Fliesen auf Holzboden (verlegeplatten)

Hi!
Wie bekommt man am besten Fliesen auf einem Holzboden (verlegeplatten) fest? Gibt es spezialkleber und auch Fugenmasse oder muss der Untergrund extra behandelt werden? Es sollen sehr kleinformatike Fliesen verlegt werden (2,5x2,5cm auf Netz)

Howie

Hallo „Howard“,
die Verlegung von Mosaikfliesen auf Holzspanplattenuntergründen ist keine Hexerei.
Die Verlegeplatten (wir sprechen hier eher von „Fertigteile-Estrichplatten aus Holzspan“) müssen fest liegen, es darf keine Bewegung vorhanden sein, es darf nichts „Knarzen“: die Oberfläche der Platten muss geschliffen, abgesaugt und mit einer Dispersionsgrundierung grundiert werden.
Danach kann man jeden auch für Holzuntergründe geeigneten Dispersions-Fliesenkleber einsetzen.
(Auf die geeignete Zahnung und Neigung beim Auftragen achten!)
–…--…–…
Gruß: Klaus

Hallo Klaus!
Besten Dank erst mal!
Ich hab aber dort keine Estrichelemente liegen, sondern so richtige Fußbodenverlegeplatten.
Und wenn Doch mal was „arbeiten“ sollte , wäre es ja mit den kleinen Fliesen wahrscheinlich weniger tragisch als mit grossen, diese würden evtl. in der fliese reissen oder brechen.
Kannst Du mir direkt sagen wie die Dispersion heisst?

Howard

OT Neigung der Zahnspachtel

(Auf die geeignete Zahnung und Neigung beim Auftragen achten!)

Hallo Klaus,

ich gehe davon aus, je nach Fliesengröße nehme ich eine in der Zahngröße passende Zahnspachtel.

M.E. beeinflußt die Neigung der Zahnspachtel beim Auftragen nur die Höhe der einzelnen Spachtelmassenreihen.
Meinst du das oder etwas anderes?

Gruß
Reinhard

Wie bekommt man am besten Fliesen auf einem Holzboden
(verlegeplatten) fest? Gibt es spezialkleber und auch
Fugenmasse oder muss der Untergrund extra behandelt werden? Es
sollen sehr kleinformatike Fliesen verlegt werden (2,5x2,5cm
auf Netz)

hallo Howie,

ich habe da keine Erfahrung.
Der Grundsatz den Klaus schrieb, also erst grundieren, dann aufkleben ist schon richtig.

Ich glaube das Stichwort ist da „hochflexibler“ Kleber.

Ich habs da einfach, hätte ich sowas vor, da ich genug Fliesenleger sehr gut kenne, die rufe ich dann an und frage was für Zeugs ich da brauche, die sagen mir dann die marken und wo ich sie bekomme, auch welche Zahnspachtelgröße usw.

Auf Baustellen sah ich schon öfters daß Fliesenleger, ich glaub grad bei Holzböden, auf die Böden erstmal so Gittermatten aus Kunststoff aufbrachten, dann darüber fliesten.

Ob das in deinem Fall angebracht ist und mit was man diese Matten festklebt kann dir ein Fachhändler sagen oder hier meldet sich jemand der das was du vorhast schon gemacht hat.

Gruß
Reinhard

Hallo Howard,

bei uns wurden die Spanplatten gut mit dem Untergrund verschraubt und dann mit PCI Gisogrund (hoffe das ist jetzt keine Werbung, ich hab halt den Beutel gesehen und kenn nichts anderes) eingepinselt (mit einem Tiefgrundpinsel), danach wurde bei uns mit Flexfliesenkleber die Mosaikfliesen (ao 2 x 2 cm auf Gewebe) angebracht. Ist jetzt 3 Jahre her, ich kann bisher nicht feststellen das es irgendwo nicht hält. Und wurde damals erklärt, dass es wichtig wäre eine gute Grundierung zu nehmen auch weil vielleicht doch mal durch einen Riss Wasser unter die Fliesen kommen könnte und die Grundierung auch dicht sein muss (sonst kommt das Wasser auf die Spanplatte.

Was ich auch noch weiss ist das dieses Zeugs wie Gummi war, haste was an die Hände bekommen, konntest du es wenns trocken war abziehen wie einen zweite Haut.

Grüße Ute

Hallo Reinhard,
Deine Ansicht ist vom Grundsatz her richtig, je nach Fliesengröße einen entsprechenden Kammspachtel zu wählen (von Zahnspachtel reden wir bei der Bodenbelag-/Parkettverlegung).
Durch die Neigung (besser: die Steigung) des Kammspachtels oder der Glättkelle nehmen wir aber Einfluss auf den Klebstoffmengenauftrag!!
Hielten wir den Kammspachtel beispielsweise bei 160°, brächten wir im Vergleich zu steilerem Neigungswinkel kaum Klebstoff auf den Boden.
Ähnlich verhält es sich (nun wieder beim Zahnspachtel), wenn die Zähne abgenutzt sind und der Zahnkamm nicht ausgetauscht wird.
Sicher, solche Probleme haben wir bei der Fliesenverlegung nicht in dem Maße. Aber dennoch: der Anstellwinkel hat erheblichen Einfluss letztendlich auch auf den Erfolg.
–…--…–…
Gruß: Klaus

Hallo „Howard“,
Ute hat bereits den Hinweis gegeben. Elastifizierte Flexkleber sind meistens für Holzuntergründe geeignet.
Zu den Fertigteile-Estrichelementen: dass ist der geltende Oberbegriff für alle Untergründe, welche beispielsweise aus Holzwerkstoffen, Gipsfaser- oder Holzspanplatten bestehen. Das schrieb ich bereits in anderer Form.
Es ist damit kein „Nass-Estrich“.
–…--…–…--…–…--…
Gruß: Klaus

Hallo,
wir haben bei unserem Dachgeschoßausbau
auch solchen „Trocken-estrich“ verwendet.
Dann darauf mit einem hochflexiblem
Kleber Fliesen geklebt. Nach ca. 1 1/2 Jahren
waren fast ALLE Fliesen gerissen, auch die
Fugen waren ständig rissig und große Stücke
der Fugenmasse brachen aus, wir mußten ständig
diese Fugen erneuern. Haben auch den Fliesen-
Geschäft-Inhaber schon hier gehabt.
Jetzt haben wir alle Fliesen rausgeschlagen und
da es sich um eine Küche handelt, alles durch
Laminat ersetzt - wobei mir klar ist, dass
man dann mit „feucht/naß“ aufpassen muß.

Grüße
Marie

Hallo Marie,

wir haben bei unserem Dachgeschoßausbau
auch solchen „Trocken-estrich“ verwendet.
Dann darauf mit einem hochflexiblem
Kleber Fliesen geklebt. Nach ca. 1 1/2 Jahren
waren fast ALLE Fliesen gerissen, auch die
Fugen waren ständig rissig und große Stücke
der Fugenmasse brachen aus, wir mußten ständig
diese Fugen erneuern.

Naja, wenn’s reißt dann reißt es halt. Gründe dafür, *hmmh*, der Holzboden auf dem der Estrich wohl kam, nicht korrekt fixiert.
Vielleicht fehlt da auch dieses Plastikgitter von dem ich sprach.
Schade daß sich noch kein Fliesenleger zu dem Ganzen äußerte.

Ich weiß nur, Fliesen auf Holz geht, sonst würden daß Fliesenlegerfirmen nicht machen und darauf ihre übliche 2jährige (oder sind es 5?) Gewährung geben.

Haben auch den Fliesen-
Geschäft-Inhaber schon hier gehabt.

Das hat nix zu bedeuten erstmal. Völlig unklar ob er auch die Ahnung hat.

Jetzt haben wir alle Fliesen rausgeschlagen und
da es sich um eine Küche handelt, alles durch
Laminat ersetzt - wobei mir klar ist, dass
man dann mit „feucht/naß“ aufpassen muß.

Wenn du keine „Pfützen“ erzeugst die noch dazu lange „stehenbleiben“ sondern nur paar Troppen und beim Wischen nur Nebelfeuchte lappen nimmst geht das schon problemlos.

Bei verleimtem Laminat nehme ich bedenkenlos auch einen feuchten Wischer/Lappen, nicht tropfnass, aber gut feucht.

Gruß
Reinhard

Hallo Marie,

Naja, wenn’s reißt dann reißt es halt. Gründe dafür, *hmmh*,
der Holzboden auf dem der Estrich wohl kam, nicht korrekt
fixiert.

O. k. es ist ein ca. 50 Jahre altes Haus, aber das Dachgeschoß
hatten wir selber von Grund auf neu gemacht - da war vorher
gar nichts - nur Lehmdecke…

Schade daß sich noch kein Fliesenleger zu dem Ganzen äußerte.

Ja - wirklich, vllt. hätten wir dann erfahren was wir falsch
gemacht haben.

Ich weiß nur, Fliesen auf Holz geht, sonst würden daß
Fliesenlegerfirmen nicht machen und darauf ihre übliche
2jährige (oder sind es 5?) Gewährung geben.

Ich weiß, bei einer Bekannten von uns - auch Altbau -, dass
sie ihren Küchenboden gefließt hatte - auch auf Holz und dieser
ist auch komplett gerissen und nachher wieder rausgenommen worden.

Das hat nix zu bedeuten erstmal. Völlig unklar ob er auch die
Ahnung hat.

Ja - DAS weiß man wirklich nicht.

Wenn du keine „Pfützen“ erzeugst die noch dazu lange
„stehenbleiben“

genau DAS ist es, dass sie nicht stehenbleiben dürfen…

sondern nur paar Troppen und beim Wischen nur

Nebelfeuchte lappen nimmst geht das schon problemlos.

Wischen geht völlig problemlos - wir haben das Laminat
dann von einer Fachfirma verlegen lassen, weil wir nicht
ein neues „Risiko“ eingehen wollten.

Bei verleimtem Laminat

unseres ist NICHT verleimt
nehme ich bedenkenlos auch einen

feuchten Wischer/Lappen, nicht tropfnass, aber gut feucht.

Ja - so mache ich es auch - bisher 2 Jahre ohne Probleme.

Viele Grüße
Marie