren habe ich gesehen, wie eine rüstige Oma in Cugir nach alter Väter Sitte Tomaten einmachte. Es hat mich innerlich fast umgehauen, als ich gesehen habe, was sie als Konservierungsmittel verwendete: Löffelweise Acetylsalicylsäure! - Nun, vielleicht eine Art Infarktprophylaxe?
Dieses am Rande betreffend „Gute Tradition und böse Industrie“.
Schöne Grüße
MM
Es hat mich innerlich fast umgehauen, als ich
gesehen habe, was sie als Konservierungsmittel verwendete:
Löffelweise Acetylsalicylsäure! - Nun, vielleicht eine Art
Infarktprophylaxe?
Man verwendet Salicylsäure, nicht Acetylsalicylsäure.
Früher gab es auch mit Salicylsäure getränkte Papiere, die zum verschließen von Konserven , z.B. Marmelade, dienten.
Udo Becker
Hi Udo,
das mag das ursprüngliche Motiv gewesen sein. In diesem Fall ging es tatsächlich um Aspirin, in einem Mörser zerstoßen.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
unabhängig von den E-Nummern:
Ich glaube, dass für Wurst generell Fleischstücke genommen werden, die nicht anderweitig verwendbar sind (damit meine ich Koteletts, Schnitzel, Bratenstücke, Filet usw.). Das ist wohl auch beim Metzger nicht anders.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass dabei auch Stücke in die Wurst gelangen, die „weggeschmissen“ gehören.
Wenn man also weiter Wurst (und nicht zum Beispiel Schinken) essen möchte, bleibt einem nix anderes übrig, meiner Meinung nach, als sich einen Metzger seines Vertrauens zu suchen… was allerdings auch für Fleisch insgesamt gilt… auch meiner Meinung nach 
Gruß
ShannonS