Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

Hallo,

wieviel Fleisch braucht der Mensch zum Leben ohne irgendwelche Schäden davonzutragen?
(zum Beispiel während der Wachstumsphase)

Christian

Hallo,

der Mensch braucht überhaupt kein Fleisch. Zwar ist er (sein
Gebiss zeigt es), entwicklungsgeschichtlich ein „Allesfresser“,
der auch Fleisch zu sich nimmt. Aber ein menschlicher Organismus
kann auch ohne auskommen und gesund sein (was viele Vegetarier
beweisen). Dazu ist dann allerdings nötig, genügend Milch,
Milchprodukte und Eier zu sich zu nehmen sowie die Aufnahme von
Getreide(produkten) und Hülsenfrüchten zu steigern. (Diese Form
nennt sich „Ovo-Lacto-Vegetarier“).
Was nicht ausreicht, ist die reine Form der pflanzlichen
Ernährung, strikt ohne Eier und Milch. Diese Form („Veganer“)
verursacht Mangelerscheinungen, vor allem wegen der zu geringen
Aufnahme von Eisen.
Gruß
R.B.

Hallo,

der Mensch braucht überhaupt kein Fleisch.

Stimmt

Zwar ist er (sein
Gebiss zeigt es), entwicklungsgeschichtlich ein
„Allesfresser“,
der auch Fleisch zu sich nimmt.

Stimmt auch

Was nicht ausreicht, ist die reine Form der pflanzlichen
Ernährung, strikt ohne Eier und Milch. Diese Form („Veganer“)
verursacht Mangelerscheinungen, vor allem wegen der zu
geringen
Aufnahme von Eisen.

Stimmt nicht!!!

Ich selber bin kein Vergetarier (der Begriff Veganer ist mir ein Greuel), kenne aber einige, die nicht nur keinerlei tierische Produkte (Eier, Milch, Milchprodukte) zu sich nehmen, sondern auch nur solche, die nicht „denaturiert“, also gekocht, gebraten, fermentiert, gebacken… wurden. Sie nennen sich manchmal such Rohkostler. Ein Freund meines Vaters z.B. lebt seit ich glaube fast 55 Jahren als Rohkostler und wenn es Mangelerscheinungen geben sollte, müßten sie eigentlich bei ihm zu sehen sein. Tun sie aber nicht!
Was aber auf jeden Fall zu beachten ist, daß die Kostzusammenstellung stimmt.

Ganz nebenbei wird das Eisen, das mit tierischen Produkten zu sich genommen wird im günstigsten Fall zu 10 % aufgenommen und auch nur dann, wenn genügend Cofaktoren vorhanden sind, die hauptsächlich in Pflanzen vorkommen (u.A. Vitamin C ). Der Körper kann nämlich nur zweiwertiges Eisen aufnehmen, das meiste Eisen liegt aber in dreiwertiger Form vor.

Gandalf

dermäßigfleischißt

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Ganz nebenbei wird das Eisen, das mit tierischen Produkten zu
sich genommen wird im günstigsten Fall zu 10 % aufgenommen und
auch nur dann, wenn genügend Cofaktoren vorhanden sind, die
hauptsächlich in Pflanzen vorkommen (u.A. Vitamin C ). Der
Körper kann nämlich nur zweiwertiges Eisen aufnehmen, das
meiste Eisen liegt aber in dreiwertiger Form vor.

Hi Gandalf
Säugetiere verwerten Eisen als zweiwertiges, also ist es auch im Fleisch zweiwertig.
Die schlechte Resorption kenne ich von pflanzlichem Eisen in Blattgemüse oder Hülsenfrüchten oder Trockenobst, da hilft tatsächlich Vitamin C.
Wichtig ist auch Vitamin B 12, gerade für Kinder im Wachstum, das findet sich in pflanzlicher Nahrung überhaupt nicht, außer in Sauerkraut oder Bier, wohl eher nicht so gut für Kinder :wink:.
Sollte man unbedingt ergänzen, sonst führt ein Mangel zu Anaemie und Rückenmarkschädigung.
Gruß
Rainer

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Was nicht ausreicht, ist die reine Form der pflanzlichen
Ernährung, strikt ohne Eier und Milch. Diese Form („Veganer“)
verursacht Mangelerscheinungen, vor allem wegen der zu
geringen
Aufnahme von Eisen.

Stimmt nicht!!!

Ich selber bin kein Vergetarier (der Begriff Veganer ist mir
ein Greuel), kenne aber einige, die nicht nur keinerlei
tierische Produkte (Eier, Milch, Milchprodukte) zu sich
nehmen, sondern auch nur solche, die nicht „denaturiert“, also
gekocht, gebraten, fermentiert, gebacken… wurden. Sie
nennen sich manchmal such Rohkostler. Ein Freund meines Vaters
z.B. lebt seit ich glaube fast 55 Jahren als Rohkostler und
wenn es Mangelerscheinungen geben sollte, müßten sie
eigentlich bei ihm zu sehen sein. Tun sie aber nicht!
Was aber auf jeden Fall zu beachten ist, daß die
Kostzusammenstellung stimmt.

Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen (z.
B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt, die
„gesund aussehen“, ist das noch kein Grund, diese Aussage
anzuzweifeln. Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich) in
anderer Form (Tabletten) zu sich.
Gruß
R.B.
der eigentlich viel zu viel Fleisch isst

Säugetiere verwerten Eisen als zweiwertiges, also ist es auch
im Fleisch zweiwertig.

Im lebenden Fleisch schon, aber in genußfähigem (mithin geschlachtet totem) Fleisch liegt fast alles Eisen in oxidierter, dreiwertiger Form vor.

Die schlechte Resorption kenne ich von pflanzlichem Eisen in
Blattgemüse oder Hülsenfrüchten oder Trockenobst, da hilft
tatsächlich Vitamin C.

Wie oben, in toten pflanzen liegt das Eisen eben auch in dreiwertiger Form vor, da wird weder im einen wie anderen Fall eine Extrawurst gebraten.

Wichtig ist auch Vitamin B 12, gerade für Kinder im Wachstum,
das findet sich in pflanzlicher Nahrung überhaupt nicht, außer
in Sauerkraut oder Bier, wohl eher nicht so gut für Kinder
:wink:.

Ein Gutteil des Vitamin B12 wird in der gesunden(!) Darmflora bei geeigneter Nahrung (muß Cobalt enthalten) durch Darmbakterien gebildet. Dazu muß aber eine gewisse Mindestverweilzeit im Darm gewährleistet sein, was bei Ballaststoffreicher Kost aber normalerweise gegeben ist.

Gandalf

wie gesagt kein Vegetarier

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Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen
(z.
B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt,
die
„gesund aussehen“, ist das noch kein Grund, diese Aussage
anzuzweifeln.

In der Fachliteratur (nicht nur der über Ernährung) steht nicht immer nur völlig vernünftiges, sondern es werden auch Glaubenssätze zum besten gegeben. EIner ist eben der, daß reine Vegetarier nicht gesund leben können. Aber nimm einmal die vielen Menschen, die auf Glaubensgründen oder schlicht und ergreifend aus Gründen der Armut keine tierischen Produkte zu sich nehmen. In Deutschland war es bis vor ca. 150 - 200 Jahren so, das Fleisch (Eier Milch…) für viele blanker Luxus waren und viele ob sie nun wollten oder nicht Vegetatier waren. Dann traten nur dann Mangelerscheinungen auf, wenn auch diese Nahrung im Mangel vorhanden war. Allerdings war die Vielfalt der pflanzlichen Produkte ungleich größer als heute, über 90 % der damals angebauten Gemüsesorten sind inzwischen vergessen oder die Samen lagern nur noch in botanischen Sammlungen.

Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich)
in
anderer Form (Tabletten) zu sich.

Das ist eine Unterstellung, die erst einmal zu beweisen ist!!!
Zumal Menschen, die sich noch nicht einmal vernünftige Nahrung leisten können, kaum Geld in den Erwerb von irgendwelchen Pillen investieren.

Gandalf

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Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen
(z.
B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt,
die
„gesund aussehen“, ist das noch kein Grund, diese Aussage
anzuzweifeln.

In der Fachliteratur (nicht nur der über Ernährung) steht
nicht immer nur völlig vernünftiges, sondern es werden auch
Glaubenssätze zum besten gegeben. EIner ist eben der, daß
reine Vegetarier nicht gesund leben können.

Ich habe mich auf die überwiegende Meinung Ernst zu nehmender
Wissenschaftler bezogen, zudem zwei Quellen (eine ist ein
anerkannter Fachmann auf dem Gebiet, die andere gar sozusagen
eine „staaatliche“ Aussage). Du hast bis jetzt mit einem Freund
Deines Vaters als Beleg operiert.

Aber nimm einmal
die vielen Menschen, die auf Glaubensgründen oder schlicht und
ergreifend aus Gründen der Armut keine tierischen Produkte zu
sich nehmen.

Wer arm ist und sich deshalb auch nicht ausgewogen ernähren kann,
hat auch Mangelerscheinungen.

In Deutschland war es bis vor ca. 150 - 200
Jahren so, das Fleisch (Eier Milch…) für viele blanker Luxus
waren und viele ob sie nun wollten oder nicht Vegetatier
waren.

Fleisch war Luxus, das stimmt. Aber es ist nicht so, dass es
niemals gegessen wurde (wenig davon reicht ja). Zu Festtagen
wurde schon mal ein Huhn geschlachtet oder man bekam vom Nachbarn
was ab. Man darf nicht vergessen, dass damals viele, auch in den
Städten, sich Kleinvieh und Geflügel gehalten haben. Und Eier und
Milch gab’s auch hie und da. Wer so arm war, dass er sich all das
auch nicht wenige Male leisten konnte - s.o.

Dann traten nur dann Mangelerscheinungen auf, wenn auch
diese Nahrung im Mangel vorhanden war.

Kann man das trennen, wen Mangel an allem herrscht, woher die
Mangelerscheinungen dann kommen?

Allerdings war die
Vielfalt der pflanzlichen Produkte ungleich größer als heute,
über 90 % der damals angebauten Gemüsesorten sind inzwischen
vergessen oder die Samen lagern nur noch in botanischen
Sammlungen.

Das ist allerdings richtig. Es ist eine Schande, was da alles
verkommen ist!

Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich)
in
anderer Form (Tabletten) zu sich.

Das ist eine Unterstellung, die erst einmal zu beweisen ist!!!
Zumal Menschen, die sich noch nicht einmal vernünftige Nahrung
leisten können, kaum Geld in den Erwerb von irgendwelchen
Pillen investieren.

Diese Aussage ist auch nicht von mir, ich weiß aber leider nicht
mehr, wo ich sie gelesen habe. Es kamn in strengen Unetrsuchungen
heraus. Und es betraf ja nicht Armuts-Vegetarier, sondern Veganer
(die sich selbst so nennen), die aus Weltanschauungsgründen sich
für diese Form der Lebensweise entschieden haben und merkten,
wenn sie Zusatzstoffe nehmen, dass es ihnen besser geht und dass
ihr Programm besser durchzuhalten ist. Das ist ja auch nicht
verwerflich, wenn ich mich zum Besipiel zum Veganertum
entschieden habe, weil ich besonders tierfreundlich handeln will.
Dann kann ich mir ja ruhig Eisen in Tablettenform zuführen.

Ich finde es ein bisschen seltsam, dass sich hier zwei
Nicht-Vegetarier über Sinn oder Unsinn von extremen Formen dieser
Ernährung die Köpfe heiß reden (wenn ich mich recht erinnere,
hatten wir diese Diskussion schon einmal). Jeder kann sich ja das
reintun, was er meint, dass gut für ihn ist. Ob es nicht gut ist,
was andere zu sich nehmen, brauchte uns eigentlich nicht so
furchtbar zu beschäftigen. Ich habe nur mal kund getan, was ich
so darüber weiß, und da das jetzt alles ist, möchte ich auch
diese Diskussion beenden (die wie so viele, wo „Glaubensfragen“
eine Rolle spielen, doch fruchtlos endet). Du darfst gerne das
letzte Wort haben.
Gruß
R.B.