Fliederbäume schneiden?

Hallo liebe Gärtner, Hobbygärtner, Weisen der Flora und Fauna!

Wir sind seit nunmehr 1/2 Jahr Mieter eines kleinen Hauses mit einem total verwilderten und ungepflegten Garten. In diesem Garten „wuchern“ auch mehrere Fliederbäume, die seit ca. 20 Jahren keinen Pflegeschnitt oder ähnliches erhalten haben. Die Zweige beanspruchen inzwischen den größten Teil unseres Balkons, so dass wir sie zurück schneiden möchten, ohne den Fliederbäumen zu schaden.
Wann schneidet man am besten zurück und wie bzw. wo wird die Astschere angesetzt? Ich weiß nur, dass man bei Flieder am besten nur die verwelkten Blüten abknipsen soll, aber damit ist uns bei weitem nicht geholfen.

Dankbar für jeden Ratschlag ist Pegasus

Hallo liebes Flügelross,

Wir sind seit nunmehr 1/2 Jahr Mieter eines kleinen Hauses

Glückwunsch

mit
einem total verwilderten und ungepflegten Garten. :In diesem
Garten „wuchern“ auch mehrere Fliederbäume, die seit ca. 20
Jahren keinen Pflegeschnitt oder ähnliches erhalten haben. Die
Zweige beanspruchen inzwischen den größten Teil unseres
Balkons, so dass wir sie zurück schneiden möchten, ohne den
Fliederbäumen zu schaden.

Das gelingt Dir nicht einmal mit Totalkahlschlag. Flieder ist robust.

Wann schneidet man am besten zurück und wie bzw. wo wird die
Astschere angesetzt? Ich weiß nur, dass man bei Flieder am
besten nur die verwelkten Blüten abknipsen soll, aber damit
ist uns bei weitem nicht geholfen.

Also: Du kannst gerade Flieder an jeder beliebigen Stelle absägen. Für die Optik empfielt es sich lediglich, nicht sämtliche Stämme auf gleiche Höhe zu bringen; wenn Du nur einzelne Zweige rausnehmen willst, sägt man natürlich an der Stelle, wo sie sich gabeln. Und eine scharfe Säge muss schon sein. Flieder ist hart.
Wir hatten dieses Frühjahr bei uns im Garten exakt das gleiche Problem: einen Flieder von 30 zarten Jahren, unten total vergreist und kahl, hoch über unseren Köpfen unglaubliche Blattmassen.
Wir entschieden uns zur Radikalkur.
Wir sägten alles auf Höhe der Grasnarbe ab.
Das war im April.
Heute wächst an der Stelle der Stümpfe ein Busch, der mich (1,65) locker, meinen Mann (1,80) fast überragt, mit so vielen, so dichten Zweigen, dass wir den Busch nur noch gemeinsam mit Mühe umfassen können.
Sollte der Flieder nächstes Jahr nicht blühen, wird er es garantiert 2007 reichtlich tun.
Übrigens: wir haben ihn nach dem Schnitt weder gedüngt, noch gewässert, noch sonstwie betüdelt. Nur jeden Tag freundlich guten Tag gesagt.

viele Grüße
Geli

Hallo zusammen,

ich kann obige Schilderung nur bestätigen. Sowohl im Garten meiner Eltern als inzwischen auch im eigenen Garten habe ich ständig das zweifelhafte Vergnügen uns vor der Überwucherung durch Mutter Natur zu schützen. Z.B. unser eigener Garten hat die riesigen Ausmaße von 3500m² und ist in den letzten Jahren kaum gepflegt worden und hat jede Menge Flieder. Wie schon bei meinen Eltern habe ich auch hier (mangels weitergehendem Spezialwissen) einfach immer locker die Säge oder Schere da angesetzt, wo es mir passend erschien. Angesichts der ohnehin viel zu großen Zahl an größtenteils selbst aufgelaufenen Sträuchern wäre es dabei kein großes Problem, wenn der ein oder andere Busch es nicht überleben würde. Trotzdem ist es mir mit diesem radikalen Vorgehen noch in keinem Fall geglückt eine Pflanze loszuwerden. Ganz im Gegenteil: Das massive Zurückschneiden sorgt für ein besseres und verstärktes Austreiben, und viele vollkommen aus der Form geratene, schwache und kranke Pflanzen sind ein Jahr nach der Radikalkur wieder zu wunderschönen kräftigen Exemplaren herangewachsen. Diese lassen sich dann auch wieder anständig und ohne zu brutale Methoden pflegen.

Gruß vom Wiz, der gerade letzte Woche noch einige Flieder radikal eingekürzt hat und sich schon auf das schöne Bild im nächsten Jahr freut

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owT: Danke ihr beiden!

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