Fliederbäume beschneiden

Hallo,
wir haben im Garten mehrere sehr alte Fliederbäume, die sehr hoch gewachsen sind und viel Licht im Garten wegnehmen. Deswegen möchten wir sie gerne stutzen. Wer kann uns sagen, wie wir am besten vorgehen, denn wir möchten natürlich auch weiterhin uns an den Blüten erfreuen.

Mfg,
P. große Kruse

im Frühjahr nach der Blüte
Hallo Patricia,

wenn man den Flieder jetzt schneiden würde, blüht er im Frühjahr nicht, denn die neuen Knospenanlagen entwickeln sich nach der Blüte den ganzen Sommer über, und die würde man nun entfernen. Deshalb schneidet man den Flieder, (Forsythie ebenfalls) direkt nach dem Abblühen, damit die jungen Zweige, die sich anschließend entwickeln, im Frühjahr auch wieder Blüten zeigen.

Der Vorteil des Winterschnitts dagegen wäre der, dass man nur blanke Äste abschneiden muss und somit weniger zu entsorgen hat, was bei einem großen Baum auch zu bedenken ist. Im Frühjahr treibt der Baum dann buschig aus, doch er wird nicht blühen - wir haben es einmal mit unserem guten Stück erlebt!

Der Rückschnitt ist hin und wieder sehr nützlich: So bleiben die Bäume kräftig und buschig, ansonsten erreicht man auch irgendwann trotz Leiter die Blüten nicht mehr.

Viele Grüße, Renate

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Hallo Patricia,

wenn man den Flieder jetzt schneiden würde, blüht er im
Frühjahr nicht, denn die neuen Knospenanlagen entwickeln sich
nach der Blüte den ganzen Sommer über, und die würde man nun
entfernen. Deshalb schneidet man den Flieder, (Forsythie
ebenfalls) direkt nach dem Abblühen, damit die jungen Zweige,
die sich anschließend entwickeln, im Frühjahr auch wieder
Blüten zeigen.

Ich habe immer gedacht, dass man Bäume in der Wachstumsperiode nicht beschneidensoll, da sie sonst Schaden nehmen, muss ich dann die bescchnittenen Äste mit Baum"verband" (sorry, ich weiß nicht genau wie soetwas heißt) bestreichen? Der Rückschnitt wäre nämlich erheblich, da die Flieder teilweise 6 Meter und höher sind.

Der Vorteil des Winterschnitts dagegen wäre der, dass man nur
blanke Äste abschneiden muss und somit weniger zu entsorgen
hat, was bei einem großen Baum auch zu bedenken ist. Im
Frühjahr treibt der Baum dann buschig aus, doch er wird nicht
blühen - wir haben es einmal mit unserem guten Stück erlebt!

Der Rückschnitt ist hin und wieder sehr nützlich: So bleiben
die Bäume kräftig und buschig, ansonsten erreicht man auch
irgendwann trotz Leiter die Blüten nicht mehr.

Genau das ist auch ein Problem, wir kommen nicht mehr an die Blüten…

Grüße,
Patricia

Viele Grüße, Renate

Hallo,
wir haben im Garten mehrere sehr alte Fliederbäume, die sehr
hoch gewachsen sind und viel Licht im Garten wegnehmen.
Deswegen möchten wir sie gerne stutzen. Wer kann uns sagen,
wie wir am besten vorgehen, denn wir möchten natürlich auch
weiterhin uns an den Blüten erfreuen.

Mfg,
P. große Kruse

Hallo Patricia,

hab keine Sorge, der Fliederbaum (Gehölz) verträgt den Schnitt im Frühjahr ausgezeichnet, auch wenn man einige kräftigere Äste absägen/zurückschneiden muss, passiert ihm nichts. Er schlägt anschließend um die Abschnittstelle herum neu aus.

Flieder und Forsythien haben bereits vor dem Winter die Blütenknospen für das nächste Frühjahr angelegt. Der ideale Zeitpunkt diese Gehölze zu schneiden, ist deshalb immer sofort nach der Blüte!

Genaugenommen gibt es sogar 3 Möglichkeiten.

  • Die beste ist immer, die abgeblühten Rispen gleich nach der Blüte mit der Heckenschere abzuschneiden.

  • Unsere alten Bäume sind aber auch so groß wie deiner, sodass wir ca. alle 2-4 Jahre nach der Blüte einen angemessenen Rückschnitt vornehmen. Anschließend schlagen die jungen Triebe aus, und die Blütenanlagen für das kommende Jahr können sich daran entwickeln.
    Wenn man sehr stark zurückschneiden will, handhaben wir es so, dass wir nach der kommenden Blüte gleichmäßig abwechselnd ca. 50% der Äste stark zurücknehmen, um erst im folgenden Jahr die noch unbeschnittenen Äste vorzunehmen. So haben wir immer noch genügend Blüten.

  • Die nächste Möglichkeit ist der radikale Winterschnitt = Verjüngungsschnitt.
    Der Winterschnitt (November bis März - aber nicht bei starkem Frost!) bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Man hat im Winter mehr Zeit für diese Art von Arbeiten. Hinzu kommt, dass bei den laubabwerfenden Gehölzen sich alles viel besser und klarer erkennen läßt, man muss kein entferntes Laub entsorgen. Die bessere Verträglichkeit des Winterschnitts, wie bei vielen Gehölzen, ist beim Flieder aber kein Kriterium. Wir mögen den Winterschnitt beim Flieder wegen der fehlenden Blüte im Frühjahr aber nicht, bei den Apfelbäumchen dagegen schon.

Viele Grüße, Renate